Test Infamous 3 - Schwächen im Detail, aber tolle Grafik

Auch Supermänner haben Schwächen, besonders per Touchpad

An einigen Stellen bleiben Macken im Spiel. Fallt ihr beispielsweise ins Wasser, stellt ihr fest, dass euer ansonsten übermächtiger Protagonist nicht schwimmen kann. Per Druck auf das DualShock-Touchpad landet ihr wie von Geisterhand wieder an Land. Das ist schlichtweg inkonsequent gelöst. So wie der Einsatz des Touchpads generell: Mal öffnet ihr damit ein Tor, mal zieht ihr die Energiequelle eines Lastwagen heraus. Ein Druck auf eine Aktionstaste hätte es auch getan. Der Mehrwert bleibt schlichtweg aus.

Beseitigt ihr in einem Stadtviertel die Soldaten in ihrer Basis, befreit ihr das Gebiet zu einem gewissen Pozentsatz von der DUP-Überwachung.Beseitigt ihr in einem Stadtviertel die Soldaten in ihrer Basis, befreit ihr das Gebiet zu einem gewissen Pozentsatz von der DUP-Überwachung.

Des Weiteren sind die (technisch astreinen) Zwischensequenzen gerade zu Beginn viel zu häufig im Einsatz. Dadurch zieht sich der Einstieg ins Spiel buchstäblich in die Länge. Nach drei Minuten Spielzeit gibt es eine Zwischensequenz, dann bereits erneut nach zwei Minuten. Seid ihr aber erstmal in der Stadt angekommen, könnt ihr euch frei entfalten.

Insgesamt könnt ihr dem Spiel bis zu einem gewissen Grad auch Innovationsarmut vorwerfen. Es gibt wenig, was ihr nicht bereits aus anderen Titeln kennt. Die Ausnahme: der noch unverbrauchte Schauplatz und die mitunter sehr lustigen Phrasen, die Delsin während der Kämpfe oder Entdeckungstouren von sich gibt.

Willkommen im nächsten Konsolenzeitalter

Dass ihr vor einem Spiel der nächsten Konsolengeneration sitzt, fällt euch an zahlreichen Stellen auf: Zu allererst begeistern die Gesichtsanimationen während der Echtzeit-Zwischensequenzen. In Dialogen zwischen Delsin und seinem Bruder erkennt ihr in den Gesichtern Verzweiflung, Angst, Ratlosigkeit oder Wut. Das unterstützen die sehr guten Sprecher - allerdings nur im englischen Originalton. Die deutsche Sprachausgabe wirkt im Vergleich oft unecht, weil aufgesetzt und lustlos. Und sie ist im Grunde nicht lippensynchron. Wer mit englischem Ton und deutschen Texten spielen möchte, stellt die Option "Lokalisiertes Audio" aus. Musikalisch gibt es bei Kämpfen passende Rockmusik, sonst eher mysthische Klänge.

Wer die Stadt mal von oben sehen möchte, aktiviert nach zweifachem Drücken der Sprung-Taste kurzzeitig seinen rauchenden Raketenantrieb und gelangt so auf Häuserdächer.Wer die Stadt mal von oben sehen möchte, aktiviert nach zweifachem Drücken der Sprung-Taste kurzzeitig seinen rauchenden Raketenantrieb und gelangt so auf Häuserdächer.

Eine angenehme Atmosphäre schafft dagegen der Schauplatz Seattle. Besonders bei virtuellem Regen zeigt die PlayStation 4 ihr Können: Einzelne Regentropfen prasseln auf dem detaillierten Textur-Asphalt und hinterlassen kurzzeitig beim Aufprall ihre Wasserringe. Die Umgebung spiegelt sich in Pfützen und Autos, Neon-Reklame in den Glasfassaden von Bürogebäuden.

Zusätzlich erkennt ihr architektonische Markenzeichen der Stadt wie den "Space Needle"-Turm und die Hochbahn zieht ihre Bahnen auf den Gleisen über den Straßen. Flaggen wehen im Wind und wenn ihr gegen die Sonne schaut, blendet euch ein heftiger Blendenfleck-Effekt.

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