Vorschau Wolfenstein - New Order - Entscheidungen im Jahr 1960

Nicht nur Braun-Töne

Die Grafik per se lockt keinen Altnazi hinter dem Ofen vor, läuft aber absolut flüssig. Selbst auf der PlayStation 4 läuft die Ballerei laut Hersteller mit durchgehend 60 Bildern pro Sekunde. Beim Probespiel sind die geschmeidigen Schwenks jedenfalls positiv aufgefallen.

Was wäre wenn … moderne Regime-Uniformen.Was wäre wenn … moderne Regime-Uniformen.

Etwas schade ist, dass es mit der Physik im Spiel nicht all zu weit her zu sein scheint. Wenn Kaffeetassen selbst nach einer Salve aus dem Maschinengewehr noch unberührt auf der Ablage stehen, vermittelt das doch recht unverhohlen, dass ihr euch nur durch eine Welt voller 3D-Tapeten kämpft.

Wolfenstein stellt euch ein ums andere Mal vor moralisch schwierige Entscheidungen. Welche Wahl ihr trefft, spielt im Endeffekt vermutlich zwar keine große Rolle. Doch alleine im Spiel über Leben und Tod zu grübeln, hinterlässt die Fingerabdrücke des Horrors auf eurer Seele.

Nicht vielen Spielen gelingen solche Momente. An sich eher stumpfen Ego-Shootern schon gar nicht. Insofern scheinen die Entwickler von Machine Games alles richtig zu machen. Wolfenstein für den Feinschliff um ein paar Monate verschoben zu haben, erweist sich offenbar als gute Wahl.

1960 - jetzt geht es erst richtig los

Nachdem ihr gerade um Haaresbreite der Todeskammer des Generals entkommen seid, trifft euch ein Trümmerteil an der Stirn. Die graue Welt des Zweiten Weltkriegs verschwimmt. Ihr erwacht in einem Sanatorium. Dort vegetiert Blazkowicz vor sich hin.

Die Jahre ziehen im Zeitraffer vorbei. Nur Momentaufnahmen setzen sich in eurem Bewusstsein fest. Eine freundliche Krankenschwester namens Anja, die euch füttert. Soldaten, die Patienten abholen. „Ein seltsames Gefühl. Gefangen in meinem Körper“, kommentiert Blazkowicz in Gedanken in wachen Momenten seinen Dämmerzustand. Als er durch ein einschneidendes Ereignis wieder zum Leben erwacht, ist es 1960. Und die Na … das Regime hat den Krieg gewonnen.

Die Welt, in der ihr euch jetzt befindet, könnte kälter nicht sein. Auf der Suche nach dem Widerstand dringt ihr tief ins braune Herz des Regimes ein. Währenddessen entwickelt euer Held neue Fertigkeiten und ihr findet immer wahnwitzigere Waffen. Auch nach 14 Jahren Rollstuhl seid ihr der Muskelprotz aus dem Krieg, an dem die Unbill des Lebens abprallt wie an einer Gummizellenwand.

Das Überraschende daran: Das stört überhaupt nicht! Auch wenn ihr eher wie Superman anmutet, transportiert das Spiel die Geschichte beklemmend glaubhaft und die Action kompromisslos trocken.

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Tags: Singleplayer  

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