Test The Last of Us: Du, ich und die Infizierten

von Jens-Magnus Krause (14. Juni 2013)

Naughty Dog kann auch anders: Düstere Endzeit-Stimmung trifft im neuen Werk der Uncharted-Macher auf eine emotionale Geschichte mit zwei gänzlich unterschiedlichen Protagonisten.

Joel und Ellie müssen gegen Pilze, Infizierte und Banditen bestehen.Joel und Ellie müssen gegen Pilze, Infizierte und Banditen bestehen.

Wem würdet ihr in einer Welt voller Tod und Zombies vertrauen? Besonders dann, wenn die Antwort das wichtigste Gut ist, was ihr noch besitzt? Das ist die Ausgangslage von The Last of Us.

20 Jahre nach einer ausgebrochenen Pilz-Infektion ist die Welt kaum wiederzuerkennen. Wer nicht gestorben ist, wandelt als Krimineller oder Untoter in den befallenen Gebieten umher oder verbringt sein Leben voller Furcht in einer der wenigen Quarantäne-Zonen.

Letzteres trifft auf Joel zu. Er ist ein grober, verbitterter Überlebender und Trinker, der mit seinen traumatischen Erlebnissen aus der Vergangenheit zu kämpfen hat. In seinem neuen Leben verdient er sein Geld als Schmuggler.

Die 14-jährige Ellie, für ihr Alter ein selbstständiges und extrem belastbares Mädchen, ist für Joel zu Beginn nur ein Warengegenstand. Für Geld soll er sie von einer sicheren Zone in eine weit entfernte andere bringen. Diese erzwungene Beziehung erreicht schnell ein höheres Level und bedingt fortan den Ablauf des Spiels.

Vertrauen ist die Lösung

Die beiden beginnen einander zu vertrauen. Denn ohne eine gemeinsame Zusammenarbeit ist der weite Weg kaum zu schaffen. Zusammen mit aufgerissenen Straßen und eingefallenen und überwucherten Gebäuden tragen zertrümmerte Autos zur morbiden Atmosphäre bei. Banditen überfallen Reisende und die Infizierten lauern hinter vielen Ecken.

Wer suchet, der findet: Ellie und Joel suchen die zerstörten Umgebungen und Häuser nach nützlichen Gegenständen ab.Wer suchet, der findet: Ellie und Joel suchen die zerstörten Umgebungen und Häuser nach nützlichen Gegenständen ab.

Im stetigen Kampf ums Überleben gelingt es der ungestümen Ellie, den bärtigen Joel nach und nach für sich zu gewinnen. In einem Moment ist sie von unzerstörten Gartenzwergen kindlich begeistert und wirkt einfach niedlich. Im nächsten beschimpft sie einen Gegner, während sie ihm einen Stein über den Schädel zieht. Von dieser Wandlungsfähigkeit ist Joel fasziniert.

Ihm gefällt es, in diesen schweren Zeiten von jemandem mit so viel Lebensfreude umgeben zu sein. Er beginnt, sie auf väterliche Weise zu beschützen und erklärt ihr geduldig, wie die alte Welt funktioniert hat - von Football bis hin zu Cafés. Für ihn ist sie bald mehr als nur Schmuggelware.

Weiter mit: Schleichen, schießen und Gewalt

Inhalt

Tags: Singleplayer   Horror  

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