Test Sydney 2000

von Frank Hinken (30. Oktober 2000)

Mit den olympischen Spielen in Sydney brachte EIDOS, eine nicht gerade für Sportspiele bekannte Softwareschmiede, das offizielle Begleitspiel "Sydney 2000" auf den Markt. Ob sich die Ängste der Computerwelt bestätigen, es handle sich hierbei wie nur zu oft um ein zweitklassiges, schnell zusammengeschustertes Spiel, oder ob EIDOS hier Meisterarbeit geleistet hat, lest Ihr in unserem Review.

Eine schwere Disziplin: HammerwerfenEine schwere Disziplin: Hammerwerfen

Das Spiel: Auf den ersten Blick erinnert "Sydney 2000" an "Summer Games" oder "Olympic Games" aus der guten, alten C64'er Zeit. Damals musste man, um die Athleten auf Geschwindigkeit zu bringen, möglichst schnell den Joystick hin und her bewegen. Was bei den Joysticks schnell die Spreu vom Weizen trennte. Denn ein Joystick ohne stabile Mikroschalter hatte kaum eine Überlebenschance.

Genauso wild geht es bei "Sydney 2000" zur Sache. Um z. B. einen 100 Meter-Läufer auf Tempo zu bringen, muss man möglichst schnell die Links/Rechts-Tasten auf der Tastatur drücken. Mehrere Läufe hintereinander können die Lebensdauer des Eingabegerätes schon beträchtlich verkürzen. Damit das Spiel aber nicht zu eintönig wird, muss man bei fast allen Disziplinen, wie z. B. dem Speerwerfen, durch drücken einer Aktionstaste zusätzlich noch den Abwurfwinkel bestimmen.

Durch diese Kombination wird das Spiel sehr leicht beherrschbar. Das Ergebnis einer Sportart hängt nicht mehr vom Können des Spielers ab, sondern von dessen Ausdauer. Natürlich braucht man nicht alleine spielen. Im Arkade-Modus kann man mit bis zu acht Spielern einen Wettkampf seiner Wahl bestreiten, oder im Olympia-Modus alles inklusive Qualifikation durchspielen.

Turmspringen der FrauenTurmspringen der Frauen

Grafik: "Sydney 2000" kommt in einem sehr schönen Kleid daher. Die muskelbepackten Olympioniken sehen zwar nicht besonders sportlich aus, bewegen sich dafür aber außerordentlich geschmeidig. Die verschiedenen Schauplätze sehen original aus und machen einen optisch gelungenen Eindruck.

Gewichtheben der MännerGewichtheben der Männer

Sound: Die akustische Gestaltung in "Sydney 2000" beschränkt sich im Großen und Ganzen auf den Beifall des Publikums und den Sprecher, der die Leistung eines Sportlers kommentiert. Schade, dass sich die Sprüche des Sprechers sehr schnell wiederholen, und einem das ganze ziemlich schnell zum Halse heraus hängt.

Fazit:Wer einige kurzweilige Stunden mit Freunden vor dem PC verbringen will, ist bei diesem Spiel genau richtig. Das spaßbringende Rumhämmern auf der Tastatur bringt Freude, taube Finger und eine verschlissenen Tastatur. Nur der Olympia-Modus ist etwas nervtötend. Die Qualifikationen dauern einfach zu lange. Aber nichts desto trotz, "Sydney 2000" ist seit den Epyx Klassikern aus den 80'ern das beste Sportspiel, welches sich mit Olympia befasst. Actionfreudige Heimsportler können hier bedenkenlos zugreifen.

80

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