Test NfS - Rivals - Meinungen und Wertung

Stehenbleiben, Polizei!

Wechselt ihr auf die Seite des Gesetzes, macht ihr sogleich Jagd auf Raser. Entweder erwischt ihr die Burschen unvermittelt auf den Straßen oder ihr begebt euch zu vorgegebenen Veranstaltungsorten.

Bleibt Rasern im Nacken und kollidiert mit ihnen bis zum Totalschaden.Bleibt Rasern im Nacken und kollidiert mit ihnen bis zum Totalschaden.

Bei Wettrennen mit mehreren Teilnehmern gibt es viel zu tun. Schließlich will jeder von ihnen gefasst werden. Ergo rammt ihr die Raser mit viel Schwung von der Strecke und nutzt eure eingebaute Ausrüstung. Ebenso helfen tatkräftig computergesteuerte Kollegen mit, die sich in der Nähe aufhalten.

Passt dennoch auf, wenn die Meute an der nächsten Kreuzung unvermittelt abbiegt, Abkürzungen nutzt oder in die nächste Werkstatt abzweigt. Letztere dient nämlich zur Sofortreparatur etwaiger Schäden. Das bedeutet für Raser oft genug die letzte Rettung vor dem Totalschaden.

Das über das Steuerkreuz bedienbare "Easy Drive"-System dient als Navigationshilfe, um euch unterwegs zu menschlichen Kontrahenten oder dem nächsten gewünschten Wettbewerb zu führen. Ebenso setzt ihr Wegpunkte zum nächsten Unterschlupf oder zur rettenden Werkstatt.

Technik zwischen "Wow" und mau

Das Spielgebiet von Redview County bietet bei den Fahrten teils großartige Aussichten, auch dank wechselhaftem Wetter sowie Tag-Nacht-Zyklus. Ihr erfreut euch abseits der Wege an verschneiten Bergkämmen, weitläufigen Wüsten und dicht bewaldeten Abschnitten.

Das Grafikniveau schwankt je nach Plattform zwischen grandios und mäßig.Das Grafikniveau schwankt je nach Plattform zwischen grandios und mäßig.

Das lässt auf ein riesiges Spielareal schließen, doch weit gefehlt! Denn das relativ kleine Straßennetz habt ihr schon nach kurzer Spieldauer komplett gesehen.

Optisch basiert Rivals auf dem Frostbite-Grafikgerüst von Battlefield. Die Qualität schwankt allerdings von Plattform zu Plattform. Auf der PS4, der Xbox One und dem Rechner erfreut ihr euch an schicker wie scharfer Kulisse. Auf der Xbox 360 und PS3 kämpft ihr dagegen mit verminderter Bildschirmauflösung und Kantenflimmern. Unschön, aber dank nur wenigen Rucklern noch gut spielbar.

Daneben ist wegen des nahtlos angebundenen Mehrspielerkonzepts eine Online-Verbindung zwingend, auch wenn ihr alleine fahren wollt. Das ärgert vor allem bei gelegentlichen Serverabbrüchen, die laufende Wettbewerbe vorzeitig beenden. Ebenso sind Abstürze keine Seltenheit.

Electronic Arts verzahnt das Spiel zudem mit dem bekannten "Autolog"-System mit dem Freunde gegeneinander antreten und Ergebnisse vergleichen. Das geht dank offizieller App "Need for Speed Network" für Android und iPhone auch von unterwegs. Die App nutzt ihr gleichzeitig als Kartenbildschirm für das laufende Spiel oder verdient euch Punkte im "Overwatch"-Minispiel.

