Test Batman - Arkham Origins - Die dicken Brocken, Einer gegen alle!, Batman trifft CSI

Die dicken Brocken

Batman: Arkham Origins beginnt ruhig, nimmt aber mit jeder Spielstunde mehr Fahrt auf. So entspinnen sich dubiose Intrigen unter Black Mask und seinen Helfern, die für wirklich tolle Wendungen innerhalb der Geschichte sorgen.

Superschurke Firefly setzt die Pioneer Bridge in Brand und nimmt noch dazu Zivilisten als Geiseln.Superschurke Firefly setzt die Pioneer Bridge in Brand und nimmt noch dazu Zivilisten als Geiseln.

Spätestens wenn der Joker und Bane auftauchen, ist das Chaos dann perfekt und Batman steht mit dem Rücken zur Wand. Hier greift die Geschichte auch immer wieder bekannte Motive wie beispielsweise den Mord an Bruce Waynes Eltern oder auch die seltsame Beziehung zwischen Batman und dem Joker auf. Es gilt: All diese Ideen sind alt bekannt, aber stimmig und atmosphärisch umgesetzt.

Höhepunkte der Geschichte sind natürlich die Boss-Kämpfe zwischen Batman und den Auftragskillern. Diese sind fordernd und jeder Superschurke bedarf einer eigenen Taktik.

Prügelt ihr beispielsweise sinnlos auf Muskelprotz Bane ein, zerquetscht dieser die Fledermaus wie ein lästiges Insekt. Stattdessen solltet ihr die Schwachstellen und die idealen Attacken oder Hilfsmittel herausfinden, um Batmans Feinde zu besiegen.

Einer gegen alle!

Etwas ruhiger geht es dagegen in den gelegentlichen Schleichmissionen zu. Immer wieder - beispielsweise in der Lobby des Royal Hotels - trifft Batman auf schwer bewaffnete Soldatentrupps, die er nur mit Geduld und Köpfchen ausschalten kann.

Zu diesem Zweck schwingt er sich auf Wasserspeier, attackiert aus der Luft oder lautlos aus dem Hinterhalt. Die Änderungen im Spielablauf dieser Arena-Kämpfe sind im Vergleich zu den Vorgängern marginal. Das ändert allerdings nichts daran, dass diese Momente höchst spannend und weiterhin sehr herausfordernd sind.

Schließlich reagieren die Wachleute gut auf die Geschehnisse um sie herum. Greift ihr allzu unwirsch an, zerstören sie Wasserspeier oder suchen in Schächten und Kanälen nach der Fledermaus.

In späteren Abschnitten legen sie auf den Steinankerpunkten sogar Minen, so dass Batman hier keine Zuflucht mehr findet. In diesen Missionen ist daher viel Köpfchen gefragt und nicht selten benötigt es eine gute Portion Geduld, um zu überleben.

Batman trifft CSI

Die einzig wirklich wichtige Neuerung im Spiel ist Batmans erweiterter Detektivmodus. Diesen aktiviert ihr über die linke Schultertaste und erkennt so benutzbare Gegenstände, Schaltkreise und andere wichtige Details in der Umgebung.

Der Mad Hatter lebt in Lewis Carrolls Märchen 'Alice im Wunderland'. Zeit für einen Weckruf durch Batman!Der Mad Hatter lebt in Lewis Carrolls Märchen 'Alice im Wunderland'. Zeit für einen Weckruf durch Batman!

Allerdings benutzt ihr den Detektivmodus auch, um - ähnlich wie in Heavy Rain - Tatorte zu scannen und Tathergänge zu rekonstruieren.

Zu diesem Zweck sammelt ihr zunächst Beweise. Batman bastelt dann eine Zeitlinie der Geschehnisse zusammen und kommentiert diese mit nützlichen Ratschlägen.

Ihr könnt dann die Tat wie bei einem Video vor- und zurückspulen und dabei auf die Suche nach rot markierten Details gehen. Leider sind diese ruhigen Detektivmomente im Spiel nur selten, tragen aber gut zur Charaktertiefe des dunklen Ritters bei.

An Rätseleinlagen mangelt es Batman: Arkham Origins trotzdem nicht. Immer wieder knackt ihr Schlösser mit dem kryptographischen Sequenzer, bringt Aufzüge mit den Elektrohandschuhen zum Laufen oder sorgt mit einem aufgeladenenen Batarang für einen Kurzschluss in Sicherungskästen.

Abseits der Kampagne gibt es zudem reichlich Arbeit: Enigma ersetzt den Riddler und versteckt Daten überall in der Stadt. Superschurken wie Black Mask oder der Pinguin haben überall ihre Lager aufgeschlagen, die es zu zerstören gilt. Anarky hinterlässt kryptische Botschaften, die ihr scannt.

Generell gilt: Batman - Arkham Origins macht kaum etwas anders als seine Vorgänger. Es sieht weiterhin toll aus und spielt sich ebenso gut. Es ist eine konservative Fortsetzung, die zu keinem Zeitpunkt überrascht, aber dennoch 30 bis 40 Stunden sehr guten Spielspaß in der offenen Spielwelt von Gotham City liefert.

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