Vorschau Call of Duty Ghosts: Wenig Neues an der Shooter-Front

von Thomas Stuchlik (19. Juni 2013)

Call of Duty Ghosts kommt auf den Hund: In Los Angeles enthüllt Activision neue Spielabschnitte sowie eine vierbeinige Überraschung.

Eine neue Bedrohung, eine neue Spezialeinheit: Willkommen bei den Ghosts!Eine neue Bedrohung, eine neue Spezialeinheit: Willkommen bei den Ghosts!

Nach der ersten Spielpremiere im Mai (spieletipps berichtete) zeigen Activision endlich neues Material aus ihrem kommenden Baller-Epos Call of Duty - Ghosts. Hinter den verschlossenen Türen der Messe konnte spieletipps einen tiefen Blick auf drei Szenarios der Einzelspielerkampagne werfen.

Die Weltmacht der Vereinigten Staaten von Amerika steht auf wackligen Beinen, denn in naher Zukunft reißt ein fataler Terrorangriff das Land in den Abgrund. Nur mühsam rappelt sich die Nation wieder auf und schlägt zehn Jahre später zurück. Die namensgebende Ghost-Einheit geht den Drahtziehern auf den Grund und nutzt ihre Außenseiterrolle für verdeckte Einsätze weltweit.

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Neue Bilder zu Call of Duty - Ghosts

Trotz aufgefrischter Geschichte klingt alles nach dem alten Strickmuster der Serie. Allerdings ist anfangs noch unklar, wer der eigentliche Feind ist. Auch die beiden spielbaren Helden stoßen erst im Laufe der Kampagne auf den legendären Ghost-Trupp. So startet ihr mit vielen Fragezeichen im Hinterkopf in die Einsätze.

Amerika steht am Abgrund

Die neu gezeigte Mission "No Mans Land" (Niemandsland) führt euch ins verwilderte Umland von San Diego. Hier schleicht ihr mit eurem Partner durchs tiefe Gras und umgeht patrouillierende Wachen. Schon beim ersten Feindkontakt kommt die größte Innovation ins Spiel, denn erstmals steht euch ein tierischer Begleiter zur Seite.

Vor den Abgründen San Diegos schleicht ihr mit Hund durchs Unterholz.Vor den Abgründen San Diegos schleicht ihr mit Hund durchs Unterholz.

Hund "Riley" hört aufs Wort und attackiert umgehend die ahnungslosen Wachen. Das verschafft euch Zeit für den tödlichen Schuss durchs Zielfernrohr. Langsam pirscht ihr euch weiter durch die Dschungellandschaft und gelangt an einen Abgrund, an dem ein steiniger Pfad entlangführt.

San Diego liegt in Trümmern und ist von Erdspalten halb verschluckt. Ständige Erdbeben erschüttern die Gegend noch immer und reißen sogleich eine Kirche vor euren Augen in den Abgrund. Schließlich gelangt ihr an eine scheinbar verlassene Häuserruine. Doch weit gefehlt, denn Wachen in Schutzanzügen durchkämmen die nähere Gegend.

Spielhilfe auf vier Beinen

Auch an dieser Stelle kommt der treue Schäferhund ins Spiel. Dieser ist nicht nur mit Kamera auf dem Rücken ausgestattet, sondern lässt sich auch mittels Sprachkommando oder direkt steuern. So kundschaftet ihr unauffällig die Gegend aus. Und nicht nur das: Durch Bellen lenkt Riley Gegner ab, damit ihr sie hinterrücks zur Strecke bringt.

Schäferhund Riley verfügt über Kameras und lässt sich aus der Ferne "steuern".Schäferhund Riley verfügt über Kameras und lässt sich aus der Ferne "steuern".

Schließlich stürmt der Wau-Wau auch durchs Fenster einer Wachstation und scheucht die schreckhaften Wachen zur Flucht aus der Eingangstür. Dumm für diese, dass ihr draußen schon auf der Lauer liegt und sie in Zeitlupe nacheinander erledigt. Leichtes Kanonenfutter!

Im Gegensatz zu allen anderen profillosen Darstellern hat der Vierbeiner spätestens hier die Herzen der Spieler erobert. Die Idee mit Riley stammt übrigens nicht vom Entwickler Infinity Ward selbst, sondern vom amerikanischen Militär. Denn dieses setzt seit Jahrzehnten gut gedrillte Hunde für Kriegseinsätze ein.

Neue Technik ohne Finesse

Die Macher von Infinity Ward setzen in Call of Duty Ghosts auf ein neues Grafikgerüst, das die veraltete Optik der letzten Teile von Call of Duty - Modern Warfare 3 bis Call of Duty - Black Ops 2 endlich vergessen macht.

Vor allem in der Wildnis kann die neue Grafiktechnik mit Lichteinfall und rauen Oberflächen punkten.Vor allem in der Wildnis kann die neue Grafiktechnik mit Lichteinfall und rauen Oberflächen punkten.

Hübsche Baumlandschaften, reißende Flussläufe und neblige Umgebungen kommen endlich plastischer herüber. Bekannte Rendertechniken wie das sogenannte "Displacement Mapping" sorgen beispielsweise für raue Texturoberflächen.

Doch trotz neuem Grafikgerüst wirkt alles irgendwie vertraut. Die gezeigten Techniken und Effekte kennt ihr aus anderen Ego-Shootern zur Genüge. Und optisch wirkt Ghosts zu keiner Zeit so überzeugend wie Battlefield 4. Es fehlt einfach der Wow-Effekt. Lediglich der treue Hund Riley bildet hier eine willkommene Abwechslung, auch grafisch.

Und Konkurrent Electronic Arts schläft nicht, denn das bisherige Alleinstellungsmerkmal von Call of Duty - flüssige 60 Bilder pro Sekunde - hat nun auch das kommende Battlefield zu bieten. Trotz erheblich verbesserter Optik tut sich Infinity Ward schwer, beim grafischen Niveau mitzuhalten. Zumindest bisher.

Ab in den Großstadtdschungel

Das zweite gezeigte Szenario "Federation Day" führt euch nach Caracas im südamerikanischen Venezuela. In der hochmodernen Metropole sollt ihr wieder einmal unbemerkt ans Ziel gelangen. Zunächst seilt ihr euch in schwindelerregender Höhe von einem Wolkenkratzer zum Dach eines anderen ab.

Kopfüber seilt ihr euch an der Hausfront in die Tiefe ab.Kopfüber seilt ihr euch an der Hausfront in die Tiefe ab.

Von hier aus geht es senkrecht in die Tiefe, denn per Seil hangelt ihr euch an der spiegelnden Glasfront herab. Mit gezielten Kopfschüssen eliminiert ihr die Wachen drinnen, bevor ihr per Laserschneider das Glas zerschneidet und das Gebäude betretet. Flugs geht es in die Rechenzentrale, in der ihr einen Computer manipuliert, um den Strom auszuknipsen. Auftrag ausgeführt!

Nur für Schwindelfreie: Senkrecht in die Tiefe seilt ihr euch weiter an der Hausfront gen Boden ab, während sich der Strom in der gesamten Umgebung abschaltet. Die schicke Inszenierung findet später übrigens einen weiteren Höhepunkt, als das Hochhaus zusammenkracht und ihr wehrlos in die Tiefe rutscht.

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