Test Legend of Zelda - Wo Zelda draufsteht ist auch Zelda drin

Wo Zelda draufsteht, ist auch Zelda drin

Im Inneren erinnert aber so gut wie nichts mehr an die Zeit vor rund 250 Jahren, als ein anderer Link sich aufmachte, die Nachfahren der sieben Weisen zu befreien. Ganon hat die Gemäuer wohl entkernen lassen, um euch nicht mit ollen Kamellen zu langweilen – netter Zug von dem Mann. Sämtliche Rätsel und die gewohnt breite Palette an optionalen Nebenaufgaben vermitteln dieses archetypische Zelda-Gefühl.

Hyrule und Lorule in künstlerischer Darstellung. Alles in der einen hat sein Gegenstück in der anderen Welt.Hyrule und Lorule in künstlerischer Darstellung. Alles in der einen hat sein Gegenstück in der anderen Welt.

An allen Ecken stehen Leute rum, die irgendeinen kleinen oder großen Auftrag für euch haben und sich natürlich fragen, was denn so ein kleiner Junge mit einem Schwert vorhat. Und um es noch einmal zu betonen: Alle diese Aufträge sind neu. Vertraut sind lediglich die beiden Oberwelten.

Freut euch also auf eine gelungene Mischung aus einer Hommage an eines der besten Spiele aller Zeiten und frischen und gewagten Ideen, wie ihr sie von Zelda nicht erwartet hättet. Und dass gewagte Einfälle manchmal übers Ziel hinausschießen, ist unvermeidlich und verzeihlich.

Fakten:

  • erscheint am 22. November für 3DS
  • spielt in der Welt des legendären Super-Nintendo-Zeldas A Link to the Past ...
  • ... ist aber keine Neuauflage, sondern ein durch und durch neues Abenteuer.
  • neuartige Rätseltypen durch die Verwandlung in ein mobiles Gemälde
  • gut 10 Verliese, 2 Oberwelten und unzählige Nebenaufgaben und Minispiele
  • anspruchsvollere Bosskämpfe als vor 22 Jahren
  • zweifelhaftes Leihsystem bricht mutig mit altbekannten Zelda-Konventionen
  • Trotz plastischer 3D-Effekte seht ihr Link meistens aus der Vogelperspektive wie auf dem SNES.
  • glänzende deutsche Übersetzung
  • kein Mehrspielermodus

Meinung von Christian Detje

A Link to the Past habe ich in diesem magischen Abschnitt der Kindheit kennengelernt, der einen später verklären lässt, was in dieser Zeit passiert ist. Aber ich bin nicht der Einzige, den dieses Spiel verzaubert hat. Nun zurückzukehren in das alte Hyrule ist nicht nur deshalb so schön, weil es das alte Hyrule ist. Eiji Aonuma hat das Alte als Fundament benutzt und darauf nicht nur ein neues Abenteuer errichtet, sondern es auch mit kreativen Einfällen gewürzt, die sich wie maßgeschneidert ins Zelda-Universum einfügen. Es ist Aonuma hoch anzurechnen, dass er obendrein den grundlegenden und sicherlich etwas verkrusteten Zelda-Ablauf modernisieren will. Schließlich werfen allzu oft Kritiker Nintendo vor, ewig an den alten Zöpfen festzuhalten. Bei seinem ersten Anlauf vergaloppiert sich Aonuma-san aber ein wenig.

88 Spieletipps-Award

meint: Die liebevoll erzählte Rückkehr ins alte Hyrule krempelt die Zelda-Traditionen kreativ und mutig um - übertreibt es aber ein wenig.

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Tags: Eiji Aonuma   Singleplayer   Fantasy  

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