Die größten Skandale in Grand Theft Auto - Hexenjagd und Folter

(Special)

Hexenjagd der Anwälte

Während sich hierzulande Ego-Shooter wie Doom, Counter-Strike und Call of Duty zum öffentlichen Buhmann bei unwissenden Politikern machen, erledigt diese Rolle GTA in Amerika. Dank der vorherigen aufgezählten Skandale sind Klagewellen für Rockstar unvermeidlich.

Politiker wie Anwälte wollen zügellose Gewalt in Spielen stoppen.Politiker wie Anwälte wollen zügellose Gewalt in Spielen stoppen.

Hillary Clinton bezeichnete San Andreas gar als "große Bedrohung der Moralvorstellungen". Sie wollte daraufhin 2005 ein Gesetz ins Leben rufen, aufgrund dessen Händler bestraft werden sollen, wenn sie Erwachsenenspiele an Minderjährige verkaufen. Doch ihr Antrag wurde gestoppt.

An dieser Stelle sei im Besonderen die "Hexenjagd" eines ehemaligen Anwalts gegen Gewalt und Sex in Spielen aufgeführt. Der damals in Florida tätige Jack Thompson klagte zuvor bereits erfolgreich gegen umstrittene Texte von Rap-Songs und sieht Anfang der 2000er Jahre mit Rockstar Games einen neuen Feind im Visier.

Er fand fadenscheinige Zusammenhänge zwischen Amokläufen an Schulen und Spielen mit gewalttätigen Inhalten. Kurzum wollte er nicht nur die Verkäufe von GTA stoppen, sondern auch den Hersteller dieser, wie er sagt, "Mordsimulatoren" selbst dichtmachen.

Doch Thompsons Verfahrensweise und Argumente machten ihn selbst unter Kollegen schnell unglaubwürdig. Schließlich bezeichnete er den Microsoft Flight Simulator auch als "Trainingsprogramm für Terroristen". Ein Gericht entzog ihm zuletzt die Anwaltslizenz.

Grausame Foltermethoden

Nach dem vierten Teil der Reihe glaubten Spieler, bereits alles im vielschichtigen Verbrecheruniversum von GTA gesehen zu haben. Schließlich erscheint auch Teil 5 ungeschnitten in Deutschland und lässt zunächst kaum auf den skandalträchtigen Inhalt der Mission "Streng nach Vorschrift" schließen.

Geschmacklos? Diesen Mann sollt ihr mittels "Waterboarding" foltern.Geschmacklos? Diesen Mann sollt ihr mittels "Waterboarding" foltern.

Denn hier foltert ihr in der Rolle von Trevor eine arme Seele, damit diese entscheidende Informationen verrät. Vier Methoden stehen zur Wahl - eine scheusslicher als die andere. So quält ihr das Gegenüber mit Elektroschocks, brecht ihm die Knie mit einer Rohrzange oder reisst ihm einen Zahn heraus.

Richtig makaber wird's allerdings beim sogenannten "Waterboarding": Bei diesem weltweit heftig umstrittenen Verfahren schüttet man Wasser auf das mit Stoff bedeckte Gesicht des Opfers. Dieses erlebt während der Folterung das Gefühl des Ertrinkens.

Der deutsche Jugendschutz hat mit dieser umstrittenen Sequenz scheinbar keine Probleme. Ganz anders als die Japaner: Denn in Fernost ist die Szene nicht interaktiv, sondern nur als selbstablaufende Zwischensequenz eingebaut.

Das große Medienecho bleibt aktuell noch aus, doch einige Spieler halten diese Spielstelle einfach nur geschmacklos. Manche brechen gar GTA 5 an dieser Stelle ab. Schließlich ist die Foltersequenz nicht optional, sondern vom Spiel vorgeschrieben.

Was meint ihr dazu? Gehen die Macher hier wirklich einen Schritt zu weit? Und welche Skandale haben eure Spielerkarriere erschüttert?

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