Fakten:

  • packende Rasereien mit Computer- und Online-Rasern
  • offenes aber zu kleines Spielareal
  • Polizei und Punktesystem sorgen für Nervenkitzel
  • wechselt jederzeit die Seiten zwischen Ordnungshütern und Rasern
  • zu wenig Tuning-Maßnahmen und Wagenmodifikationen geboten
  • relativ kleiner Fuhrpark
  • auf PS3 und Xbox 360 nur technisches Mittelmaß
  • auf PS4 auch "Remote Play" für Vita möglich
  • für PC, PS4, Xbox One, PS3 und Xbox 360 erhältlich

Meinung von Marcus Heckler

Need for Speed - Rivals ist das richtige Rennspiel für den Adrenalin-Stoß am heimischen Rechner. Ich heize die Straßen von Redview County entlang und starte ein Rennen mit einem Fahrer, den ich gerade in voller Fahrt überhole. Kurz darauf höre ich Sirenen und aus dem Kräftemessen wird eine handfeste Verfolgungsjagd.

Das Punktesystem gefällt mir besonders. Es ist zwar manchmal frustrierend, wenn mich nach drei erfolgreichen Rennen die Polizei stoppt und ich alle Punkte verliere. Dann darf ich mich halt nicht erwischen lassen.

Zum Thema Polizei: Es macht mir zwischendurch diebischen Spaß, Raser aus dem Verkehr zu rammen. Zugegeben die Wagen, die den Ordnungshütern zur Verfügung stehen, gehören sicher nicht zum regulären Fuhrpark der Polizei. Aber es geht bei Need for Speed auch um Spaß nicht Realismus.

Das Alldrive-System finde ich aber gewöhnungsbedürftig. Ich möchte mich nicht dauernd mit Fahrern aus aller Welt messen. Schon gar nicht, wenn ich in meiner Garage an meinem Flitzer schraube. Dann dürfen mich menschliche Spieler gerne mit Botschaften à la "Jetzt. Fahren. Mit mir!" in Ruhe lassen. Zum Glück darf ich dafür auf den Einzelspieler-Modus umschalten.

Die Steuerung mit der PC-Tastatur ist in Ordnung, ich persönliche ziehe sie sogar dem Pad vor. Selbsterklärend ist es allerdings nicht, dass ich für das Navigationssystem den Ziffernblock brauche. Ein bisschen nervt es mich auch, dass ich in den Menüs die Maus nicht verwenden kann. An solchen Punkten merke ich dem Spiele seinen Konsolenschwerpunkt an. Need for Speed Rivals ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Ich werde gerne noch einige Stunden in Redview County verbringen.

Meinung von Thomas Stuchlik

Zu simples Fahrverhalten, mäßige Technik auf PS3 und Xbox 360, kaum Möglichkeiten meinen Wagen zu modifizieren: Need for Speed - Rivals kann ich Vieles vorwerfen. Entwickler Ghost Games integriert allerdings geschickt den Online-Modus in die Karriere und liefert mit dem risikoreichen Punktesystem viel Nervenkitzel. Wage ich noch ein Rennen oder sichere ich lieber meine verdienten Punkte?

Zudem stellt euch Rivals frei, für welche Seite ihr rast. Der eigentliche Spielablauf ist dagegen weit weniger innovativ. Vollgasrasereien sind schließlich eine Spezialität der Serie, da macht auch der neueste Teil keine Ausnahme. Trotz aller Aufgabenstellungen wird die Raserei ein wenig monoton. Vor allem da man von Anfang an die gesamte Karte befahren kann. Ebenso bemängeln muss ich die zu tiefe Kamera in der Verfolgersicht sowie die fehlenden Cockpits.

Action-Raser und Serienanhänger finden hier dennoch viel Fahrvergnügen. Zudem haben PS4-Besitzer aktuell keine andere Wahl: Rivals ist zum Konsolenstart tatsächlich das einzige Rennspiel auf der Plattform nachdem Sony Driveclub auf Februar verschoben hat.

80

meint: Rivals kombiniert offenes Streckennetz mit brachialen Verfolgungsjagden und nahtloser Online-Anbindung. Würdig, aber nicht überragend.

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Tags: Singleplayer  

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