Test Payday 2 - Ohne Internet geht nichts

Ohne Internet geht nichts

Die spontan eintretende Spielablauf-Abwechslung durch einen Fehler des Quartetts macht mit menschlichen Mitspielern Laune. Ihr versucht das zu retten, was es zu retten gibt. Aber genau das bringt auf der anderen Seite das größte Problem von Payday 2 zum Vorschein: den Einzelspielermodus. Ohne die Unterstützung von Internet-Kollegen sieht es düster für euch aus.

Schwein gehabt: In skurrilen Missionen ballert ihr euch mit Stil durch Polizistenhorden - trägt doch jeder der vier Ganoven einen feinen Anzug.Schwein gehabt: In skurrilen Missionen ballert ihr euch mit Stil durch Polizistenhorden - trägt doch jeder der vier Ganoven einen feinen Anzug.

Lasst ihr eure Kameraden von der künstlichen Intelligenz steuern, sind sie nicht in der Lage eigenständig mit Objekten zu interagieren, Türen zu öffnen oder Geld zu tragen. So habt ihr keine Hilfe - und damit keine Chance auf Erfolg. Einen Nutzen haben sie aber dennoch: Sie sind teuer bezahlte Kugelfänge.

Eines sollte damit klar sein: Es handelt sich hier im Grunde genommen um einen Koop-Shooter, den es mit vier menschlichen Spielern zu absolvieren gilt. Nur dann geht das Versprechen auch auf: Einer für alle, alle für einen.

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Fakten:

  • unterhaltsame Spielidee
  • einsteigerfreundliche Einführung mit interaktiven Erklärungen
  • eingängige, direkte Steuerung
  • Grafik mit starken Schwankungen
  • hoher Schwierigkeitsgrad
  • motivierender Taktik-Ansatz
  • treibende Musik, wuchtige Geräuschkulisse
  • tiefgehendes Erfahrungspunkte-System
  • Einzelspielermodus nahezu unspielbar
  • bereits erhältlich für PC, PS3 und Xbox 360

Meinung von Jens-Magnus Krause

Das Spiel lässt mich zwiegespalten zurück. Payday 2 hat zwei Gesichter, von denen mich eines fasziniert und das andere gerne hinten raus hätte fallen können. Wenn ich gerade mit drei menschlichen Kollegen und meiner Clownsmaske in der Hand zu spannungsgeladener Musik mein nächstes Objekt auskundschafte, fühle ich mich wie im coolsten Ganoven-Film auf Erden. Danach die Maske auf und es beginnt ein Kampf gegen die Zeit, den eigenen ausgetüftelten Plan und die anrückenden Polizisten. Das fetzt!

Das andere Gesicht ist weniger ansehnlich. Wenn ich mit unterbelichteten KI-Helfern einen lebensgefährlichen Raubzug plane und durchführe, ist das ein verrücktes Unterfangen mit wenig Aussichten auf Erfolg - und noch weniger Aussichten auf Spielspaß.

Was bleibt, ist ein Spiel mit Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger, zum Beispiel durch seine erhöhte Einsteigerfreundlichkeit und den zumindest leicht heruntergeschraubten Schwierigkeitsgrad.

Gerne sehe ich über grafische Schwächen und den verbockten Einzelspielermodus hinweg, da ich gemeinsam mit Freunden, dem Erfahrungspunktesystem, einer erstklassigen Geräuschkulisse mit tollen Waffengeräuschen und unterschiedlichen Schauplätzen jede Menge Spaß bei Raubüberfällen hab. Spaß, den mir in der Form kein anderes Spiel liefern kann.

76

meint: Unterhaltsamer Action-Shooter mit Rollenspielelementen, der jedoch Schwächen im Einzelspielermodus und in der Grafik aufweist.

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Tags: Singleplayer  

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