Test Evolution GT

von Daniel Frick (29. Mai 2006)

Letzten Sommer sorgte das Rennspiel "SCAR" der italienischen Entwickler Milestone für frischen Wind in den Rennspielregalen. Mit etlichen frischen Ideen hatte das Spiel eine in Deutschland weitgehend unbekannte Alfa Romeo Rennserie zum Inhalt. Nun ist mit "Evolution GT" der inoffizielle Nachfolger erschienen. Zeit, wieder einmal das Lenkrad an den Schreibtisch zu schrauben.

Als Fahrer sammelt man Erfahrungspunkte wie in einem RollenspielAls Fahrer sammelt man Erfahrungspunkte wie in einem Rollenspiel

Rennspiel meets Rollenspiel

Rennspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, aber nur wenige Titel können sich mit guten Ideen oder brillanter technischer Umsetzung von der Masse absetzen. Die Jungs von Milestone haben die im erwähnten "SCAR" begründeten Ideen weiterentwickelt, allen voran der Rollenspielgedanke. Wo andere Spiele die Verbesserung im Spiel durch bessere Autos (erwerbbar durch Preisgelder) festmachen, setzt "Evolution GT" auf den Fahrer. Nach einem vorbildlichen Tutorial, durch das der italienische Rennfahrer Gabriele Tarquini leitet, wählt man einen Fahrer, der über verschiedene Stärken und Schwächen verfügt. Die insgesamt 9 Talentkategorien baut man im Laufe des Spiels konsequent anhand für geschickte Manöver vergebene Erfahrungspunkte aus und arbeitet sich so in der Karriereleiter empor. Zusätzlich gewinnt man Ausrüstung wie Helm oder Handschuhe, die auf bestimmte Fähigkeiten Boni bewirken. Die verbesserten Fähigkeiten machen sich im Spiel praktisch bemerkbar und verstärken so die Motivation. Das immer gleich bleibende Gegnerfeld verbessert sich parallel zu einem selbst und schafft so die Illusion, man fahre gegen echte Gegner.

35 Fahrzeuge stehen zur Auswahl35 Fahrzeuge stehen zur Auswahl

Innovative Features verleihen dem Spiel einen eigenen Charakter

Durch die erwähnten Erfahrungspunkte bekommt das Spiel einen anderen Schwerpunkt als andere Rennspiele. Nicht zwangsläufig ist der Bleifuß immer die beste Variante, taktisches Fahren ist gefragt. Durch besonders schöne Manöver, wie z. B. einem gelungenen Überholmanöver aus dem Windschatten, erhält man ebenso Punkte wie für das Driften durch die Kurven. Zwei weitere Features sorgen für zusätzlichen Realismus. Schafft man es, einen gegnerischen Fahrer durch permanentes Auffahren so unter Stress zu bringen, dass dessen Ausdauer abnimmt, wird er einen Fahrfehler machen. Für einen selbst trifft das genauso zu, jedoch hat man sich nicht mit der Zeit den nötigen "Coolness-Faktor" erarbeitet. Wird man selbst attackiert, verschwimmt für einige Sekunden Bild und Ton. Ebenfalls aus "SCAR" bekannt ist der "Tiger-Effekt", bisher in einem Rennspiel ein Novum. Vorausgesetzt, dass die entsprechende Energie vorhanden ist, kann man nach einem Fahrfehler "zurückspulen" und die Passage noch einmal fahren. Der Lerneffekt dabei ist spürbar, so gesehen macht die Idee Sinn, auch wenn das natürlich mit dem Simulations-Anspruch, den "Evolution GT" hat, nicht zusammen passt. Wie andere Fähigkeiten kann man auch diese ausbauen.

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