Test Age of Pirates: Caribbean Tales

von Daniel Frick (11. Oktober 2006)

Vor über 4 Jahren brachte der russische Entwickler "Akella" das Piratenabenteuer "Sea Dogs" heraus. Nun ist im Windschatten vom "Fluch der Karibik" ein neuer Titel der Russen erschienen, der im gleichen Szenario handelt. Ob sich "Age of Pirates: Carribean Tales" am großen Klassiker "Pirates!" messen lassen kann, wisst ihr nach der Lektüre dieses Testberichts.

Der CharakterbildschirmDer Charakterbildschirm

Nichts neues unter der (Karibik)sonne

Ein kurzes Video zur Einleitung der Story und ich erahne, dass ich wohl Karriere als Pirat machen darf. Über einen eigentlichen Auftrag lässt mich das erwähnte Video nämlich genauso im Unklaren wie über ein Tutorial zur Steuerung, denn die Menüs sind zwar abenteuerlich, aber leider auch unübersichtlich. So finde ich mich in einer karibischen Hafenstadt wieder und die ersten Minuten mache ich mich mit der Steuerung vertraut.Weil ich schon ähnliche Spiele, allen voran den Klassiker "Pirates!" gespielt habe, weiß ich, dass ich im Hafen ablegen kann, in der Kneipe Aufträge annehmen und Besatzung anheuern und mich beim Gouverneur auf eine bestimmte Seite schlagen kann. Wo man hinsieht, ist "Age of Pirates" ein (recht uninspirierter) Aufguss des erwähnten Klassikers. Die Geschichte, die das Spiel begleitet, handelt ebenfalls von einem verschollenen Familienmitglied und so darf man nach Herzenslust alles tun, was ein Seeräuberherz begehrt: Freundliche oder feindliche Schiffe versenken oder Kapern, Degenduelle ausfechten und so zum größten Freibeuter der Karibik aufsteigen. Dabei hat man dem Spieler wie in vergleichbaren Titeln ein paar Rollenspielelemente spendiert, in denen man seinem Kapitän in bestimmten Fähigkeiten Punkte zuteilen darf.

Unterwegs auf einer InselUnterwegs auf einer Insel

Technische Umsetzung

Wenn man schon nicht erwarten darf, dass man mit frischen Ideen überrascht wird, so sollte man für sein Geld doch zumindest ein Spiel bekommen, das sich eingängig bedienen lässt und Spaß am Piratenszenario aufkommen lässt. Doch leider ist "Age of Pirates" auch hier recht schwach auf der Brust. Die Grafik ist zumindest in Hinblick auf die hübschen Wetter- und Wassereffekte sehr ansehnlich, auch wenn die Modelle im Detail recht polygonarm sind. Doch auch hier erinnert alles sehr stark an das Vorbild "Pirates!". Das komplizierte und fummelige Menü für die Seeschlachten verlangt einem einen umfangreichen Nautik-Kurs ab: Anstatt schlicht auf Knopfdruck zu feuern, kann ich mich in gut gemeinten Untermenüs über die Auswahl der Munition verlieren. Genau wie "Sea Dogs" ist es recht schwierig, eine Seeschlacht zu bestreiten bzw. das Schiff in der selbigen zu kommandieren. Das würde Stress bedeuten, wenn die KI gut wäre. Dann wäre ich wohl in meiner ersten Stunde etliche Male von einem Piraten versenkt worden. Doch die waren recht unentschlossen oder aber von meinem Auf- und Abtakeln der Segel erschreckt. Angegriffen wurde ich jedenfalls nicht. Die Liste der Mängel ließe sich noch über diverse Bugs, die spärliche Soundkulisse und einiges andere erweitern...

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