Die größten Skandale in Grand Theft Auto

(Special)

von Thomas Stuchlik (25. Januar 2014)

Gewalt, Sex, Verbrechen: Was in Grand Theft Auto an der Tagesordnung ist, sorgt nicht nur bei Spielern für Kontroversen. spieletipps zeigt euch die größten Skandale der Seriengeschichte.

Gewalt und Verbrechen beherrschen die Straßen von Grand Theft Auto.Gewalt und Verbrechen beherrschen die Straßen von Grand Theft Auto.

Beim Namen Grand Theft Auto (oder kurz GTA) schlagen Jugendschützer und besorgte Eltern gerne die Hände über dem Kopf zusammen. Schließlich ist diese brachiale Form virtueller Unterhaltung heftig umstritten. Der ebenso offene wie derbe Spielablauf setzt sich gerne über etwaige Tabus hinweg.

Dabei ist GTA vielleicht nur ein Teil des jugendlichen Rebellentums, das schon seit Jahrzehnten Bestand hat. Was früher Rock'n'Roll oder Heavy Metal war, sind heute vielleicht Videospiele wie GTA - eine Art des Aufstands gegen die Spießergesellschaft.

Doch gerade diese Spielserie macht keinen Hehl aus ihren kontroversen Inhalten. Nicht selten kämpft Hersteller Rockstar Games auch darum, seine Spiele hierzulande zu veröffentlichen. Teils erfolgreich, teils vergeblich, denn einige internationale Versionen stehen in Deutschland auf dem Index.

GTA geht nicht nur mit Gewalt recht freizügig um, sondern auch mit strittigen Themen wie Prostitution oder gar Rassismus. Doch Produzent Sam Houser und sein Entwicklerteam betreiben die Kontroverse nicht zum Selbstzweck. Vielmehr steckt in GTA viel Gesellschaftskritik, was selbst Spieler gerne übersehen.

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Die skandalträchtige Welt von Grand Theft Auto

Teilweise überspannen die Macher den Bogen allerdings. Deshalb stellen wir hier die größten Kontroversen der Serie vor. Auf den folgenden Seiten erfahrt ihr, was GTA so skandalös macht.

Gewalt als Verkaufsschlager

Schon die Entwicklung des ersten Teils von Grand Theft Auto beginnt skandalträchtig: Das unter dem Arbeitstitel Race'n'Chase entwickelte Spiel versetzt den Spieler ursprünglich in die Rolle eines Polizisten, der Verbrecher jagt. Das Überfahren von Passanten gibt Strafpunkte.

Werbeanzeigen für GTA preisen gezielt die im Spiel möglichen Verbrechen an.Werbeanzeigen für GTA preisen gezielt die im Spiel möglichen Verbrechen an.

Doch Produzent Sam Houser stempelt die Entwicklung als langweilige Simulation ab. Stattdessen stellt er den Spielablauf auf den Kopf. Der Spieler soll nun als Bösewicht agieren und stattdessen Punkte für überfahrene Fußgänger erhalten. Die Grundzüge der erfolgreichen GTA-Reihe sind geboren.

Optisch stinkt das 1997 erschienene GTA dank verwendeter Vogelperspektive gegen damalige Spielehits in 3D-Optik ab. Stattdessen setzen die Macher auf die darin verankerte Kontroverse mittels einer ruchlosen Werbekampagne. Speziell die Verfolgungsjagden und das Überfahren von Passanten werden beworben. Und dass "nicht verhindert werden kann, dass dieses Spiel auch von Jugendlichen gekauft wird". Ein Slogan, der anspricht.

Auch der Werbespruch "wirkt abstoßend auf Regierung, Polizei und Eltern" macht es zum Geheimtipp unter Spielern. Zeitungen in England reagieren dagegen geschockt angesichts der kriminellen Ausrichtung des Spiels. Doch das ist erst der Anfang ...

Weiter mit: Virtuelle Prostitution

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