Diablo 2 (PC)
Test
Diablo II
Diablo is back! Zeit für Berufs-Helden und alle, die es werden wollen, die Waffen zu wetzen und auf Monster-, Gold- und Waffenjagd zu gehen. Was sich zum ersten Teil geändert hat und wo die Stärken und Schwächen von "Diablo II" liegen, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Test. Von Der-Gagamehl
Wer das Spielprinzip von " Diablo" tatsächlich noch nicht kennt, hier kurz die Elemente des wohl einmaligen Spielprinzips, welches vor 2,5 Jahren im ersten Teil eine riesige Fan-Gemeinde begeisterte und zum größten Teil unverändert in Teil 2 übernommen wurde. Aus mittlerweile 5 Charakterklassen (Barbar, Palladin, Zauberin, Amazone, Totenbeschwörer) gilt es, einen auszuwählen und in zahlreichen Levels mittels gewonnener Erfahrungspunkte aufzuwerten und in speziellen Fähigkeiten weiter zu bilden. Des weiteren spricht das Programm den Jäger und Sammler an, gibt es doch zahlreiche Schätze und Gold zu sammeln, so wie kostbare, seltene und/oder magische Ausrüstungsgegenstände, die zum Teil auch notwendig sind, um die immer schwerer werdenden Gegner, sowie die Akt-Endgegner zu besiegen.
"Diablo II" ist in vier Akte aufgeteilt, jeder davon so groß, wie der erste Teil insgesamt. Die Akte führen in die unterschiedlichsten Landschaften und Umgebungen, so dass für Abwechslung gesorgt ist. In jedem Akt gilt es, sechs Quests zu lösen, bevor ein Akt-Endgegner zu besiegen ist, bis man am Ende des 4. Aktes vor dem aus Teil 1 todgeglaubten Diablo steht. Da sich aber im wesentlich zum ersten Teil am Spielprinzip nichts geändert hat, gehe ich im Folgenden auf die Unterschiede und Verbesserungen von "Diablo II" ein.
Zunächst fallen die beiden zusätzlichen Charaktere Palladin und Totenbeschwörer auf, die zahlreiche neue Möglichkeiten zur Verfügung stellen, jedoch auch die schon bekannten Charaktere sind durch eine Vielzahl von neuen Eigenschaften und durch generelle Entwicklungsänderungen sehr interessant geworden. Gilt es bei jedem Level-Up einen Fertigungspunkt zu verteilen, der eine Fähigkeit verbessert oder neu ausbildet. Jedem Charakter stehen eine Vielzahl solcher Fähigkeiten zur Verfügung, jedoch ist es weder sinnvoll, noch möglich alle Fähigkeiten auszubilden. Vielmehr sollte man sich auf ein paar Fähigkeiten beschränken und diese besonders gut ausbilden. So kann ein Charakter in mehreren Durchläufen durchaus völlig unterschiedliche Fähigkeiten haben und somit auch taktisch andere Strategien erfordern.
Ein alter Streitpunkt war das zu kleine Inventar ; dieses ist zwar erweitert worden (es gibt eine Schatzkiste in der Stadt, verschieden große Gürtel für Tränke oder den sogenannten Horadrim-Würfel), jedoch gelingt es in der Regel nicht einmal, eine Ersatzausrüstung zu lagern. Hier wünscht der erfahrene "Diablo"-Spieler weitaus mehr. Eine weitere große Hoffnung der alten "Diablo"-Cracks lag in der Verbesserung der Grafik. War zwar "Diablo" seinerzeit mit einer guten 2D-Grafik in der Auflösung 640x480 ausgestattet, 2 1/2 Jahre später erwartete man mit 3D-Unterstützung doch einiges mehr... und wurde bitter enttäuscht. Nach wie vor 640x480 Bildpunkte sind in der heutigen Zeit einfach nicht akzeptabel und auch die ansonsten schön gezeichnete Grafik und die vielen Lichteffekte machen dieses Manko nicht wett. Hier haben sich die "Diablo"-Macher ein dickes Minus eingefahren.
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