Was leisten die neuen Android-Konsolen? - JXD S7300 und Yinlips YDPG18, Fazit

(Special)

JXD S7300

JXD ist ein Hersteller aus Hongkong, der sich auf mobile Android-Konsolen spezialisiert hat. Satte zehn Stück hat die Firma mittlerweile im Angebot, die teils gewöhnlichen Tablets gleichen, teils frappierend an Sonys PlayStation Vita erinnern. Tatsächlich verwendet der Hersteller nach eigenen Angaben bei einigen Modellen sogar die gleichen Komponenten wie Sony.

JXD S7300: Android-Konsole mit Emulatoren.JXD S7300: Android-Konsole mit Emulatoren.

Aktuelles Spitzenmodell ist das S7300, das dem Archos Gamepad beinahe bis aufs Haar gleicht, bis hin zur Ausstattung: Dual-Core A9 mit 1,5 Gigahertz, 1 Gigabyte RAM, 8 Gigabyte Speicherplatz und ein mit 1.024 x 600 Pixeln zu niedrig aufgelöster 7-Zoll-Bildschirm.

Genau wie beim Archos Gamepad lassen sich auch die seitlichen Bedientasten des JXD S7300 über eine App mit Kommandos verknüpfen, sofern das Spiel nicht eigenständig das sogenannte "Button-Mapping" unterstützt.

Eine Besonderheit: Das Hongkong-Tablet kommt bei der Auslieferung bereits mit diversen Emulatoren für PlayStation 1, Neo-Geo, N64, GameBoy Advance und andere Retro-Konsolen. Dass ihr diese kaum auf legalem Weg nutzen könnt, sei mal dahingestellt.

Das S7300 ist hierzulande nicht ganz einfach zu bekommen, allerdings bei diversen Importhändlern für knapp über 100 Euro zu finden.

Yinlips YDPG18

Ebenfalls aus dem fernen China stammt das seit einigen Monaten erhältliche Yinlips YDPG18 (Achtung, Internetseite auf Chinesisch). Wie JXD hat sich Yinlips offensichtlich vom Design der PSP inspirieren lassen. Im Vergleich zum JXD S7300 wirkt die Ausstattung des Yinlips YDGP18 allerdings etwas veraltet.

Yinlips YDPG18: Android für unterwegs.Yinlips YDPG18: Android für unterwegs.

Ein Dual-Core A9 mit 1.2 Gigahertz, 512 Megabyte RAM und 8 Gigabyte Speicherplatz sind einigermaßen in Ordnung, aber der Bildschirm ist selbst für die geringe Diagonale von 5 Zoll (knapp 13 Zentimeter) mit 800 x 480 Bildpunkten zu niedrig aufgelöst. Obendrein kommt das veraltete Android 2.3 zum Einsatz.

Allein der Preis von je nach Händler unter 100 Dollar (77 Euro) und die installierten Emulatoren machen das Yinlips YDPG18 für Sparfüchse interessant. Wer sich bei Import-Spezialisten wie Willgoo umsieht, entdeckt noch zahlreiche ähnliche Android-Klone mit vergleichbarer Ausstattung.

Meinung von Rüdiger Steidle

Zusammengefasst lässt sich feststellen, dass Android und iOS (iPhone, iPad) zumindest im Mobilbereich die traditionellen Konsolenhersteller Nintendo und Sony längst überholt haben, was Verbreitung und Umsatz anbelangt.

Ob Android auch im Wohnzimmer zum Siegeszug antritt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Zumindest haben Google-Geräte gute Chancen, zur echten Alternative zu Xbox One und Playstation 4 zu werden, vor allem weil die günstigen Preise die Android-Konsolen so attraktiv machen.

Obwohl das Android-Betriebssystem ursprünglich primär für mobile Endgeräte gedacht ist, sehen viele die Zukunft der stationären Konsolen rosiger als die der tragbaren Spiele-Tablets. Zum Zocken unterwegs dürfte den meisten Spielern ihr Smartphone oder ihr "normales" Tablet genügen. Aber eine Android-Box am Fernseher als Medienspeicher und Spielstation - das hat schon seinen Reiz.

Tags: Hardware  

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