Test Adrenalin

von Daniel Frick (21. August 2006)

Wenn mich auf dem Cover einer Spieleverpackung eine Pornodarstellerin anlacht, und sei es auch bei einem Autorennspiel, dann gehen bei mir alle Alarmlampen an. Dann frage ich mich, ob es die Publisher nötig haben, mit moralisch zweifelhaften Methoden potentielle Käufer für ihr Produkt anzusprechen. Da stellt sich dann die Frage ob das Spiel trotzdem mit den ureigensten Qualitäten eines Rennspiels überzeugen kann. Lest die Antwort auf diese Frage in meinem Testbericht zu "Adrenalin".

Eine dieser hübschen *räusper* Damen steuert man...Eine dieser hübschen *räusper* Damen steuert man...

Neue Ideen!?

Den Rahmen für das Spiel stellt eine fiktive Reality-TV-Show namens "Adrenalin - Extreme Show", wie man im (grafisch unspektakulären) Eingangsvideo erfährt. In dieser Show treten 12 (allesamt spärlich bekleidete) Pilotinnen gegeneinander an, am Ende bleibt nach mehreren Ausscheidungsrunden eine Gewinnerin übrig. Es gibt eine Rangliste, einen Tuningteil und den auf der Packungsrückseite erwähnten Wirtschaftsimulationsanteil, der ein "originelles Gameplay" verspricht. Wie sich jedoch schon bald herausstellt, beschränkt sich dieser weitestgehend darauf, vor dem Rennen möglichst viele Sponsoringverträge abzuschließen, die dann Sponsorengelder einbringen. Das hatten wir schon bei "Need for Speed Underground 2". Um wirklich beeindrucken zu können, hätte dieser Teil etwas umfangreicher ausfallen müssen. Auch der Tuningteil enttäuscht, ist er in Art und Umfang ähnlich bescheiden. Auch hier konnten andere Titel schon wesentlich besser überzeugen. So bleibt dann wohl doch nur der nicht einmal wirklich ansprechend umgesetzte Teil mit den (pixeltechnisch alles andere als scharfen) Bräuten. Nomen est Omen? Naja...

Die Grafik gehört nicht gerade zum aktuellsten was es gibt...Die Grafik gehört nicht gerade zum aktuellsten was es gibt...

Technische Umsetzung

Wenn schon die Umsetzung der Spielidee nicht wirklich überzeugt, sollte man sich vielleicht auf die zentralen Eigenschaften eines Rennspiels besinnen. Hier bietet "Adrenalin" die üblichen Spielmodi: Rundstrecken, Deathmatch, Knockout und andere Standardmodi, die allerdings erst durch das Bestehen der vorherigen Runde frei geschaltet werden müssen. 15 Strecken und 8 wählbare Autos, die durch Tuning und so genannte "Adrenalingeräte" aufgerüstet werden können, bilden das Rückgrat des Spiels. Die Adrenalingeräte ermöglichen bestimmte Stuntmanöver, der Klassiker ist der Nitroboost, es gibt aber noch weitere. Die Steuerung der Fahrzeuge ist gewöhnungsbedürftig träge und wie die meisten Dinge im Spiel nur mittelmäßig. Immerhin, mit etwas Gewöhnung lassen sich die meisten Strecken auch im höchsten der drei Schwierigkeitsgrade ohne größere Probleme meistern. Die Grafik des Spiels ist mehrere Generationen hinter dem heutigen Standard. Zumindest bescheidene Grafikanforderungen sorgen bei Gelegenheitsspielern mit schwacher Rechnerleistung für ein Lächeln. Die im Hintergrund hinter amüsanten Hardrockmusikklängen laufenden Motorengeräusche sind geradezu beschämend und ohnehin kaum zu hören. Kurzum: Mittelmäßigkeit wohin das Auge sieht...

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