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Drakengard 2 (Playstation 2)

Artikel veröffentlicht am 27.03.2006

Nachdem "Drakengard" vor 2 Jahren trotz wenig überragender Technik besonders in Japan einen Überraschungshit landen konnte, folgt nun der obligatorische Nachfolger. Ob "Drakengard 2" seine Sache nun besser macht wie der Vorgänger, erfahrt ihr in unserem Test Von Salome Schüle

Ein neuer Held

Nowe - der neue Held

Ein kleiner freundlicher Junge namens Nowe, der noch keine Ahnung von den Gefahren der Welt hat, kommt frisch aus der Ritterschule, um gleich die ganze Welt zu retten, wie sich bald herausstellt. Damit ihm diese Aufgabe nicht über den Kopf wächst, steht ihm bei seiner Mission sein herzensguter Freund, ein Drache namens Legna, zur Seite den ihr ebenfalls selber steuern könnt. Insgesamt ist die Story, die sich wie ihr seht nun um 2 völlig neue Helden dreht, bedauerlicherweise nicht mehr ganz so interessant, wie die eures stummen Helden aus dem ersten Teil und sehr vorhersehbar. Das Abenteuer von Nowe und Legna spielt in der Verfolgerperspektive und ist in einzelne Missionen unterteilt. Nachdem ihr auf der Weltkarte euren nächsten Einsatzort gewählt habt, geht es eigentlich nur noch darum, alles was sich Feind nennt platt zumachen und das sowohl aus der Luft, wie auch am Boden. Zumeist jedoch seit ihr mit Nowe oder einem der Helden, die ihr im Verlauf des Spiels noch kennen lernen werdet, am Boden unterwegs und teilt mit ihren Schwertern oder anderen Waffen Hieb- und Stichfestargumente aus.

Jede Menge Gegner

Legna, Nowes treuer Helfer

Die meiste Zeit des Spiels seit ihr von unzähligen Gegner umringt, denen ihr allen den Gar aus machen müsst. Da sie alle aber über quasi gar keine KI verfügen, ist das Ganze meist nichts weiter als eine andauernde Metzelorgie, etwas aufgelockert durch allerlei RPG Elemete wie das updaten eurer Charaktere und Waffen. Wenn euch die Gegnerhorden aber doch mal zu viel werden, könnt ihr per Tastendruck Unterstützung von eurem fliegenden Freund Legna aus der Luft anfordern, der dann, vorausgesetzt ihr kämpft nicht gerade in Höhlen oder Gängen, was jedoch recht häufig vorkommt, mit mächtigen Feuerbällen unter den Gegnern aufräumt, die diesem quasi nichts entgegensetzten können. An anderen Stellen seit ihr gleich ganz auf eurem Drachen unterwegs und kämpft in der Luft gegen allerlei seltsame würfelartige Gegner, die kaum eine Chance gegen den übermächtigen Drachen haben und mittels Spezialpunkten zum Aufsammeln sogar mal komplett vom Bildschirm vertrieben werden. Die Flugpassagen auf Lega, die mit "Panzer Dragoon" verglichen werden können und stets am Anfang einer Mission stehen, lockern das Spielgeschehen sehr schön auf.

Durchschnitt trotz Verbesserung

Gegner über Gegner

Technisch gesehen hat sich "Drakengard 2" im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert, ist aber trotzdem immer noch unterster Durchschnitt. Lediglich die wirklich beeindruckenden Lichteffekte können sich echt sehen lassen. Ansonsten erwarten euch matschige Texturen und immer wieder stark flimmernde Kampfgebiete. Die Kamera hingegen ist unverändert zickig und stur. Meist verfolgt ihr das Geschehen auf dem Bildschirm aus einem recht unpraktischen Winkel, weshalb es häufig schnelle Kameraschwenks gibt, die ziemlich nerven. Schlimmer als die Kamera ist jedoch die KI der Gegner, die es aber eigentlich gar nicht gibt. Immer wieder stehen sie einfach nur da und warten darauf von euch ins Jenseits geschickt zu werden und reagieren noch nicht mal wenn man direkt vor ihnen steht. Die Steuerung hingegen weist keine Mängel auf, bis auf die Tatsache, dass sie in großen Kämpfen immer wieder nur mit Verzögerung reagiert. Die Kampfattacken werden mit zwei Knöpfen ausgeführt und auch bei den Flugeinlagen ist die Steuerung stets übersichtlich und einfach. Die Hintergrundgeräusche, mit denen das Kampfgeschehen untermalt wird, sind in Ordnung, die Hintergrundmusik ist jedoch ein sehr seltsamer Mix und eine Katastrophe, die sich zudem ständig wiederholt.

Fazit

von Salome Schüle

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich bei "Drakengard 2" einiges verbessert: das Spiel ist hübscher, die Technik besser und das Spiel abwechslungsreicher. Gleichzeitig ist es aber eben nicht hübsch, die Technik nicht gut und das Spiel auch nicht abwechslungsreich, sondern lediglich eine typische Metzelorgie, die nur kurzzeitig motiviert und dann schnell langweilig wird. Da die Story im Vergleich zum Vorgänger langweilig und vorhersehbar und der Held ein naiver Anfänger ist, gibt es nichts (außer den spielauflockernden Flugeinlagen mit dem Drachen), das dieses Spiel über den Durchschnitt hinaushebt. So bleibt eine typische Metzelorgie, wie jede andere auch, die höchstens für Fans einen Blick wert ist.

spieletipps meint:
72

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