Test Warm-Up

von Gerd Schüle (02. Februar 2001)

Lankhor, der selbst ernannte Spezialist für Formel 1-Simulationen unternimmt mit "Warm-Up" unter einem neuen Publisher den dritten Versuch ein erstklassiges Formel 1-Spiel herauszubringen. Wir haben uns natürlich ein Testexemplar besorgt, weil wir sehen wollten, ob Lankhor mit dem Nachfolger von "F1 World Grand Prix" endlich einen der vorderen Startplätze einnehmen kann. Wer wissen will, wie "Warm-Up" sich geschlagen hat, sollte einen Blick in unseren Test werfen.

Ansicht von hintenAnsicht von hinten

Ohne Lizenz - Das Spiel

Natürlich dreht sich auch in "Warm-Up" alles um die Formel 1. Allerdings muss das Spiel im Gegensatz zu seinen Konkurrenten ohne Lizenz auskommen. Das bedeutet, dass alle 8 Rennställe, Fahrer und Formel 1-Rennwagen keine authentischen Vorbilder haben, weil sie frei erfunden sind. Die 17 Rennstrecken sind wenigstens an die Wirklichkeit angelehnt. Im Gegensatz zur Konkurrenz ist das Programm aber keinesfalls eine realistische Vollblut-Simulation für Rennprofis, sondern eher ein sehr leichter Arcade-Raser ohne allzugroßen Anspruch. Im Arcademodus laufen die Formel 1-Fahrzeuge fast wie auf Schienen. Kaum einmal bricht ein Wagen aus und man kann die Kurven zum größten Teil mit Höchstgeschwindigkeit durchfahren. Ohne zu schlingern nimmt man die Abkürzung über den Rasen und ignoriert die schwarze Fahne, da sie sowieso keine Auswirkungen im weiteren Spielverlauf mit sich bringt. Im Simulationsmodus reagieren die Formel 1-Wagen zwar wesentlich empfindlicher, aber keineswegs realistisch.

In MonacoIn Monaco

Die schlecht und völlig unberechenbare KI der Computerfahrer ist ein weiterer Schwachpunkt des Spieles. Einmal reagieren sie wie wild gewordene Halbstarke, nur um kurz darauf in einer Kurve völlig idiotisch den Wagen wieder total abzubremsen. In dieser Hinsicht gab es gegenüber dem Vorgänger kaum eine Verbesserung. Wer will, kann vor jedem Rennen an seinem Wagen individuelle Einstellungen vornehmen., wie die Wahl der Reifen, das Festlegen der Treibstoffmenge oder die Übersetzung des Getriebes oder die Einstellung der Radaufhängung. Allerdings lassen sich Unterschiede im Fahrverhalten kaum nachvollziehen. Natürlich hat man neben dem obligatorischen Saison-Modus auch die Möglichkeit, Einzelrennen abzuhalten oder im Ghost-Modus gegen seine eigene Bestzeit anzutreten. Im Arcade-Modus steht der reine Fahrspaß im Vordergrund, da man dort innerhalb von drei Runden eine festgelegte Zahl von Fahrzeugen überholen muss, um eine Runde weiterzukommen.

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