Free 2 Play - Licht- und Schattenseiten des Bezahlmodells - Balance zwischen "Big Spendern" und "Nicht-Zahlern"

(Special)

Die Balance finden

Dennoch müssen die Unternehmen hinter einem "Free 2 play"-Spiel Geld verdienen und dafür im optimalen Fall die Balance zwischen hohen Umsatzzahlen und einem fairen Bezahlmodell finden. Das ist gar nicht so einfach, da viele Spieler unter einem fairen Monetarisierungsmodell verstehen, dass alle Inhalte kostenlos sind - in der Umfrage von projekt vrtcl nannten immerhin 52,4 Prozent aller Befragten diese Antwortmöglichkeit.

Einige Spieler stecken in "Free 2 play"-Spiele wie Runes of Magic Hunderte von Euro.Einige Spieler stecken in "Free 2 play"-Spiele wie Runes of Magic Hunderte von Euro.

Und tatsächlich: Nur die wenigsten aktiven Spieler eines kostenlosen Online-Spiels geben wirklich Geld aus, etwa zehn Prozent im Durchschnitt, bei erfolgreichen Spielen wie World of Tanks geht der Anteil auf etwa 25 Prozent hoch.

Diese Zahlen finden sich auch in der Umfrage wieder. Projekt vrtcl befragte 176 Teilnehmer nach der Häufigkeit der Ausgaben für virtuelle Inhalte:

99 hatten noch nie Geld ausgegeben, von den restlichen 77 kamen gerade einmal zehn Spieler auf einen monatlichen Geldbetrag, der über dem liegt, was heute ein Vollpreisspiel im Laden kostet. Diese sogenannten "Big Spender" investierten hohe dreistellige, teilweise sogar vierstellige Beträge in Spiele wie Runes of Magic, World of Tanks oder Wolf Team.

Die Masse macht es

Wenn nur ein kleiner Teil der Spieler Geld in ein "Free 2 play"-Spiel steckt, dann gilt es, möglichst viele Spieler dazu zu bewegen, das eigene Spiel auszuprobieren und im besten Fall nicht mehr abzuhauen. Eine größtmögliche Zielgruppe erschließen sich die Hersteller aber nur, wenn das Spiel Einsteiger an die Hand nimmt und kurzweilige Unterhaltung bietet.

Farmville 1 und 2, My Free Farm, Farmerama - wenn ein Konzept im "Free 2 play"-Bereich funktioniert, wird es oft kopiert.Farmville 1 und 2, My Free Farm, Farmerama - wenn ein Konzept im "Free 2 play"-Bereich funktioniert, wird es oft kopiert.

Oftmals bleiben dabei Komplexität und Anspruch auf der Strecke. Hier ein bisschen klicken, dort stundenlang dasselbe machen. Und wenn eine neue Spielidee funktioniert, kopieren andere Hersteller sie, um auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. Doch wer braucht schon die fünfte Farmville-Adaption?

Die Kritik an der minderwertigen Qualität vieler Spiele im "Free 2 play"-Bereich lässt sich also nicht weg argumentieren. Immer mehr positive Gegenbeispiele wie die bereits genannten Planetside 2, Dota 2 oder League of Legends zeigen aber, dass kostenlos nicht zwingend auch billig bedeuten muss.

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Weiter mit: Nachteile von Free2Play für die Spieler

Tags: Free 2 play  

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