25 Jahre Mega Drive: Segas 16-Bit-Krieger feiert Geburtstag - Sega gegen Nintendo - Duell der Giganten

(Special)

Sonic gegen Mario: Das Duell der Giganten

Rase-Igel Sonic wird schnell von den Spielern als das Maskottchen des Mega Drive akzeptiert. Er repräsentiert alles, was die Konsole auszeichnet: Geschwindigkeit, Farbenpracht und noch mehr Geschwindigkeit. Sonic the Hedgehog erscheint 1991 und erreicht in Spitzengeschwindigkeit Kultstatus.

Es entsteht ein Gefälle zwischen den Anhängern von Sonic und Mario. Nintendos Klempner wirkt gegen den "coolen" Sonic regelrecht altbacken und farblos. Zwar kann rein spielerisch kein Sonic-Spiel Nintendos Hüpfereien das Wasser reichen, dennoch erobert sich Sonic einen Platz in den Herzen der Spieler.

Einst waren sie erbitterte Feinde: Sonic gegen Mario, hier in einer Szene aus Super Smash Bros. Brawl auf der Wii.Einst waren sie erbitterte Feinde: Sonic gegen Mario, hier in einer Szene aus Super Smash Bros. Brawl auf der Wii.

Die aggressive Strategie geht auf. 1992 hält Sega 55 Prozent des nordamerikanischen Videospielmarkts. Im selben Jahr veröffentlicht Nintendo sein SNES in den Vereinigten Staaten. Das Mega Drive hat einen zeitlichen Vorsprung und dementsprechend eine größere Auswahl an verfügbaren Spielen. Das Preisniveau ist zumindest in Deutschland gleich: Das Super Nintendo kostet anfangs 300 Deutsche Mark (umgerechnet etwa 150 Euro), genau wie das Mega Drive.

Neue Vertriebswege und Erfolge

1994 startet Sega den sogenannten Sega Channel (Sega-Kanal). Gegen eine monatliche Gebühr und mittels eines Adapters klinken Spieler sich ins Kabelfernsehnetz ein. Dieser Dienst stellt ursprünglich 50 Spiele zur Verfügung. Jeden Monat kommen weitere Spiele hinzu. Das Herunterladen der Spiele in den Arbeitsspeicher der Konsole dauert nur cirka eine Minute. Es gibt keine qualitativen Unterschiede zu den Ladenversionen.

Der Adapter für den Sega Channel ermöglichte den Zugriff auf Spiele über das Kabelfernsehnetz.Der Adapter für den Sega Channel ermöglichte den Zugriff auf Spiele über das Kabelfernsehnetz.

In Europa ist das Mega Drive von Anfang an erfolgreich. Ein Grund dafür ist auch, dass sein Vorgänger, das Master System, in diesem Territorium schon beachtliche Erfolge erzielt hat. Bis 1998 unterstützt Sega das Master System - während seiner acht Jahre auf dem europäischen Markt erreicht die 8-Bit-Konsole eine Verkaufszahl von acht Millionen.

Einen unerwarteten Erfolg verbucht Sega in Brasilien. 1990, nur ein Jahr nach Erscheinen des Master System, bringt Sega das Mega Drive nach Südamerika. Fortan hält die das japanische Unternehmen dort einen Marktanteil von überlegenen 75 Prozent. Das führt auch zu einigen exklusiven und ungewöhnlichen Veröffentlichungen dort. Lizenznehmer Tec Toy bringt in Brasilien zum Beispiel noch 1998 eine Version von "Duke Nukem 3D" auf den Markt.

Nur ausgerechnet in der japanischen Heimat wollen die Verkäufe des Mega Drive nicht so recht Fahrt aufnehmen. Konzepte werden entworfen und wieder verworfen, Ideen entstehen und vergehen. Schließlich besinnen sich die führenden Köpfe bei Sega auf die Erweiterbarkeit des Mega Drive. In den firmeneigenen Laboren entstehen neue Peripherien.

Mehr Zusätze - Mehr Technik - Hilfe!

Aufgrund des fehlenden Erfolgs in Japan kündigt Sega das Mega-CD an. Ein Zusatzgerät für das Mega Drive mit einem schnelleren Hauptprozessor, mehr Speicher, einem zusätzlichen Musik- und Ton-Chip und verbesserten Grafik-Fähigkeiten. Der Hauptfokus des Geräts ist die Fähigkeit, Daten von CDs zu lesen. Auf diese Weise sind größere Spiele mit Videosequenzen möglich. Doch der Erfolg bleibt einmal mehr aus. Weltweit werden nur sechs Millionen Stück abgesetzt.

Ein wahres Monster: Mega Drive, Mega-CD und Sega 32X erinnern an futuristisches Zubehör aus schlechten Filmen.Ein wahres Monster: Mega Drive, Mega-CD und Sega 32X erinnern an futuristisches Zubehör aus schlechten Filmen.

Es folgt noch ein weiterer Zusatz für das Mega Drive: Das Sega 32X wird zunächst als eigenständige Konsole konzipiert. Kurz zuvor fällt die Entscheidung, ab 1995 das Mega Drive nicht mehr zu unterstützen. Sega of America, die Niederlassung in den Vereinigten Staaten, überzeugt jedoch das japanische Stammhaus, das Sega 32X als Erweiterung für das Mega Drive beziehungsweise Genesis anzubieten.

Obwohl das Sega 32X über zwei 32-Bit-Prozessoren verfügt und erstmals im Konsolenbereich Polygongrafiken darstellen kann, weckt das Gerät nicht das Interesse der Käufer. Vermutlich liegt es auch daran, dass Sega das Erscheinen des Sega Saturn bereits für das folgende Jahr ankündigt. Außerdem gibt es kaum Spiele für die Kiste.

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Tags: Hardware  

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