Test Killzone 4 - Technische Hilfsmittel und Orientierungsprobleme

Die Eul' of Lucas

Natürlich lodert, nein brennt der Konflikt zwischen Helghast und Vekta weiter. Und so geht Shadow Marshall Lucas Kellan auf die Suche nach Antworten. Denn immer wieder erschüttern Anschläge die Welt Vektas. Das Waffenarsenal ist für ein Science-Fiction-Spiel wie Killzone geradezu obskur alltäglich: Schrotflinten, Maschinen- und Scharfschützengewehre, dazu Pistolen sowie Splitter- und EMP-Granaten.

Die OWL ist eine mechanische Drohne mit vier Funktionen.Die OWL ist eine mechanische Drohne mit vier Funktionen.

Aufregend ist das nicht. Immerhin ist das Waffenverhalten ordentlich. Die Knarren verreißen bei Dauerfeuer leicht. Über das Digitalkreuz wählt ihr zudem, wenn vorhanden, ein zweites Visier aus. So kombiniert Lucas' Standardwumme Scharfschützen- und MG-Funktionen miteinander.

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Deutlich technischer wird es allerdings mit der "OWL". Diese Drohne besitzt gleich vier Funktionen und ihr könnt sie nach einer kurzen Abklingzeit immer wieder einsetzen. So attackiert sie eure Feinde mit dem Bordgeschütz, verpasst ihnen einen Elektroschock oder platziert einen Schutzschild.

Zudem verschießt sie Seilzüge, an denen Lucas an tiefer gelegene Orte rutschen kann. Praktisch: Mit dem in den Missionen eingesammelten Adrenalin belebt euch die OWL sogar wieder, falls euch die Helghast mal zu sehr aufgemischt haben. Zudem analysiert die OWL Daten und deaktiviert auf Zuruf Alarmanlagen. Ein cooles Teil!

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Eine weitere technische Spielerei ist der Sensor. Klickt ihr auf dem Digitalkreuz nach rechts, scannt ihr die Umgebung. Feinde, Kameras, Geschütze und Extras sind dann markiert.

Aber Vorsicht: Haltet ihr die Taste zu lange, gibt es eine Rückkopplung, die die Helghast im Umkreis aufschreckt. Im späteren Verlauf knackt ihr dann sogar Torschlüssel mit Spinnenrobotern. Diese Idee ist allerdings aufgrund der fummeligen Steuerung der Krabbler alles andere als gelungen.

Orientierungslos im Weltall

Obwohl Killzone - Shadow Fall mit seinem überhasteten Start etwas grob daher kommt, spielt es sich ordentlich. Die Steuerung ist flott, das Spieltempo dabei etwas langsamer als beispielsweise in Battlefield 4. Ein Deckungssystem gibt es nicht.

Das Ziel vor Augen: Lucas Kellan flüchtet aus New Helghan zurück nach Vekta.Das Ziel vor Augen: Lucas Kellan flüchtet aus New Helghan zurück nach Vekta.

Dafür sind die Areale aber immer wieder gespickt mit kleinen Mäuerchen, hinter die ihr euch aus dem Sprint heraus knien könnt. Das Rutschen im Sprint ist gerade im Mehrspieler-Modus eine tolle Funktion, um schnell dem feindlichen Feuer zu entkommen.

In seinem Missionsaufbau erinnert Killzone leicht an Crysis 3. Denn im Gegensatz zu Call of Duty - Ghosts gibt es keine Level-Schläuche, sondern große Areale. Und hier beginnt das eigentliche Problem mit der Orientierung. Es gibt keinerlei Bildschirmanzeigen, die euch zum nächsten Einsatzort führen.

Die zuschaltbare Markierung ist ungenau und verschwindet nach etwa zwanzig Sekunden wieder. Zudem sind die Texte und Symbole in Killzone derart klein geraten, dass man schon sehr dicht vor dem Fernseher sitzen muss, um sie eindeutig identifizieren zu können.

Diese Schwäche in der Benutzerführung sorgt immer wieder für ein verschlepptes Spieltempo. Häufig sucht ihr nach dem richtigen Weg oder experimentiert mit der OWL herum. Das ständige Klicken auf das Digitalkreuz nervt auf Dauer ebenfalls. Der Spielfluss gerät daher immer wieder ins Stocken.

Warum Guerilla Games trotz der großen Areale keinerlei Kartenfunktion oder andere Hilfsmittel eingebaut haben, bleibt wohl deren Geheimnis. Diese Inkonsequenz setzt sich allerdings auch in den Erklärungen der Missionen fort.

Hier fehlt es einfach an Details und Informationen, die euch das Leben in Killzone - Shadow Fall ein wenig erleichtern. Stattdessen fühlt ihr euch zuweilen von dem Programm allein gelassen.

Weiter mit: Brillante Technik und nette Ideen

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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