Test Time and Eternity: Konkurrenz für Ni no Kuni?

von Thomas Nickel (28. Juni 2013)

In Time and Eternity sieht Toki nicht nur rot, sondern auch blond. Warum? Weil ihr Ehemann in spe vor dem Traualtar einem Mord zum Opfer fällt und sie gewissermaßen schizophren ist. Noch Fragen?

Im Kampf setzt Toki auf Schusswaffen.Im Kampf setzt Toki auf Schusswaffen.

Um ihren ermordeten Fast-Ehemann zu retten, reisen Toki und ihre andere, rabiatere Persönlichkeit, die blonde Towa, sechs Monate in die Vergangenheit, um einem fatalen Komplott auf die Spur zu kommen. Doch ganz tot ist der blauhaarige Zack nicht. Sein Geist befindet sich jetzt in Tokis Mini-Hausdrachen Drake, der sie auf ihrem Abenteuer begleitet.

Ihr erforscht das Reich Kamza und die umliegenden Gebiete, löst jede Menge kleine Nebenaufgaben und besiegt Gegner um Gegner im Kampf - was ihr bei einem Rollenspiel japanischer Machart eben so tut.

Aber Time and Eternity hebt sich dann doch in mancherlei Hinsicht von seinen Konkurrenten ab.

Anime vor Polygonen

Am auffälligsten ist da natürlich die Grafik. Wo Ni no Kuni - Der Fluch der weißen Königin versucht hat, den Zeichenstil von Studio Ghibli mit 3D-Objekten einzufangen, da verzichtet Time and Eternity bei Helden, Passanten und Monstern ganz auf Polygone und Texturen.

Gerne ratscht Toki mit den Freundinnen.Gerne ratscht Toki mit den Freundinnen.

Toki, Towa und Co. sind wie in einem klassischen Anime von Hand gezeichnet und animiert. Meist wirkt das auch sehr lebendig und sauber, nur manche Übergänge zwischen Bewegungen sind etwas holprig. Und wenn ihr loslauft, scheint eure Figur immer erst für einen Moment über den Boden zu gleiten.

So bewegt sich die Heldin durch eine dreidimensionale Welt. Der Effekt ist anfangs etwas befremdlich und gewöhnungsbedürftig, aber bald habt ihr euch an die ungewohnte Grafik-Kombination gewöhnt und die kleinen Unsauberkeiten fallen nur noch selten auf.

Gewehr gegen Monster

Monster greifen Toki oder Towa zufällig, aber zum Glück nicht allzu häufig an. Die Kämpfe finden in Echtzeit statt. Mit der Kreistaste greift ihr an, per Dreieckstaste setzt ihr Spezialmanöver ein und mit dem Analogstick weicht ihr gegnerischen Angriffen aus oder geht in den Nahkampf.

Die Mischung aus 2D und 3D ist sehr interessant.Die Mischung aus 2D und 3D ist sehr interessant.

Dabei achtet ihr am besten darauf, wen ihr gerade spielt: Toki kämpft am effektivsten mit dem Gewehr aus sicherer Entfernung, Towa ist hingegen eine Expertin im Nahkampf.

Das System funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit recht gut und erinnert ein klein wenig an die Kämpfe aus Marios zahlreichen Rollenspiel-Abenteuern. Mit vielen verschiedenen Manövern und Talenten ist einiges an strategischem Potenzial vorhanden, aber nur mit der richtigen Portion Fingerfertigkeit kämpft ihr wirklich effektiv.

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