Test Lightning Returns - FF 13 - Alte Freunde und Wertung

Klassentreffen à la Final Fantasy

Da Wiedersehen bekanntlich Freude bereitet, trefft ihr in Lightning Returns auf die gesamte Heldentruppe aus Final Fantasy 13 sowie Noel aus 13-2. Hope scheint dabei eine zentrale Rolle zu spielen. Schließlich befasst er sich bereits seit 13-2 mit Zeitverzerrungen und ähnlich gearteten Phänomenen.

Fang ist eines von vielen bekannten Gesichtern, auf die ihr im Spiel trefft.Fang ist eines von vielen bekannten Gesichtern, auf die ihr im Spiel trefft.

Dann wäre da noch Snow, der Verlobte von Lightnings Schwester Serah. Heißblütig und ungestüm war er schon immer. Doch mittlerweile ist er auch erwachsener geworden. Zeit genug hatte er dazu auf jeden Fall, spielt doch Lightning Returns 500 Jahre nach den Geschehnissen von Final Fantasy 13.

Außerdem trefft ihr ihm Spiel auf die stets aufgedrehte Vanille. Auch nach einem halben Jahrtausend trägt sie noch immer einen Kittel, der scheinbar aus überfahrenen Wieseln zusammengenäht ist. Sehr kleidsam. Auch ihre Begleiterin Fang hat einen Auftritt. Kenner wissen: die beiden Mädels sollten eigentlich zu Kristall erstarrt sein. Zumindest endet so der erste Teil der Trilogie.

Auch Sazh ist wieder mit von der Partie. Seine Haare gleichen noch immer einem Vogelnest. Und erstaunlicherweise haust darin auch tatsächlich ein Vogel. Ein Chocobo-Küken. Und zwar immer noch das selbe wie vor 500 Jahren.

Welche Rolle Lightnings ehemalige Gefährten und Freunde spielen, ist ein großes Geheimnis, das an dieser Stelle auf keinen Fall gelüftet wird. Welchen Dreh die Autoren bei Square Enix anwenden, um dem ganzen Konstrukt aus Zeit, Zeitverzerrungen, göttlicher Einmischung, Chaos, Apokalypse, Freundschaft, Liebe, Hass und Drama noch einen plausiblen Hintergrund zu verleihen, solltet ihr selber herausfinden. Unterhaltsam genug ist Lightnings Abschied allemal.

Fakten:

  • Abschluss der "Fabula Nova Crystallis"-Saga
  • 2 Schwierigkeitsgrade von Anfang an wählbar
  • englische Sprachausgabe, deutsche Untertitel
  • japanische Sprachausgabe in den ersten 2 Wochen nach Verkaufsstart kostenlos als Erweiterung erhältlich, danach kostenpflichtig
  • abwechslungsreiche Aufgaben
  • komplett überarbeitetes Kampfsystem
  • taktisch fordernde Echtzeit-Kämpfe
  • vergleichsweise schwache Grafik
  • unspektakuläre aber stimmige Musikuntermalung
  • komplexes aber einfach anwendbares Ausrüstungssystem
  • erweiterbare Fähigkeiten der Hauptfigur
  • exakte Steuerung
  • 4 große Hauptbereiche
  • Charakterentwicklung erfolgt durch Lösen von Aufgaben
  • frei justierbare Kamera
  • ab heute erhältlich für PS3 und Xbox 360

Meinung von Micky Auer

Lightning Returns - Final Fantasy 13 ist das absolute Gegenteil von, nun ja, Final Fantasy 13. Fast scheint es, als hätten die Entwickler eine große Liste mit allen Punkten angelegt, die an den ersten beiden Teilen der Trilogie am heftigsten kritisiert worden sind, um sie Stück für Stück abzuhaken.

Kämpfe gewinnt ihr nicht mehr durch Bestätigen des Autokampf-Befehls und hin und wieder einem müden Paradigmenwechsel, um die Heilfähigkeiten der Kämpfer zu aktivieren. Lightning steht (meistens) alleine auf dem Schlachtfeld und gehorcht euren Eingaben punktgenau. Das macht Spaß, ist fordernd und verleiht dem Spiel mehr Biss.

Auch die Geschichte gefällt mir. Ich mag düstere Endzeit-Szenarien. Selbst dann, wenn sie in einer so konstruiert wirkenden Welt stattfinden, wie sie zu Beginn der Trilogie vorgegeben wurde. Nicht perfekt, aber für meine Begriffe weitaus besser als das unnötige Fal-C'ie-L'Cie-Cie'th-Verwirrspiel der Anfänge.

Grafik und Musik sind für mich ein wenig zwiespältig geraten. Die Musik fand ich sowohl von der Komposition als auch von der Umsetzung her in Ordnung - vom Hocker gerissen hat sie mich nicht, aber sie ist mir auch zu keinem Zeitpunkt unangenehm aufgefallen. Sagen wir einfach mal: Gelungen.

Grafisch hingegen war ich ein wenig enttäuscht. Die Spielwelt sieht vor allem in Städten oftmals blank aus. Die Gesichter von Passanten sind teilweise arg gruselig geraten. Dafür feiert Lightning in Kämpfen ein Grafikgewitter ab, bei dem ihr öfter mal die Übersicht verliert.

Dennoch: Alles in allem ist der Abschluss der "Fabula Nova Crystallis"-Saga ein durchaus interessantes und spielenswertes Stück Software geworden. Ein beliebiges Stück Software, wohlgemerkt. Denn als eigenes Spiel kann ich Lightning Returns akzeptieren und gutheißen. Ein Teil des über 25 Jahre alten "Final Fantasy"-Universums wird es jedoch für mich niemals sein. Egal, wie oft sich Lightning noch umzieht.

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meint: Überraschend frisches Rollenspiel-Abenteuer mit rasanten Käpfen und optischen Schwächen. Würdiger Abschluss der "Final Fantasy 13"-Trilogie.

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Tags: Singleplayer   Fantasy  

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