Test Infamous 3 - Fazit und Wertung

Fehlende Logik, nette Nebenaufgaben

Dennoch hätten dem Spiel ein erhöhtes Verkehrs- und Passantenaufkommen gut getan: Stellenweise fahren drei Autos auf einer Hauptstraße entlang und nur acht Menschen gleichzeitig laufen herum. Etwas wenig für eine Metropole wie Seattle. Auch komisch: Löst ihr euch in Rauch auf oder sprintet Häuserwände hoch, ist das für die Passanten normal. Sie zeigen keine Reaktionen darauf. Hier hätten es die Entwickler noch genauer nehmen sollem - fürchten sich doch angeblich alle vor diesen Superkräften. Erst wenn ihr jemanden schlagt, rennen plötzlich alle kreischend davon.

Eure Neon-Kräfte tauchen eure Umgebung kurzzeitig in ein grelles Licht. Die PS4 zeigt zu jeder Zeit, was sie grafisch alles darstellen kann.Eure Neon-Kräfte tauchen eure Umgebung kurzzeitig in ein grelles Licht. Die PS4 zeigt zu jeder Zeit, was sie grafisch alles darstellen kann.

Was neben den auf der Karte eingezeichneten Hauptmissionen Laune macht, ist mit den Superkräften durch die Stadt zu rennen, fliegen und springen. Auf schnellstem Wege braucht ihr zehn Real-Minuten von Nord nach Süd - von Ost nach West sind es fünf. Die Stadt ist also keinesfalls winzig.

Zusätzlich könnt ihr jederzeit neue Explosionsscherben dank der umfangreichen Seattle-Karte aufspüren und Nebenmissionen annehmen. So dürft ihr in jedem Viertel den DUP-Sperrbezirk beseitigen, indem ihr den dort stehenden und gesicherten DUP-Truck zerstört, die Überwachungskameras von der Wand ballert und das Viertel so nach und nach von der DUP befreit. Am Ende wartet ein Viertel-Finalkampf auf euch, mit dem ihr bei Erfolg die DUP komplett aus dem Viertel verjagt.

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Fakten:

  • Seattle als unverbrauchter Schauplatz
  • enge Verflechtung von Geschichte und Missionsaufgaben
  • viel Abwechslung von Mission zu Mission
  • 3 Schwierigkeitsgrade
  • zerstörbare Umgebung
  • tiefgehendes Karma-System
  • Grafik im Stil der nächsten Konsolengeneration
  • authentische Gesichtsanimationen
  • sehr genaue Steuerung
  • kein Mehrspielermodus
  • Hauptcharakter kann nicht schwimmen
  • subtile, erfrischende Spieleinführung
  • komplett auf Deutsch spielbar
  • erscheint voraussichtlich am 21. März für PS4

Meinung von Jens-Magnus Krause

Ich wollte, aber ich konnte nicht aufhören zu spielen. Von der ersten Sekunde an fühle ich mit Protagonist Delsin mit - ja verstehe seine Wünsche, Ängste und auch seine rebellische Gegen-alles-Einstellung. Wer von uns wollte nicht schon immer mal gegen das System rebellieren?

Des Weiteren fesselt mich das erweiterbare Kampfsystem, die spannende Hintergrundgeschichte, die Entscheidungsfreiheiten und die Umgebung. Kurzum: Dem Spiel gelingt der Einstieg in die Ära der neuen Konsolengeneration. Bis auf kleinere Schwächen, wie Delsins fehlendem Seepferdchen-Abzeichen. Das ist als cooler Typ mit Superkräften nur eins: super schwach. Klar ist auch, dass es sich hier um kein zweites Grand Theft Auto 5 oder auch Watch Dogs handelt. Jede Aktion, die ich ausführen kann, ist von den Entwicklern streng vorbestimmt. Wer also Auto fahren möchte, ist hier falsch.

Aber wenn ich durch die Stadt fliegen, springen und klettern kann, komme ich gar nicht auf so langweilige Ideen wie mit einem Auto zu fahren. Da haue ich lieber noch drei DUP-Soldaten um, zerlege deren Stützpunkt nahezu in Schutt und Asche und baue meinen Karmalevel weiter aus. Warum? Weil ich es kann! Und um danach noch mächtiger zu sein!

87 Spieletipps-Award

meint: Spielerisch unterhaltsam, grafisch beeindruckend und erzählerisch spannend. Das ist der erste echte Kracher für die PlayStation 4.

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Tags: Singleplayer  

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