Planet der Affen (PC)
Artikel veröffentlicht am 19.12.2001
Nach dem überaus enttäuschenden Film \"Planet der Affen\" von Tim Burton war es nur eine Frage der Zeit, bis die Spielewelt auch vom passenden Spiel nicht verschont bleibt. Ob man dieses Spiel genauso schnell vergessen sollte wie den Film, verrät unser Test. Von Philipp Frick
Nichts Neues unter der Sonne
Als Raumfahrer Ulysses auf einem scheinbar unbewohnten Planeten notlanden muss, bemerkt er schnell, dass dieser von einer Horde Affen bewohnt wird, regiert vom brutalen Ursus. Nachdem er gefangen genommen wurde, erwacht er in einem Gefängnis wieder. Hier übernimmt der Spieler die Rolle des Ulysses. \"Planet der Affen\" ist ein Action-Adventure, das auf der Geschichte des Films aufbaut. So finden sich auch alle üblichen Elemente eines solchen Spiels wieder: Zum Angriff beziehungsweise zur Verteidigung dienen Waffen wie Messer, Keulen oder im späteren Verlauf des Spiels auch ein Lasergewehr. Allerdings sind die Gegner sehr stark, weshalb man ihnen trotz Waffengewalt besser aus dem Weg gehen sollte. Auch gibt es in \"Planet der Affen\" das eine oder andere Rätsel, originelle Ideen, die über das Öffnen von Türen oder das Benutzen von gefundenen Gegenständen, die vorübergehend im Inventar abgelegt wurden, hinausgehen, sucht man leider vergebens.
Die Schwächen überwiegen
Leider ist das Spiel in vielerlei Hinsicht nicht durchdacht und benutzerfreundlich genug. Die Steuerung unterstützt keine Tastatur-Maus-Kombination, sondern lediglich eine reine Tastatur-Steuerung, was sich natürlich nicht sehr positiv auf die Bedienung auswirkt. Die Kameraperspektive zeigt Ulysses von hinten und passt sich automatisch dem Geschehen an, was oft für große Unübersicht sorgt. Ein weiterer Kritikpunkt: Man darf das Spiel immer erst nach einem geschafften Abschnitt speichern, die oftmals sehr lang und schwer sind. Frust ist also insbesondere für Anfänger vorprogrammiert, da einstellbare Schwierigkeitsgrade ebenfalls nicht vorhanden sind. Die Grafik ist einigermaßen erträglich, wirkt jedoch etwas eckig und klobig. Immerhin sind die sich dem Geschehen anpassende Hintergrundmusik und die Sprachausgabe überdurchschnittlich gut.
Fazit
von Philipp Frick
Als ich \"Planet der Affen\" das erste Mal spielte, stellte ich schnell Schwächen wie fehlende Speicherfunktion, unvorteilhafte Kameraführung und spielerisches wie gestalterisches Mittelmaß fest. Das Spiel schwächelt bei allen Punkten, bei denen Spiele zu Filmen immer wieder scheitern, wie auch schon andere Vertreter wie \"Men in Black\" oder \"Das fünfte Element\" zeigten. Zu wenige Ideen, zu durchschnittliche Technik. Dafür ist die Geschichte einigermaßen spannend. Somit ist \"Planet der Affen\" wirklich nur für Fans des Films zu empfehlen. Allen anderen bietet das Spiel nämlich keinen Grund, knapp hundert Mark dafür auszugeben.
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