Test Beyond - Two Souls - 15 Jahre Spielzeit, ein übersinnlicher Helfer

15 virtuelle Jahre Spielzeit

So klaut ihr beispielsweise bei einem Botschaftsempfang Geheimdokumente. Allerdings nicht als plumper Dieb, sondern mit Hilfe eures übersinnlichen Kameraden Aiden. Ebenso stehen Militärmissionen an, in denen ihr auch kämpft und schleicht. Die Kapitel über ihre Zeit als Obdachlose oder ihr Aufenthalt bei Navajo-Indianern vermitteln außerdem überraschende Erlebnisse.

Das Spiel ergründet auch die schwere Kindheit Jodies, die sie in einer Forschungsanlage verbringt.Das Spiel ergründet auch die schwere Kindheit Jodies, die sie in einer Forschungsanlage verbringt.

Beständig inszeniert das Spiel die emotionalen Seiten der Heldin. So ergründet ihr, wie ihr erster Kontakt mit Aiden zustande kommt. Oder ihr erlebt, wie Jodie von ihren Eltern verlassen wird. Ebenso entwickelt ihr in Jodies Rolle Gefühle für ihren CIA-Kollegen Ryan Clayton - oder auch nicht.

Anders als Heavy Rain sind in Beyond die Vorzeichen und die Marschrichtung klar. Ihr schlagt euch allein als Außenseiter durch, egal ob bei einer Geburtstagsfeier oder der Flucht vor der Bundespolizei.

In Sachen Erzählung steigern sich die Kapitel langsam aber stetig. Letztlich lassen die gezeigten Ereignisse keinen Spieler unberührt. Beyond fordert von euch trotz strikter Linearität immer wieder Entscheidungen. Doch meist haben diese aber keine Auswirkungen auf den weiteren Ablauf. Erst zum Schluss beeinflusst ihr die verschiedenen Spielenden dadurch. Das allerdings maßgeblich.

Ein übersinnlicher Helfer

"Er ist wie ein Löwe im Käfig, wir sind verbunden. Er kann einem manchmal richtig Angst machen", so Jodie über das mit ihr verbundene Wesen namens Aiden. Beliebig wechselt ihr in die Rolle Aidens, um als körperloses Wesen das nähere Areal nach Ausgängen, Wachen oder Zielpersonen zu erkunden.

In der Rolle des Geisterwesens Aiden lenkt ihr Wachen ab oder knipst Monitore um.In der Rolle des Geisterwesens Aiden lenkt ihr Wachen ab oder knipst Monitore um.

Mit den Analogsticks schwebt ihr umher, sogar durch Wände. Allerdings besitzt Aiden nur einen begrenzten Aktionsradius um Jodie herum. So stellen die Macher auch sicher, dass ihr nicht zu viel Dummheiten anstellt.

Wie ein Poltergeist manipuliert Aiden bestimmte Objekte in der Umgebung. So werft ihr beispielsweise Flaschen, Stühle oder Tische um. Ebenso bedient ihr Schalter und zerbrecht Glasscheiben. Aiden kann an vorgegebener Stelle auch zur Heilung eingesetzt werden, wenn Jodie sich verletzt hat.

Außerdem liest das Mädel mit Aidens Hilfe die Erinnerungen Verstorbener, um rätselhafte Ereignisse zu rekonstruieren. Das erinnert an das DS-Spiel Ghost Trick - Phantom Detektiv NDS.

Aiden interagiert außerdem mit Menschen in seiner Umgebung auf kontrollierende oder zerstörerische Weise. Zum einen ist es dem Wesen möglich, Wachen lautlos zu erwürgen. Zum anderen schlüpft ihr in die Haut einer Zielperson und kontrolliert sie. Auf diese Weise entriegelt ihr verschlossene Türen oder erschiesst in der Rolle der armen Seele die eigenen Kameraden, bevor sich dieser selbst die Kugel gibt.

Weiter mit: Action auf Tastendruck, strikt vorgegebenes Abenteuer

Tags: Singleplayer  

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