Free 2 Play - Licht- und Schattenseiten des Bezahlmodells - Wie bindet man Spieler langfristig in einem Free2Play-Spiel?

(Special)

Teil 2 des Interviews mit Andreas Weidenhaupt (Infernum Productions AG)

Du nanntest bereits den Vorteil von "Free 2 play", das Spiel völlig kostenlos und unverbindlich anspielen zu können. Man liest aber auch häufig, dass nur wenige Spieler, die sich ein "Free 2 play"-Spiel anschauen, mehr als einen Tag dort verbringen und noch weniger lassen tatsächlich Geld im Spiel. Wie sind eure bisherigen Erfahrungen? Was muss ein "Free 2 play"-Spiel eurer Meinung nach liefern, damit möglichst viele Spieler möglichst langfristig einem Spiel treu bleiben?

Weidenhaupt: Ja, das stimmt, es kommen Tausende von Spielern ins Spiel, aber nicht alle bleiben, das ist ganz normal. Viele bleiben, aber bezahlen niemals etwas und das ist auch richtig so. Schließlich reden wir von einem "Free 2 play"-Spiel, also kalkuliert man von Beginn an damit.

Denn auch die, ich nenne sie mal „Kostenlos-Spieler“, bringen eine Menge: Sie verbessern das Spielerlebnis aller, denn eine gut bevölkerte Welt zu bereisen, macht mehr Spaß. Zudem finden und melden sie Fehler und tragen dazu bei, dass wir das Spiel besser analysieren können.

Viele "Free 2 play"-Spieler zahlen zwar keinen Cent, aber da sie die Welt mit Leben füllen, sind sie dennoch ungeheuer wichtig für die Hersteller.Viele "Free 2 play"-Spieler zahlen zwar keinen Cent, aber da sie die Welt mit Leben füllen, sind sie dennoch ungeheuer wichtig für die Hersteller.

Mehr Spieler bedeuten immer mehr Daten, mit denen man etwa sehen kann, wo der Level-Prozess zu lange dauert oder welche Fähigkeiten zu viel Schaden anrichten und so weiter. Das ist gerade jetzt bei Dragon’s Prophet in der offenen Testphase sehr wichtig, schließlich soll das Spiel zum Veröffentlichungstermin im September richtig gut, rund und komplett sein.

Von den Spielern, die Geld in "Free 2 play"-Spiele investieren, geben die meisten nur kleine Beträge aus, gleichzeitig gibt es aber auch einige wenige, die sehr viel Geld ins Spiel stecken. Welche Zielgruppe ist für euch als Hersteller interessanter?

Weidenhaupt: Wir wollen die Passion der Spieler wecken, indem wir ihnen ein qualitativ hochwertiges Spielerlebnis bieten. Ich würde zum Beispiel im Kino für Filme wie die Herr-der-Ringe-Trilogie noch deutlich mehr ausgeben, einen Uwe-Boll-Film hingegen würde ich mir nicht mal umsonst angucken.

Würdet ihr euch Far Cry umsonst anschauen? Andreas Weidenhaupt nicht.Würdet ihr euch Far Cry umsonst anschauen? Andreas Weidenhaupt nicht.

Wenn wir es also schaffen, unsere Spieler zu begeistern, sind sie sicher auch bereit, Geld für unsere Spiele auszugeben – wie man es eben mit einem lieb gewonnenen Steckenpferd tut.

Und aus Unternehmenssicht hoffen wir natürlich, dass möglichst viele aktive und zufriedene Spieler auch zu zahlenden Kunden werden. Wie viel dann letztendlich jeder ausgibt, soll er oder sie selbst entscheiden.

Dieses Video zu Dragons Prophet schon gesehen?

Weiter mit: Die Vorzüge von Dragon´s Prophet

Tags: Free 2 play  

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