Test Goodbye Deponia - Tolle Spielwelt

Ein Genuss für Augen und Ohren

Allerdings hat Goodbye Deponia stets die Tendenz, in selbstverliebtes Geschwafel und Langatmigkeit abzutreiben. Die ellenlangen Dialoge wurden wie gewohnt von hervorragenden Sprechern synchronisiert. Besonders Komiker Monty Arnold, der Rufus einspricht, ist positiv hervorzuheben. Die tolle Akustik wird durch die stimmungsvolle Hintergrund-Musik abgerundet, die thematisch hervorragend zum Müllplaneten Deponia passt.

Die gezeichneten Schauplätze sehen klasse aus.Die gezeichneten Schauplätze sehen klasse aus.

Auch grafisch ist Goodbye Deponia alles andere als Schrott. Die detaillierten, handgezeichneten Schauplätze sehen klasse aus und glänzen mit optischer Vielfalt. Ebenso wissen die Comic-Figuren zu überzeugen. Die Animationen sehen toll aus und sorgen insbesondere bei Rufus für viele Lacher. In dieselbe Kategorie gehören die Zwischensequenzen, von denen man sich bisweilen noch mehr wünschen würde.

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Fakten

  • dritter Teil der Deponia-Trilogie
  • klassisches Adventure
  • abgdrehte Rätselmechanik
  • Rätselqualität mit Schwankungen
  • fordernder Schwierigkeitsgrad
  • Tendenz zu Langatmigkeit
  • schöne, handgezeichnete Schauplätze
  • skurrile Charaktere
  • exzellente Sprecher
  • überwiegend toller Humor
  • tadellose Point&Click-Steuerung
  • erscheint für PC und Mac voraussichtlich am 15. Oktober 2013

Meinung von Stephan Petersen

Goodbye Deponia ist ein Adventure in bester Tradition alter Klassiker von Lucas Arts – mit all den Stärken und Schwächen. Auf die abgedrehte Rätselmechanik muss man sich einlassen wollen, um Spaß zu haben. Denn nur mit Logik kommt man hier nicht weiter. Dementsprechend gibt es immer wieder Frustphasen, in denen ihr herumprobiert, Räume zum wiederholten Male abklappert und Standardantworten auf die Ohren bekommt.

Viele Entwickler haben in den vergangenen Jahren diese generelle Schwäche des Adventure-Genre erkannt und entsprechend reagiert. Etwa durch leichtere Rätsel, eine geringere Rätseldichte oder Komfortfunktionen. Letztere bietet Goodbye Deponia zumindest bei seinen Minispielen an, die sich überspringen lassen. Bei den Kombinationsrätseln geizt das Spiel jedoch mit Hilfen und Tipps.

Wer diese Schönheitsfehler ausblendet, findet eines der unterhaltsamsten Adventures der Gegenwart vor. Zu den Stärken gehören die skurrilen Charaktere und die schöne, handgezeichnete Spielwelt. Rufus ist ein klassischer Antiheld im Stil eines Guybrush Threepwood. So einem sympathischen Protagonisten verzeiht man manche Schwäche und rätselt sich mit ihm gern durch ein Adventure. Vor allem, wenn es so lustig zugeht wie hier – wenngleich die Dialoge trotz aller Lacher und Schenkelklopfer bisweilen zu Langatmigkeit neigen.

Die Sprecher sind wieder einmal allererster Güte. Vor allem Komiker Monty Arnold als Rufus macht einen klasse Job. Nicht zu vergessen die atmosphärische Musik sowie die schönen, handgezeichneten Schauplätze. Goodbye Deponia ist ein würdiger Abschluss der Comic-Adventure-Reihe. Freunde klassischer Adventures kommen auf ihre Kosten.

89 Spieletipps-Award

meint: Ein würdiger Abschluss der Deponia-Trilogie, der mit abgedrehter Rätselmechanik und vor allem tollem Humor daherkommt.

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Tags: Singleplayer  

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