Test Goodbye Deponia - Glühende Hirnwendungen

Abgedrehte Rätselmechanik

Ersteres liegt vor allem in der Natur der Sache – sprich des Spiels. Goodbye Deponia ist ein Adventure in der Tradition von The Secret of Monkey Island. Anders als etwa in einem Krimi-Adventure bleibt die Logik bisweilen auf der Strecke.

Die Rätselmechanik ist ziemlich abgedreht.Die Rätselmechanik ist ziemlich abgedreht.

Bei den Rätseln müsst ihr um etliche Ecken denken, Wortspiele im Hinterkopf haben und euch auf die mitunter absurde Rätselmechanik einlassen. Nur dann findet ihr heraus, was Klopapier mit einer Münze zu tun hat, ein „Griff ins Klo“ ist und warum ein Papierflugzeug einen Setzbuchstaben benötigt. Wer Adventures mit humorvollen Rätseln mag, hat dabei seinen Spaß.

Mitunter scheinen die Lösungen aber so weit hergeholt und unlogisch, dass sich immer wieder Leerlaufphasen ergeben, in denen ihr alles mit allem kombiniert und herumprobiert. Aber auch das motiviert bisweilen, weil Rufus witzige Kommentare abgibt, wenn ihr Messer mit Pelikanen und Shampoos mit glatzköpfigen Sekten-Gurus kombiniert.

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Auf der Suche nach dem roten Faden

Dass solche lustigen Kommentare dauerhaft unterhalten, hat beispielsweise schon Edna bricht aus bewiesen. Bei Goodbye Deponia ist das jedoch etwas anders. Es gibt längst nicht für jede Kombination einen eigenen Kommentar, so dass ihr häufig Standardantworten auf die Ohren bekommt.

Eines der Minispiele.Eines der Minispiele.

Ohnehin sind Rufus und Konsorten geizig in Bezug auf Hinweise und Tipps. Den roten Faden müsst ihr schon selbst suchen. Aufgaben erhaltet ihr nicht auf dem Präsentierteller. Stattdessen lest ihr nicht nur zwischen den Zeilen und findet selbst heraus, welches Hindernis aus dem Weg geschafft werden soll, sondern auch, in welcher Reihenfolge die fordernden Rätselketten gelöst werden wollen.

Dementsprechend richtet sich der Schwierigkeitsgrad trotz gewisser Schwankungen generell an fortgeschrittene Spieler. Gemische Gefühle hinterlassen ebenfalls die Minispiele. Einige machen durchaus Spaß, bei anderen würde man nach wenigen Minuten am liebsten auf den „Überspringen“-Knopf drücken. Zu den besseren gehören beispielsweise ein Kamera-Tanz-Spiel, bei dem John Travolta vor Neid erblassen würde, und ein Minispiel in einer Fabrik, in der ihr Rufus zerlegen und wieder zusammensetzen dürft.

Skurrile Charaktere und toller Humor

Goodbye Deponia erinnert nicht nur in punkto Rätselmechanik an Klassiker wie Monkey Island. Die Fähigkeit zur realistischen Selbsteinschätzung ist bei Antiheld Rufus in etwa genauso gut ausgeprägt wie bei einem durchschnittlichen Teilnehmer einer Casting-Show – oder einem gewissen Guybrush Threepwood.

Rufus macht sich Hoffnungen.Rufus macht sich Hoffnungen.

Während das bei einer Casting-Show allerdings peinlich wirkt, hinterlässt Rufus ob seiner chaotischen und tollpatschigen Art einen sympathischen Eindruck. Es macht Spaß zu sehen, wie das Großmaul, das selbstverständlich auch seine netten Seiten hat, auf die Schnauze fliegt und der Spieler ihm wieder hochhilft.

Ohnehin sind die skurrilen Charaktere mit ihren lustigen Marotten eine Stärke des Spiels. Wobei wir beim Humor wären. Der kommt mal schwarz, mal albern, mal schenkelklopfend und manchmal tiefsinnig daher. In Kombination mit den Charakteren ergeben sich viele lustige Situationen.

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