Test biosys

von peter (22. Juni 1999)

Im Mittelpunkt des Spiels steht der 60-jährige Öko-Guru Professor Alan Russell. Er ist der Vater der "Biosphäre 4", eines gigantischen, in sich geschlossenen Ökosystems. Unter fünf riesigen Glaskuppeln finden sich ein Ozean, ein Dschungel, eine Savanne und eine Biome (Evolutionsumgebung), die untereinander durch ein Bahnsystem sowie ein Netzwerk von Servicestationen verbunden sind. Mit diesem Vorwissen steigt der Spieler in das Geschehen ein...

Nach seinem Erwachen in der Dschungel-Biosphäre kann Professor Russell sich an nichts mehr erinnern. Die Fragen "Wer bin ich?", "Wo bin ich hier?" und "Warum bin ich hier?" muss der Spieler aus verschiedenen Dokumenten und anderen Hinweisen schließen, die er auf seinem Weg findet. So erfahren der Professor und der Spieler, dass "Biosphäre 4" von Subtech finanziert, aber auch ausgebeutet wird: In der Biome soll ein Tourismuspark entstehen, der "Club Eden".

Durch eben diesen "Club Eden" ist das empfindliche ökologische Gleichgewicht in der Biome zusammengebrochen. Die tödlichen Dämpfe, die in diesem Teil entweichen, haben nicht nur alles Leben in der Biome getötet, sondern greifen auch durch die Luftverbindungsschächte auf die anderen Teile der "Biosphäre 4" über. Gefangen in seinem eigenen Experiment muss der Spieler durch Professor Russell versuchen, das ökologische Gleichgewicht in den anderen Zonen aufrecht zu erhalten.

In einer Simulation ein Ökosystem zu überwachen wäre ja nicht besonders schwer und anspruchsvoll, aber Professor Russell muß einen Weg aus der Biosphäre finden, bevor die von Subtech angeheuerten Auftragskiller ihn finden. Dieser Adventure-Teil macht den Hauptreiz des Spiels aus. Besonders erwähnenswert sind die realistisch nachgebildeten Körperfunktionen und die damit verbunden Probleme: Der Professor muss regelmäßig essen, trinken und schlafen - sonst ist seine Gesundheit in Gefahr!

Das Essen muß zudem noch ausgewogen sein, von großen Mengen Büchsenfleisch bekommt er beispielsweise ganz schnell einen Herzinfarkt und stirbt. Die kniffligen Adventure-Aufgaben in Verbindung mit den durch die körperlichen Bedürfnisse hervorgerufenen Einschränkungen (der Professor kann z.B. auch frieren) machen die Adventure-Simulation biosys zu einem interessanten und facettenreichen Spiel.

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Tags: Singleplayer  

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