Test

Heaven & Hell

Mit "Heaven & Hell - live and let die!" will CDV laut ihren eigenen Angaben frischen Wind ins Aufbaugenre bringen. Satt Aufbaustrategie soll "Heaven & Hell" ein Umbaustrategiespiel sein. Was sich dahinter verbirgt und ob das Ganze auch Spaß macht, erfahrt ihr in unserem Test. Von Gerd Schüle

24. Jul 2003

Gut oder Böse

Taufliab lässt einen Engel des Lichts erscheinen.

In "Heaven & Hell" schlüpfst du als Spieler in die Rolle eines Gottes, der die Bewohner der Spielwelt mittels Wunder und Plagen auf den richtigen Weg bringen will. Um dieses Ziel zu erreichen, berufst du einen Propheten, der die Bewohner mit kleinen Wundern wie z. B. eine Engelserscheinungen beeindruckt, um eine positive Gesinnung zu erreichen. Nur wenn die Gesinnung der Leute einen bestimmten Punkt erreicht hat, kann der Prophet die Ungläubigen mit seiner Predigt bekehren. Sobald jemand zum rechten Glauben bekehrt wurde, kann man sein Haus in ein Manna produzierendes Gebäude oder einen Gesinnungsverstärker umwandeln, damit du auch genügend göttliche Energie zur Verfügung hast. Bedauerlicherweise versucht ein zweiter böser Himmelsfürst, dir die Untertanen streitig zu machen und die Heiden auf seine Seite zu ziehen. Nur wenn du deine 7 verschiedenen Propheten richtig einsetzt, wirst du den erbitterten Kampf zwischen Gut und Böse erfolgreich bestehen.

Ordentlich

Mit einem Regenbogen beeindruckt Taufliab die Bewohner

Die lustige Grafik im Comicstil weiß einerseits zu überzeugen und wirkt andererseits auch etwas leblos oder Steril. Besonders der grafische Unterschied zwischen Gut und Böse ist den Entwicklern vorbildlich gelungen. Das frische Grün auf der guten Seite wirkt bestens im krassen Gegensatz zu dem schmutzigen Braun der bösen Seite. Auch die Bauwerke und Gestalten wurden vorzüglich in Szene gesetzt und bestens animiert. Leider gibt die etwas leblose und detailarme Landschaft Anlass zur Kritik. Insgesamt sieht das Spiel aber ordentlich aus, ohne große Glanzpunkte zu setzen. Hier wäre wesentlich mehr möglich gewesen, schade eigentlich. Der Sound des Spieles ist zwar auch etwas mager, aber das Vorhandene passt bestens und wurde gut ins Spiel integriert. Die schnell erlernte Bedienung geht einem zwar Dank eines guten Tutorials schnell von der Hand, ist aber trotzdem teilweise etwas zu umständlich. Trotzdem hinterlässt das Spiel technisch gesehen im Großen und Ganzen einen guten Eindruck.

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