Spiele-Hits 2014: Das erwartet euch - Thief und Dying Light

(Special)

Thief (PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360)

Hier ist der Name Programm. In Thief treibt ihr euch in einer Stadt namens The City herum. Vor langer Zeit war es eine für das Mittelalter pulsierende Metropole - jetzt beherrscht ein elitäres Grüppchen die gesamte Bevölkerung.

Alles Gute kommt von oben - nur nicht für diese Wachen. Denn es ist Meisterdieb Garrett und er will nicht nur spielen.Alles Gute kommt von oben - nur nicht für diese Wachen. Denn es ist Meisterdieb Garrett und er will nicht nur spielen.

Warum die Reichen den Protagonisten Garrett als Dieb bezeichnen, ist bis jetzt genauso unklar wie seine primären Handlungsmotive. Klar ist dagegen, dass ihr durch dunkle Gassen in noch dunkleren Schatten an Wachen vorbeischleicht, Häuservorsprünge erklimmt und das alles aus der Ego-Perspektive steuert.

Ihr lauft, duckt euch im richtigen Moment und könnt euch hinter Häuserecken seitlich aus der Deckung beugen. Klettern funktioniert so eingängig wie bei Assassin's Creed. Warum ihr allerdings nur an bestimmten Stellen springen könnt? Ja, daran arbeiten selbst die Entwickler noch.

Per Fokus-Modus kann Garrett ähnlich wie in Hitman - Absolution seine Umgebung deutlicher wahrnehmen und Wachen sogar durch Wände sehen. Als Waffe stehen ihm Pfeil und Bogen zur Verfügung.

Entdecken euch jedoch die Wachen, solltet ihr lieber fliehen. Denn auf kurze Distanzen ist euer Held mit seinem Bogen schlecht aufgestellt - mit dem Knüppel zwar etwas besser, aber ihr habt keine Chance gegen die Schwerter der Wachen.

Fazit: Das neue Thief orientiert sich spielerisch an seinem Ursprung. Doch moderne Elemente wie der Fokus-Modus oder die omnipräsente Einblendung eures nächsten Ziels könnten Veteranen verschrecken. Aber keine Sorge: alle nicht benötigten Hilfen könnt ihr nach Belieben ausschalten. Eine gute Idee, um keine Zielgruppe zu verprellen.

Spielerisch ist es zunächst ungewohnt, nach dem Auffliegen auf die Flucht angewiesen zu sein - aber das steigert die Spannung zusätzlich. Genau wie das völlige Fehlen von Ladezeiten, so zumindest die Aussage des Entwicklers Eidos Montreal. Und Besitzer einer PS3 und Xbox 360 müssen nur Abstriche bei Texturen und Ladezeiten hinnehmen - das ansonsten sehr flüssige Spielerlebnis soll auch dort ohne Ruckler funktionieren.

Dying Light (PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360)

Neues Leben für das von Untoten beherrschte Zombie-Genre. Sozusagen Frischfleich. Denn in Dying Light trifft freies Umherrennen auf Kämpfe mit selbst gebastelten Waffen sowie einen einflussreichen Tag- und Nachtwechsel.

Renn, renn, renn: Dank der Ego-Perspektive wirkt das Spiel unheimlich dynmaisch und ist nah dran am Geschehen.Renn, renn, renn: Dank der Ego-Perspektive wirkt das Spiel unheimlich dynmaisch und ist nah dran am Geschehen.

Entwickler Techland, bekannt durch Call of Juarez, hat sich zwar auch bei der Konkurrenz umgeschaut und bedient, aber ein Alleinstellungsmerkmal gibt es: Das Spiel fühlt sich so an, als würdet ihr wie in Mirror's Edge aus der Ego-Perspektive durch eine Welt voller Zombies hasten, um ja nicht das Zeitliche zu segnen.

Neben den adrenalingelandenen Rasereien und den flüssig von der Hand gehenden Klettereinlagen mit sichtbar zugreifenden Händen und lauffreudigen Beinen, dreht sich alles um improvisierte Wege durch die Umgebung und das Erreichen eures Ziels mit möglichst kleinem Aufwand.

Die Umgebung besticht durch ihr südamerikanisches Flair, inklusive passender Pflanzenwelt aus Palmen und riesigen Blättern. Hier spielt ihr aber nicht nur einen Protagonisten, sondern gleich mehrere - von denen mindestens einer mit dem Virus befallen ist, der für die Zombie-Apokalypse verantwortlich zeichnet.

Und bei Nacht ist es dann richtig gefährlich: Zwar gibt es weniger Untote auf den Straßen, die sind dafür aber kräftiger und deutlich schneller, wodurch sie euch locker verfolgen können. Vorsicht ist hier geboten!

Fazit: Dying Light scheint auf den ersten Blick eine nette Zusammenstellung der besten Funktionen anderer Zombie-Spiele zu sein. Aber diese Beschreibung reicht hier längst nicht aus. Nein, hier handelt es sich um einen Top-Kandidaten, der durch seine Ego-Perspektive, seine offene Spielwelt, die hübsche Grafik und die vielen spielbaren Charaktere einen eigenständigen Weg geht.

Und eines lässt euch wortwörtlich Adrenalin ausstoßen: In diesem Spiel jagt nicht ihr die Zombies, sondern die Zombies euch - mit hoher Geschwindigkeit und nicht schleichend wie in anderen Spielen. Das fühlt sich aufregend an, ist stressig und lässt euch keine Ruhe. Genau das Richtige für einen spannenden Zock-Abend.

Weiter mit: Final Fantasy 15 und WoW - Warlords of Draenor

Tags: Fantasy   Horror   Science-Fiction   Hideo Kojima  

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