Die Ubisoft-Story: Von Zombies, Rayman und Assassinen - Ubisoft in Deutschland und Gefahr von EA

(Special)

Ubisofts anhaltender Erfolg führt damals zu zahlreichen Übernahmen und Aufkäufen von Entwicklungsstudios. Deutschland bildet da natürlich keine Ausnahme. 2001 übernimmt das französische Aktienunternehmen ein deutsches Urgestein der Videospiele: Blue Byte aus Mühlheim an der Ruhr. Bekannt ist Blue Byte vor allem durch die Siedler-Reihe, sowie die Rundenstrategiespiele aus dem Battle Isle-Universum.

Richtig bekannt ist Blue Byte durch Die Siedler 2 und seiner vom alten Rom inspirierten Grafik.Richtig bekannt ist Blue Byte durch Die Siedler 2 und seiner vom alten Rom inspirierten Grafik.

Mittlwerweile gehören Ubisoft aber nicht nur die Siedler-Serie, sondern seit 2007 auch die Anno-Spiele. In diesem Jahr kauft das Unternehmen den Hersteller Sunflowers, der bis dahin die Anno-Reihe vertrieben hatte.

Zusätzlich übernimmt Ubisoft im April 2013 die Macher von Anno 1602 bis Anno 2070, Related Designs. Während Blue Byte sich mittlerweile hauptsächlich um das Free-to-Play-Spiel Die Siedler Online kümmert, werkeln die Damen und Herren bei Related Designs fleißig am "Support" ihres neuesten Anno-Teils.

EA plant die Übernahme

Ubisoft läuft aber selbst einmal Gefahr, aufgekauft zu werden: "Jemand von EA rief mich an einem Sonntagabend an und sagte 'Wir haben gerade zwanzig Prozent eures Unternehmens gekauft und wollten euch nur Bescheid sagen, da das morgen öffentlich wird'", berichtet Yves Guillemot von seinem Telefonat Ende 2004. "Zuerst war es wie ein Damoklesschwert über unseren Köpfen."

Denn damit droht Ubisoft eine feindliche Übernahme - also der Aufkauf großer Aktienanteile ohne vorherige Absprache mit den Eigentümern eines Unternehmens. Auch Christine Burgess-Quémard hat diese Zeit erlebt: "Wir waren immer Stolz auf unsere Unabhängigkeit und haben [dafür] auch hart gekämpft. Und wir wollten unbedingt weiter kämpfen." Dies führte zu einer etwas konservativeren, weniger risikofreudigen Geschäftspraktik seitens Ubisoft. So verzichtet die Firma auf riskante Einkäufe und eröffnet keine Zweigstellen.

Das verwirrende an der Situation ist damals, dass EA eigentlich mit Activision fusionieren will. Deshalb überrascht der Kauf der Ubisoft-Aktien sogar ausgesprochene Branchen-Profis. Das Geschäft zwischen EA und Activision platzt übrigens. Später, 2008, schließen sich Activision und Blizzard zum heute größten Spielehersteller der Welt zusammen.

Allzu lange muss sich Ubisoft übrigens nicht vor EA fürchten. Nach sechs Jahren, in denen EA keinen Versuch unternimmt, seine Anteile auszubauen, verkaufen die Amerikaner ihre Aktien 2010 und Ubisoft bleibt weiter unabhängig.

Weiter mit: Starke Sprünge: Prince of Persia und Assassin's Creed, Liegt Ubisofts Zukunft auf der Leinwand?

Tags: Fantasy   Science-Fiction  

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