Test

Warcraft 3

In "Warcraft 2" behielt die Allianz aus Menschen, Zwergen und Elfen nach einer erbitterten Schlacht die Oberhand. Am Schluss des Spieles wurde das dunkle Tor zerstört, durch das die Orks in die friedlichen Reiche Azeroth und Lordaeron eindrangen. Nach sechs langen Jahren des Wartens steht mit "Warcraft 3" nun der Nachfolger des beliebten Spiels in den Händlerregalen. In unserem Test erfahrt ihr, ob er an den Erfolg des beliebten Vorgängers anknüpfen kann. Von Gerd Schüle

12. Aug 2002

Eine spannende Story

Jaina, eine weitere Heldin der Menschen

"Warcraft 3" hat vier spannende Kampagnen mit vier unterschiedlichen Völkern zu bieten. Weil die vier Abschnitte aber anhand einer durchgehenden Story vorrangetrieben werden, hat man als Spieler keine freie Auswahl, sondern man muss die Kampagnen in der vorgegebenen Reihenfolge durchspielen. Dafür wird man mit einer sehr spannenden Geschichte entschädigt, die anhand von hervorragenden und häufig auftretenden Zwischensequenzen weiter erzählt wird. Nachdem man in den zwei Missionen des Tutorials die Abreise der Orks nach Kalimdor spielerisch erlebt, beginnt die eigentliche Geschichte auf der Seite der Menschen. Ein Prophet warnt die Menschen vor einem großen Unheil, das sich in Lordaeron ausbreiten wird und fordert sie auf, wie die Orks nach Kalimdor aus zu wandern. Im Gegensatz zu den Orks vertrauen die Menschen dem Propheten nicht. Als Spieler bekämpft man in der Rolle des Königssohns und Paladin Arthas dann eine schreckliche Seuche, allerdings ohne eine Chance auf ein Happy End.

Eine gelungene Mischung

Der Königssohn Arthas

Ursprünglich sollte "Warcraft 3" eine Genre-Revolution auslösen, indem es die beiden Spielarten Echtzeitstrategie und Rollenspiel miteinander vereinigt. Soweit kam es zwar nun doch nicht, aber trotzdem haben es die Entwickler von Blizzard geschafft, das klassische Spielprinzip des Echtzeitgenres mit einigen Rollenspielelementen aufzupeppen. Das Ressourcen-System wurde wohltuend entschlackt. Es gibt nur noch die zwei Rohstoffe Gold und Holz. Dadurch hat man im Handumdrehen eine funktionierende Basis errichtet, die nach wie vor die notwendige Grundlage für die meisten Missionen ist. Sobald man eine schlagkräftige Armee zusammengestellt hat, kann es dem Feind an den Kragen gehen. Die Hauptaufträge des Spieles weichen glücklicherweise sehr stark von dem langweiligen Plattmachen des Feindes ab. Die äußerst abwechslungsreichen Missionen reichen von Erkundungsaufträgen über Verteidigungsaufgaben und dem Bewachen von Karawanen bis zur Suche eines Artefakts oder dem Versenken von Schiffen.

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