Vorschau Dark Souls 2 - Fakten und Meinung von Onkel Jo und Daniel

Die Ratten auf Abstand zu halten, ist eine gute Taktik.Die Ratten auf Abstand zu halten, ist eine gute Taktik.

Fakten

  • individuelle Bewegungsabläufe durch "Motion Capture"
  • ihr wertet euch nicht mehr am Leuchtfeuer, sondern bei einem Charakter auf
  • Lebensbalken verkleinert sich mit jedem Tod
  • Leuchtfeuer lassen Gegner wieder auferstehen
  • Gegner agieren hinterlistiger
  • Invasoren können auch auch in Hüllenform angreifen
  • zeitlich-beschränkte Unterstützung durch Mitspieler
  • Kommunikation über Mikrofon
  • neue Fraktionen, die mehr Auswirkungen haben
  • verbesserte Grafik und Spieloberfläche
  • erscheint voraussichtlich am 14. März 2014 für PS3 und Xbox 360
  • die PC-Version erscheint später
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Meinung von Onkel Jo

Aus dem Salon schwappt eine Geräuschkulisse wie von einem billigen Erotik-Film. Aus allen Ecken stöhnen und schnaufen Pressevertreter, die Bandai Namco in das Schlosshotel von Kronberg geladen hat. Sie spielen Dark Souls 2 und leiden. Ich gehöre dazu.

"Vielleicht habt ihr es schon einmal gesehen, etwa in einem Traum. Ein finsteres, vergessenes Land", flüstert euch eine Frauenstimme am Anfang von Dark Souls 2 zu. Sie meint bestimmt das finstere Land in meinem Kopf, in dem ich heimlich ins Kissen weine - weil ich wieder mal in roten Buchstaben "Ihr seid gestorben" auf dem Bildschirm lesen muss.

Ich komme mir vor wie der Frosch, der in einem Topf kochendem Wasser gelandet ist und versucht herauszuspringen. Ein neuer Raum. Tot. Das letzte Leuchtfeuer - und damit der letzte Wiederbelebungspunkt - liegen Minuten zurück. Alles von vorn. Auswendig lernen. Einen Raum weiter kommen. Erneut sterben. Dark Souls 2 ist das denkbar schlechteste Spiel für eine kurze Probepartie.

Es gibt definitiv Angenehmeres, als mal eben in diesen Rollenspiel-Brocken reinzuspielen. Im Allgemeinen bin ich durchaus leidensfähig und bereit, mich in ein Spiel hineinzubeißen. Kocht ein Spiel die Lernkurve langsam hoch, bleibt der Frosch in mir auch in dem Topf hocken bis er gar ist. Dark Souls 2 ignoriert diese, meine zarten Wünsche. Aber gut, jeder weiß das und dafür lieben alle die Serie. Erfolgserlebnisse gönnt einem das Spiel nur wenige. Doch diese fallen dafür auch intensiver aus. Das ist vermutlich das Erfolgsrezept, das auch im neuen Teil von Dark Souls wieder fesselt. Denn dieses Spiel fesselt enorm.

Zunächst wirkt es grau und kantig, wie ein europäisches Rollenspiel. Doch der Gothic-Flair verfliegt, sobald der Held später im Spiel ein zwei Meter langes Breitschwert zieht. Da kommen dann doch die japanischen Wurzeln durch und ich fühle mich kurz wie in Final Fantasy 7. Und was ich mag ist, dass das Spiel Humor besitzt. Ich lache über die Beschreibung im Charakter-Editor für den Bettler („Nackt und unbekannter Herkunft. Hat nichts zum Kämpfen außer seinem lebensbejahenden Leib“). Ich lache über die drei Mini-Schweine, die mich im ersten Dort tot beißen. Ich lache über mich selbst, weil ich mich auf diese masochistische Rollenspiel-Mission tatsächlich freue.

Meinung von Daniel Kirschey

Dark Souls ist für mich ein Erlebnis. Ein Erlebnis, das sich lohnt. Ich ziehe mit dem Schwertkämpfer durch die ersten Gegenden und schlage mich recht gut. Natürlich ereilt mich bald der erste Bildschirmtod. Dennoch werde ich schnell warm mit Dark Souls 2 - trotz der deutlichen Unterschiede zum Vorgänger.

Mein Charakter bewegt sich anders. Das Spielgefühl hat sich verändert. Vielleicht sollte ich nochmal eine andere Klasse ausprobieren, denke ich mir. So wechsle ich zum Krieger. Da er ein Schild hat, gehe ich kurz davon aus, dass mir es mit dem Krieger einfacher fällt, die Untotenhorden niederzustrecken. Doch verwundert muss ich feststellen, dass ich mich mit dem Schwertkämpfer besser angestellt habe. Ich blocke in Dark Souls 2 weniger, dafür rolle ich mehr. Doch durch Dark Souls antrainierte Automatismen helfen mir im Nachfolger immer noch. Langsam vorgehen und jede Bewegung des Gegner beobachten.

Die Welt von Dark Souls 2 erschließt sich nur Schritt für Schritt. Genauso, wie ich mich in kurzen Stücken im Spiel vorarbeite, bekomme ich immer nur kleine Happen der Geschichte serviert: Hier ein Hinweis in einem Dialog, dort die kryptische Beschreibung eines Gegenstandes.

So weckt das in mir neben dem Kämpfer auch den Erforscher und Kundschafter. Ich verliere mich noch mehr in der Welt. Dadurch, dass ich sie mir erarbeiten muss, gewinnt sie für mich auch an Bedeutung. Natürlich stelle ich mich darauf ein, dass es wie im ersten Teil Stellen im Spiel gibt, die mich verzweifeln lassen (Oh, Ornstein und Smough, euch schaue ich gerade an!).

Doch das Gefühl einen besonders schweren Gegner besiegt und ein weiteres Mosaiksteinchen im Puzzle der Geschichte gefunden zu haben, ist in Dark Souls 2 genauso intensiv wie im ersten Teil. Für mich kann der 14. März nicht schnell genug kommen.

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Tags: Singleplayer   Koop-Modus   Fantasy  

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