Test AC 4 - Schlacht auf hoher See

Kämpfen oder Schleichen?

Keine großen Experimente: Das Kampfsystem ist unverändert. Angriffe erfolgen, ihr pariert im richtigen Moment und könnt Gegner als menschliche Schutzschilde nutzen. Damit es nicht zu kompliziert ist, zeigen Ausrufezeichen an, wenn ein Gegner zuschlägt und es Zeit für einen Konter ist.

Das an Spiele wie Batman - Arkham Asylum erinnernde System funktioniert gegen zwei oder drei Gegner auch ordentlich. Aber bei Kämpfen gegen mehr Widersacher ist es schnell hektisch und das "Verschlucken" von Tasteneingaben kostet Lebensenergie.

Wie beim Vorgänger haben die Entwickler auf Medizin verzichtet, da heißt es die Beine in die Hand nehmen und weglaufen, bis sich die Lebensbalken regeneriert haben. Gerade bei komplexen Missionen mit vielen Soldaten manchmal durchaus nervig. Zumal euch die Gegner lange verfolgen und zu Boden reißen.

Glücklicherweise sind die Bösewichte nicht sonderlich intelligent. Habt ihr es einmal aus dem Blickfeld geschafft, gehen sie seelenruhig ihre Runden weiter. Auch wenn ihr schon ein Dutzend Kameraden vor ihren Augen getötet habt. Wollt ihr aber auf Nummer sicher gehen und die Wachen nicht misstrauisch machen, könnt ihr Leichen aufnehmen und ausser Sichtweite ablegen.

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Aber ihr müsst ja nicht alles mit Gewalt durchziehen: Bei den meisten Missionen könnt ihr entscheiden, offen in den Kampf zu gehen oder euch mit euren Assassinen-Fähigkeiten ans Ziel zu meucheln. In den meisten Fällen ist letzteres die bessere Wahl.

Das Spiel bietet Anpirschzonen, meist hohes Gras oder Pflanzen, in denen ihr vor den Augen der Bewacher sicher seid. Mit ein wenig Geduld und der Beobachtung der Laufwege, kommt ihr zum Ziel. Entweder ihr schleicht euch kampflos davon oder erledigt aus der Deckung heraus die ahnungslosen Gegner.

Egal ob ihr es langsam angehen wollt oder lieber losstürmt: Die Waffenauswahl ist etwas geringer als beim Vorgänger, bietet aber einen interessanten Neuzugang.

Ausgerüstet seid ihr mit bis zu vier Pistolen, Schwertern, den versteckten Klingen und den besonders in turbulenten Situationen hilfreichen Rauchbomben. Im Verlauf des Spiels bekommt ihr ein Blasrohr, das effektive Schlaf-Pfeile und Berserker-Pfeile verschießt.

Letztere sorgen dafür, das der Getroffene blindwütig Freund und Feind angreift. Später kommen noch Wurfpfeile hinzu, mit denen ihr Gegner zu euch heranziehen könnt. Gegnerische Waffen, beispielsweise Gewehre, könnt ihr aufnehmen und benutzen.

Schlacht auf hoher See!

Einen guten Teil des Spiels verbringt ihr auf dem Meer. Mit eurem Schiff, der Jackdaw, reist ihr nicht nur von Insel zu Insel, sondern liefert euch heftige Seeschlachten und verschafft euch Gold und wertvolle Rohstoffe. Wie es sich für echte Piraten halt gehört.

Klar zum Entern - nach einem Seegefecht werden die notwendigen Rohstoffe geplündert.Klar zum Entern - nach einem Seegefecht werden die notwendigen Rohstoffe geplündert.

Ubisoft hat die Schiffskämpfe aus Assassins's Creed 3 konsequent zu einem wichtigen Bestandteil des Spiels ausgebaut. Eindrucksvoll schippert ihr über die See, manövriert durch Riesenwellen und weicht Windhosen aus.

Mit dem Fernglas sucht ihr eure Beute und schießt mit Breitseiten, Mörsern und Kettengeschossen auf leicht bewaffnete Handelsschiffe oder duelliert euch mit der spanischen oder englischen Kriegsmarine. Auch Angriffe auf gut befestigte Forts gehören zum Piraten-Repertoire. Diese schießt ihr erst sturmreif und erledigt dann im Bodenkampf den Kommandanten.

Die Steuerung geht leicht von der Hand, trotzdem ist taktisches Geschick gefragt. Eine gute Strategie: Aus der Entfernung ein paar Mörsergeschosse, dann eine Breitseite auf den Gegner. Habt ihr ordentlich Schaden angerichtet, könnt ihr eine Schwachstelle entdecken. Trefft diese ein paar Mal und der Gegner schwimmt wehrlos auf dem Wasser.

Ihr könnt jetzt noch eine letzte Salve abgeben und das Schiff versenken, das kostet euch aber die Hälfte der möglichen Beute und ihr verpasst das Entern. Das wäre schade, denn der Kampf auf dem Schiff ist eine fantastische Fingerübung für eure Assassinen-Fähigkeiten. Zudem könnt ihr bei Erfolg euer Schiff reparieren oder den angeschlagenen Gegner eurer Flotte zuführen.

Bevor ihr euch aber todesmutig auf riesige Kriegsschiffe stürzt, solltet ihr die Jackdaw erstmal ordentlich aufrüsten. In den Häfen und eurer Kapitäns-Kajüte stehen euch reichlich Verbesserungen wie ein stärkerer Rumpf, bessere Kanonen oder Kugeln mit größerer Durchschlagskraft zur Verfügung.

Dazu braucht ihr allerdings Gold und Rohstoffe, die es vorher zu erbeuten gilt. Das Handelssystem ist einfach: Rum und Zucker könnt ihr gegen gutes Gold verkaufen, Stoff, Metall und Holz benötigt ihr für die Verbesserungen der Jackdaw.

Noch ein wichtiger Punkt: Eure Mannschaft. Je größer das zu kapernde Schiff, desto mehr Männer braucht ihr. Die notwendige Crew findet ihr in Tavernen, befreit sie aus der Gefangenschaft der Kolonialsoldaten oder fischt Schiffbrüchige aus dem Meer.

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