Castlevania: Eine blutrünstige Reise durch die Welt der Belmonts - Große Neuerungen und frische Ideen

(Special)

Neue Konsolen - neues Spielprinzip

Im September 1995 führt Sony die PlayStation auf dem europäischen Markt ein. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein neues Castlevania folgt. Als es zwei Jahre später soweit ist, erleben Castlevania-Liebhaber ein Spiel, das voller Überraschungen steckt.

Castlevania - Symphony of the Night (PS, 4. November 1997. Saturn, 1998): Castlevania-Kenner stellen auf den ersten Blick fest: Die Hauptfigur in Symphony of the Night ist kein Belmont. Wehendes weißes Haar, bleiche Haut, eine finstere Aura, die die Gestalt umgibt. Es handelt sich um Alucard, den Sohn des Grafen Dracula. Kein Belmont als Hauptdarsteller? Diese drastische Änderung im grundlegenden Aufbau der Serie ist bei weitem nicht die einzige.

Alucard, der Held von Symphony of the Night in voller Pracht.Alucard, der Held von Symphony of the Night in voller Pracht.

Der Schauplatz des Geschehens ist wieder Draculas Schloss, das ihr in 2D-Seitenansicht erforscht. Jeder Raum, den Alucard betritt, wird automatisch auf einer Karte verzeichnet. Ihr könnt alle Bereiche jederzeit wieder besuchen. Einige Wege sind anfangs verschlossen. Um sie zu beschreiten, benötigt Alucard erst bestimmte Gegenstände, die im Schloss versteckt sind.

Das erinnert an die Metroid-Serie von Nintendo. Daher bezeichnen Castlevania-Liebhaber dieses Spielprinzip fortan auch inoffiziell als "Metroidvania". Alucard erhält für besiegte Gegner Erfahrungspunkte, steigt in höhere Stufen auf und hat Zugriff auf über hundert Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Zaubersprüche spielen eine wichtige Rolle, ebenso wie Spezialangriffe, die ihr mit Tastenkombinationen ausführt, wie ihr sie aus Prügelspielen kennt.

Die größte Überraschung wartet am vermeintlichen Ende des Spiels. Alucard stellt sich Richter Belmont, dem Helden aus Vampire's Kiss (im Text des Spiels wird übrigens fälschlicherweise der Titel "Bloodlines" genannt). Doch nach der Konfrontation ist das Spiel noch lange nicht zu Ende. Erneut gilt es, das Schloss zu erforschen, doch steht es in diesem zweiten Durchgang auf dem Kopf. Dadurch ergeben sich komplett andere Levels.

In der umgedrehten Version von Draculas Schloss lauern neue Feinde und Endgegner und die Geschichte erfährt neue Wendungen. Das wahre Ende sehen nur jene Spieler, die Draculas düsteres Zuhause ein zweites Mal durchforsten.

Symphony of the Night ist das Castlevania-Spiel, das von allen Teilen der Serie die dramatischsten Veränderungen aufweist. Das neue Konzept kommt gut bei den Spielern an.

Castlevania (N64, 31. März 1999): Fälschlicherweise oft als "Castlevania 64" bezeichnet. Dabei lautet der Titel des Spiels schlicht Castlevania. Ungeachtet des Erfolgs von Symphony of the Night schlägt Konami auf dem "Nebel 64" zunächst andere Wege ein. Mithilfe der Grafik-Fähigkeiten der Konsole entsteht das erste Castlevania-Spiel komplett in 3D.

Carrie Fernandez sieht so harmlos aus, weiß sich aber zur Wehr zu setzen.Carrie Fernandez sieht so harmlos aus, weiß sich aber zur Wehr zu setzen.

Zwei spielbare Charaktere stehen zur Wahl. Der kämpferische Belmont-Nachfahre Reinhardt Schneider und die magisch begabte Carrie Fernandez. Die Figur während des Spiels zu wechseln, ist nicht möglich. Drei der zehn Levels im Spiel könnt ihr nur mit jeweils einem der beiden Hauptdarsteller spielen.

So richtig überzeugend finden dieses Castlevania nur wenige Spieler. Die Hauptkritik bezieht sich auf die störrische Kamera, die komplizierte Steuerung und die frustrierenden Sprung-Sequenzen.

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