Test Das Schwarze Auge - Blackguards: Düstere Abenteuer in Aventurien

von Marcus Heckler (21. Januar 2014)

Finstere Wälder, schwarze Magie und eine Gruppe von Kriminellen, die versuchen das Böse aufzuhalten. Das Schwarze Auge - Blackguards bietet Abenteuer ohne die üblichen, strahlenden Helden.

Das Schwarze Auge - Blackguards ist das neue Rollenspiel von Daedalic.Das Schwarze Auge - Blackguards ist das neue Rollenspiel von Daedalic.

Ihr findet Prinzessin Elanor von Neetha tot im Wald. Wer hat sie getötet und warum? Bevor ihr's euch verseht, treffen Wachen auf der Waldlichtung ein. Ihr werdet des Mordes beschuldigt, verhaftet und zu Tode verurteilt.

Im Kerker verhört euch Lysander, ein gemeinsamer Freund von euch und der Verstorbenen. Noch bevor das Urteil vollstreckt wird, entkommt ihr aus dem Verlies. Eure Flucht gelingt mit Hilfe zweier Mitgefangener: dem Zwerg Naurim und dem Magier Zurbaran.

Kaum in Freiheit findet ihr heraus, dass Lysander nicht mehr in der Stadt ist. Hat er etwa etwas mit dem Mord zu tun? Die ungleiche Gruppe macht sich auf die Suche nach Hinweisen. Dabei werden sie von Kopfgeldjägern und zwielichtigen Gestalten verfolgt und kommen tatsächlich einer Verschwörung auf die Spur.

So beginnt das Rollenspiel-Abenteuer Das Schwarze Auge - Blackguards von Entwickler Daedalic. Hauptschauplatz des Spiels ist der südwestliche Teil des Kontinents Aventurien. Die Fantasiewelt ist nicht nur aus Spielen wie Memoria oder Drakensang bekannt.

Aventurien ist der Ausgangspunkt der Abenteuer des Tischrollenspiels "Das Schwarze Auge" (DSA). Das Genre ist besser bekannt als "Pen and Paper"-Rollenspiel. Blackguard orientiert sich an dieser Vorlage. Daraus entstanden ist eine durchaus spannende Mischung aus Rollenspiel und rundenbasierten Taktik-Gefechten. Ihr steuert gleich einen ganzen Trupp Helden. Der Rollenspiel-Teil besteht aus Gesprächen und Fertigkeitsbäumen, der strategische Teil aus Kämpfen auf Hexfeldern.

Eine offene Welt wie in Skyrim bietet Blackguards nicht, dafür aber eine dichte Atmosphäre und Helden, die nicht nur am Wohl der anderen interessiert sind. Und schneller als ihr denkt zieht euch das Spiel in seinen Bann.

Gauner sind die besseren Helden

Euer Charakter ist ein gesuchter Mörder und auch seine beiden Begleiter Naurim und Zurbaran sind alles andere als vorbildliche Helden. Beide sind verurteilte Verbrecher und besitzen ihre eigenen Vorstellungen von Moral.

Das Trio bleibt nicht lange allein, denn bald trifft es auf die Elfe Niam, die übrigens ein Drogenproblem hat. Blackguards scheint keinen Wert auf strahlende Helden zu legen. Das passt gut zur düsteren Atmosphäre und verleiht den Charakteren einen gewissen Charme.

Auch die Aufträge lassen viel Spielraum für moralische Interpretation. Ein Händler schickt euch zum Beispiel auf die Suche nach einem Zauberstab. Bringt ihr den Stab zurück, erhaltet ihr eine Belohnung. Oder ihr behaltet ihn einfach. Wenn ihr den Händler dann das nächste Mal trefft, belügt ihr ihn einfach und löst trotzdem die Nebenaufgabe.


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Tags: Fantasy   Singleplayer  

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