Vorschau Castlevania - Lords of Shadow 2 - Morbide Schönheit des Verfalls

Die Schönheit des Verfalls

Wem der stimmungsvolle Grafikstil der neu auferstandenen Saga im ersten Teil zusagt, dessen Auge wird auch in Castlevania – Lords of Shadow 2 nicht beleidigt sein.

Schaurige Schönheiten warten in den GemäuernSchaurige Schönheiten warten in den Gemäuern

Die bombastischen, gotischen Gemäuer weisen viele Details auf: Nicht nur der Hauptdarsteller zeigt sich von seiner dunkelsten Seite, auch das Ambiente macht gekonnt Gebrauch von unstet flackernden Fackeln, die unheimliche Schatten an die kalten Mauern des Schlosses malen und silberfarbenem Mondlicht, das sich auf Draculas bleicher Haut bricht.

Kurzum: Wer den Mut aufbringt, sich in die Domäne des Vampirfürsten zu wagen, sollte darauf gefasst sein, eine gefahrvolle Reise durch ein von aller Hoffnung verlassenes Reich auf sich zu nehmen.

Doch es gibt Dinge, die ungesehen bleiben sollen und die nur für das Ohr bestimmt sind. Óscar Araujo, der Komponist des Soundtracks, hat offenbar das gesamte Klangbild des Orchesters an die gefährliche und dunkle Atmosphäre der Umgebung angepasst.

Heroische Themen und schmeichelnde, beinahe Trost vermittelnde Musikstücke, wie man sie aus dem Vorgänger kennt, machen Platz für ein wesentlich aggressiveres und herausfordernderes Klangerlebnis. Treibende klassische Musik untermalt die Schlacht um Blut und ewiges Leben. Die actionreichen Kämpfe gewinnen durch die kraftvollen Kompositionen ungemein, beim Erforschen des düsteren Schlosses watet der Spieler ständig knietief durch einen Unheil verheißenden Klangsumpf.

Rüstung splittert, Fleisch zerreißt

Als wäre der Dunkle Fürst der Finsternis nicht bereits machtvoll genug, ihm steht auch noch ein Arsenal von unheiligen Waffen zur Verfügung.

Auch diese Rüstung wird fallen.Auch diese Rüstung wird fallen.

An vorderster Front steht natürlich – dem Vermächtnis der Serie entsprechend – eine Peitsche. In diesem Fall handelt es sich jedoch nicht um die heilige Waffe eines Vampirjägers sondern um die tödliche Blutpeitsche. Mit ihrer Hilfe lassen sich großflächige Angriffe ausführen und ganze Heerscharen von Gegnern in Schach halten.

Wenn Dracula etwas persönlicher wird und sich auf einen Gegner konzentriert, kommt das bislang „Void Sword“ genannte Schwert zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Klinge, die von einem gleißenden Licht erfüllt ist und dem Gegner Lebensenergie entzieht, die Dracula im Gegenzug heilt. Eine vampirische Waffe in den Händen eines Vampir-Lords bedeutet nichts Gutes für all jene, die dumm genug sind, sich in den Weg des Schlossherren zu stellen.

Doch damit nicht genug! Besiegte Gegner, die zuvor gekonnt zur Ader gelassen wurden, tränken das Schlachtfeld mit ihrem vergossenen Blut. Und jenes Blut ist für ein sinisteres Wesen der Nacht eine ebenso willkommene Nahrungsquelle wie für seine nicht minder sinistere Waffe. Labt sich die Klinge am Lebenssaft unglücklicher Widersacher, gewinnt sie an Kraft und wird graduell stärker.

Der Entwickler verspricht noch mehr Waffen, die Dracula auf seinem schrecklichen Weg zur Verfügung stehen werden. Doch sollen diese noch ein Weilchen geheim bleiben.

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Tags: Singleplayer   Fantasy  

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