Test Grim Fandango

von Thorsten Rühl (21. November 1998)

LucasArts (Maniac Mansion, **Day of the Tentacle, Monkey Island) hat den Ruf, immer sehr gute Spiele auf den Markt zu bringen. Ob LucasArts seinem Ruf mit Grim Fandango gerecht wird, kannst Du in diesem Review nachlesen!**

In Grim Fandango übernimmt man die Rolle von Manny Calavera. Manny ist tot und arbeitet bei der Dienststelle organisierter Diplomsenser (DoD) im Land der Toten. Sein Job ist es, aus dem Land der Lebenden neue Seelen ins Land der Toten zu befördern und diesen Reisen zu verkaufen. Diese Reise durch die Unterwelt muß jede neue Seele auf sich nehmen, bevor sie den Ort der ewigen Ruhe erreichen kann.

In welcher Form eine Seele diese Reise antreten kann, hängt von den Grabbeigaben der Trauernden ab. Für die Reise mit dem Schnellzug ist eine Menge Geld notwendig, was sich leider nicht jeder Tote leisten kann. Manny arbeitet auf Provisionbasis bei DoD und bekommt seltsamerweise in letzter Zeit nur Seelen, die nicht vermögend sind. Ein anderer Mitarbeiter bekommt dafür nur die guten Aufträge, es sieht ganz nach einer Verschwörung aus. Grim Fandango umfasst vier Kapitel, wobei jedes Kapitel ein Jahr umfasst. So beginnt das Abenteuer in El Marrow, dem Portal ins Reich der Toten.

Die Rätsel in Grim Fandango sind teilweise schwer zu lösen, oftmals hilft nur knobeln weiter. Sehr wichtig ist es, die Dialoge zwischen den ca. 50 verschiedenen Charakteren zu verfolgen. Um Manny durch die über 100 verschiedenen Locations zu steuern, hat LucasArts eine neue Steuerung entwickelt und sich von dem SCUMM-Interface verabschiedet. Die wichtigste Neuerung besteht in der Steuerung über Tastatur oder Joystick, mit der Maus kann man nicht durchs Land der Toten reisen (ähnlich Monkey Island 4 - Flucht von Monkey Island). Dies hört sich etwas ungewohnt an, aber die Steuerung über die Cursertasten ist schnell gelernt und bequem. In bisherigen Adventures konnte man meistens dem Mauszeiger ansehen, ob man mit einem Gegenstand etwas machen kann. Bei Grim Fandango senkt Manny den Kopf, wenn er einen Gegenstand entdeckt hat, mit dem er etwas anfangen kann.

Die Grafik von Grim Fandango ist sehr abwechslungsreich gestaltet, die Zwischensequenzen sind sehr gut gelungen. Die Musik reicht - je nach Situation - von Jazz bis hin zu Folklore. Für die deutsche Sprachausgabe konnte Tommi Piper gewonnen werden, der seine Stimme bereits für Alf und "Wer ist hier der Bos?" hergegeben hat.

Grim Fandango setzt die erfolgreiche Reihe der LucasArts-Adventures (Indiana Jones 4 - Fate of Atlantis, Monkey Island) fort und ist jedem zu empfehlen, der gerne Adventures spielt.

90

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Tags: Singleplayer  

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