Test Metro - Last Light - PC versus Konsolen

PC versus Konsolen

Es kann vorkommen, dass Artjom mit einer Kiste Dynamit ein ganzes Rudel mutierter Shrimps sprengt und anschließend auf einer gewaltigen Welle Richtung Festland surft.

Das war dann ein Volltreffer.Das war dann ein Volltreffer.

Besonders die Explosionseffekte sind dank erweiterter Physik-Technologie gelungen und kommen in der PC-Version gerade auf einer Nvidia-Grafikkarte sehr beeindruckend rüber.

Auch die Versionen für PS3 und Xbox 360 überzeugen, allerdings gibt es kleinere Defizite bei der Darstellung von Gras und gelegentlich laden die Texturen etwas verspätet nach. Auch die Ausleuchtung und der Schattenwurf sehen auf PC einfach gelungener aus. Mit schlimmen Rucklern müsst ihr aber auch auf den Kosolen nicht rechnen.

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Spiel der Emotionen

Die Inszenierung erinnert an den Actionklassiker Half-Life 2 oder auch an das aktuelle Bioshock Infinite. Die Darstellung ist wuchtig und das Spiel scheut nicht davor zurück, unbequeme Themen anzusprechen. Nicht umsonst bedient sich Metro vielerorts der Symbolik und der Bildästhetik des Dritten Reichs und der Sowjetunion.

Moskau ist nach der Atomkatastrophe ein gefährlicher Ort.Moskau ist nach der Atomkatastrophe ein gefährlicher Ort.

Das verleiht der Geschichte eine Greifbarkeit, wie ihr sie bei Spielen wie Call of Duty - Black Ops 2 , Medal of Honor - Warfighter oder auch der Kampagne von Battlefield 3 vermisst.

Allerdings ist Metro kein Spiel für Zartbesaitete. Gerade in der Mitte der Geschichte, als die Verschwörung der Roten Linie ihren Höhepunkt erreicht, ist die Präsentation von Gewalt und menschlichen Perversitäten ausgesprochen drastisch. Eine angedeutete Vergewaltigung inklusive unschöner Sprüche der Täter ist da noch ein relativ kleines Übel, wenn auch schon schlimm genug.

Allerdings passen die deutlichen Szenen perfekt in die heruntergekommene und vollkommen degenerierte Spielwelt. Die emotionalen Momente, etwa bei den Rückblenden in Artjoms Kindheit, erhalten durch diesen Kontrast viel mehr Bedeutung. Metro jongliert fröhlich mit euren Emotionen. Es macht traurig, wütend und manchmal betroffen. Aber genau das macht auch die Faszination der Welt aus.

MacGyver lässt grüßen

Das spannende Szenario hat deutlichen Einfluss auf den Spielablauf. Immer wieder erschafft Metro tolle Momente, etwa wenn Artjom das erste Mal die Oberwelt betritt und einen weiten Blick über das zerstörte Moskau wirft. Die Endzeitstimmung spiegelt sich auch im Waffenarsenal wider. Artjom trägt drei Schießeisen mit sich herum.

Ganz schön gruselig, so allein in der Finsternis.Ganz schön gruselig, so allein in der Finsternis.

Die Prügel sind allerdings weniger modern, als vielmehr notdürftig zusammengeschraubt. Mit dem Druckluftgewehr pumpt ihr etwa zunächst einige Male, ehe ihr Schüsse abfeuern dürft. Und auch die Kalasch hat mit dem Vorzeigeballermann der Russen nur noch wenig gemein. Alles in Metro wirkt irgendwie kaputt und zusammengeschustert.

Auch die übrigen Ausrüstungsgegenstände sind eher zweckmäßig. So gibt es Feuer- und Splittergranate, Minen und Wurfmesser. Insgesamt ist das verfügbare Inventar eher übersichtlich und wenig kreativ. Immerhin überzeugt die Akustik.

Alle Gewehre hinterlassen ein gutes Gefühl für die Wucht der Schüsse. Zudem rüstet ihr sie in Läden mit Visieren, zusätzlichen Magazinen oder Schalldämpfern aus. Das erleichtert die Kämpfe ungemein, macht einige Waffen aber auch zu mächtig für die etwas beschränkte, künstliche Intelligenz der gegnerischen Soldaten.

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Tags: Singleplayer   Horror  

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