Free 2 Play - Licht- und Schattenseiten des Bezahlmodells - Wie erfolgreich ist Free2Play?

(Special)

Spielewährung vs. Echtgeldkäufe

Im virtuellen Laden eines "Free 2 play"-Spiels sind die Preise nicht in Euro angegeben. Stattdessen findet ihr dort Spielewährungen wie Gold, Turbine-Punkte oder Platinum. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen könnt ihr euch bei vielen "Free 2 play"-Ablegern die jeweilige Währung durch eure Taten im Spiel verdienen und müsst diese nicht zwingend per Echtgeldkauf erwerben.

Viele "Free 2 play"-Spiele setzen auf eigene Währungen wie Kartellmünzen oder Turbine-Punkte.Viele "Free 2 play"-Spiele setzen auf eigene Währungen wie Kartellmünzen oder Turbine-Punkte.

In Herr der Ringe Online stehen euch zum Beispiel anfangs nur in bestimmten Zonen Aufträge zur Verfügung. Wenn ihr die Missionen in einem Gebiet erledigt, erhaltet ihr Turbine-Punkte, mit denen ihr Aufgaben für die nächste Zone freischaltet.

Zum zweiten sinkt die Hemmschwelle des Kaufs, wenn der Spieler nicht genau weiß, wie viel Euro er für ein neues Reittier, Erfahrungstränke oder eine neue Kopfbedeckung ausgibt. Wer sich die Spielwährung erspielen will, muss in "Free 2 play"-Spielen häufig sehr viel Geduld mitbringen, statt Geld kostet euch das Spiel dann nämlich unglaublich viel Zeit.

Wie erfolgreich ist dieses Modell?

In Deutschland erzielte die Spielebranche nach Angaben des Bundesverbands Interaktive Unterhaltungssoftware (kurz BIU) 2010 mit virtuellen Gütern einen Umsatz von 137 Millionen Euro, ein Jahr später stieg dieser Wert auf 233 Millionen Euro und auch 2012 setzte sich dieser Trend fort: Im ersten Halbjahr 2012 gaben deutsche Spieler über 145 Millionen Euro für virtuelle Güter aus.

Gleichzeitig sank von Jahr zu Jahr der Umsatz durch Abonnementgebühren von Online-Spielen, woraus sich schließen lässt, dass Spieler immer seltener dazu bereit sind, fixe Monatskosten zu zahlen und stattdessen lieber gezielt kostenpflichtige Inhalte erwerben.

Beliebt wie nie zuvor

Auch die reinen Spielerzahlen von "Free 2 play"-Spielen lesen sich nicht schlecht. Laut einer Studie des Forschungsinstituts DFC Intelligence verbrachten Spieler zwischen Juli 2011 und Juni 2012 fast 1,3 Milliarden Spielstunden im kostenlosen League of Legends. 2012 waren über 70 Millionen Menschen im Spiel registriert, über 35 Millionen davon spielen es aktiv.

World of Tanks gehört zu den aktuell erfolgreichsten "Free 2 play"-Spielen.World of Tanks gehört zu den aktuell erfolgreichsten "Free 2 play"-Spielen.

Sehr erfolgreich ist auch World of Tanks. Für das Panzer-Spektakel registrierten sich bisher über 60 Millionen Spieler, zudem besitzt das Spiel einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für die meisten zur gleichen Zeit auf einem Server anwesenden Spieler: Am 21. Januar 2013 balgten sich 190.541 Spieler gleichzeitig auf einem Server.

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Weiter mit: Immer mehr Konkurrenz im Free2Play-Sektor

Tags: Free 2 play  

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