Vorschau Wolfenstein - New Order - Mischung aus alt und neu, Fakten und Meinung

Gesundheitsregeneration: Mischung aus neu und alt

Dass Held B.J. Blazkowicz der alten Schule angehört, zeigt auch seine Verwundbarkeit. Moderne Supersoldaten wie in Battlefield 3 gehen in der Regel schwer verwundet nur kurz in Deckung, um wieder quietschfidel auf den Beinen zu stehen.

Eure Gegner sehen mitunter recht skurril aus - fast schon ein klein wenig albern.Eure Gegner sehen mitunter recht skurril aus - fast schon ein klein wenig albern.

Blazkowicz ist anders. Erleidet er Schaden, heilt er sich lediglich bis zum nächsten 20er-Schritt seiner Lebensenergie. Hat er beispielsweise noch 52 Lebenspunkte, heilt er sich bis 60. Bei 26 bis 40 und so weiter. Um wieder topfit zu sein, bedarf es an Erste-Hilfe-Paketen.

Die bekommt Blazkowicz hauptsächlich von toten Gegnern. Derartige Heilmethoden erinnern neben früheren Teilen der Serie an ältere Shooter wie Half-Life 2, Doom 3 und dergleichen.

Neues Modell, Originalteile

Die ersten Eindrücke von Wolfenstein - The New Order bestätigen sich mit dem neu gezeigten Material auf der E3. Das Spiel wirkt wie ein gepflegtes, amerikanisches "Muscle Car" aus den 60er Jahren. Für Liebhaber ein Hingucker, top in Schuss und mit einer Ausstattung, die frühere Werte vermittelt.

Grafisch findet Wolfenstein seinen eigenen Stil, der ein wenig an Dishonored erinnert - schick!Grafisch findet Wolfenstein seinen eigenen Stil, der ein wenig an Dishonored erinnert - schick!

Neben der "altmodischen" Heilungsart gibt es für Blazcovisz keine Waffen-Begrenzung im Inventar. Dutzende Knarren, Heilpakete und geradlinige, kompromisslose Action. "So soll ein Shooter sein", schreit sicher der ein oder andere Nostalgiker.

Das alles heißt aber nicht, dass The New Order angestaubt ist. Im Gegenteil: Schicke Effekte wie Rauch und Feuer, satte Waffentöne und eine Spielgrafik auf der Höhe der Zeit machen das Spiel zu einem Hingucker und -hörer. Ordentlich was unter der Haube - eben wie ein amerikanisches "Muscle Car".

Fakten:

  • neuester Teil der Wolfenstein-Serie
  • altbekannter Held B.J. Blazkovicz wieder die Hauptfigur
  • kämpft gegen Nationalsozialisten, die in alternativer Realität den zweiten Weltkrieg gewonnen haben
  • Nazis rücken Blazkovicz mit Kampfrobotern und Technik im "Steampunk"-Stil zu Leibe
  • kompromissloser Shooter ohne viel Schnickschnack
  • Blazkovicz heilt sich nur teilweise selbst, muss Erste-Hilfe-Pakete sammeln
  • kann beliebig viele Waffen mitführen
  • Laserschneider als Werkzeug und Waffe nutzbar
  • erscheint voraussichtlich Ende 2013
  • kommt für PC, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360 und Xbox One

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Meinung von Joachim Hesse

Nachdem ich Wolfenstein auf der E3 ausführlich anspielen konnte, bin ich erstaunt, welch bedrückende Atmosphäre der Shooter aufbaut. Das liegt definitiv auch an der Wahl der Sprecher. Bethesda lässt die Rollen in ihren Originalsprachen einsprechen, versieht also auch im Ausland etwa Deutsch nur mit englischen Untertiteln. Und da sind offensichtlich Muttersprachler am Werk, die Dialoge klingen also nicht aufgesetzt oder albern. Wenn Spielheld B.J. Blazkowicz in einem Zug voller Feinde auf Frau Engel trefft und sie schrill "Lassen sie sich ansehen. Ja, sehr schön, arische Züge. Findest du nicht auch, Bubi?" krächzt, läuft es mir kalt den Rücken herunter. Diese Handlungssequenzen sind dennoch nur der Zuckerguss. Der Kern des Spiels bleibt, sich durch die feindlichen Linien zu ballern. Schnörkel- und kompromisslos.

Doch auch bei den Waffen spielt die Geräuschkulisse eine Hauptrolle. Die Soundeffekte verstärken das Gesamtbild. Jede Waffe vermittelt ein Gefühl für den Schaden, den sie bei eurem Gegenüber anrichtet: Mit zwei Maschinengewehren im Stil von Chuck Norris durch die Gegner zu mähen - unbezahlbar. Und Durchschlagskraft ist nötig. In meiner Probepartie hat B.J. oft den Löffel abgegeben. Wolfenstein ist definitiv kein Kindergeburtstag. Ich bin an einer Stelle etwa zunächst in einen Raum gerannt, in dem ein Rollgitter hochfährt und ein großer Mech-Gegner samt Fußvolk auf mich zustampft. Erst als ich geschnallt hatte, dass es nichts bringt, die Stellung zu halten und ich ein Stockwerk höher ein feststehendes Geschütz einnehmen kann, konnte ich die Übermacht bezwingen. Hilfen gibt einem das Spiel dabei nicht, ihr müsst es selbst herausfinden.

Meinung von David Dieckmann

Lecker! Wolfenstein - The New Order klingt wieder mal nach einem Shooter, der meinen Geschmack voll trifft. Das düster-derbe Szenario, die schicke Technik und die kompromisslose Action lassen mich sogar auf mein persönliches Top-Spiel 2013 hoffen.

Allerdings bleibt auch genug Raum für Zweifel. Was bislang zu sehen war, klingt nach guter, wenn auch altbekannter Shooter-Kost. Ich hoffe, dass das Spiel es dennoch schafft, einen bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen. Aber warten wir erstmal ab, wie die finale Fassung von The New Order aussieht. Bislang bin ich jedenfalls zuversichtlich!

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