Test Monkey Island 4 - Seite 2

Die Richter von Lucre IslandDie Richter von Lucre Island

Allerdings gibt es auch viel Neues in diesem Spiel. Der gravierendste Unterschied zu den anderen Teilen ist wohl der, dass sich Guybrush Threepwood nun in 3D durch die Karibik bewegt. Dabei wurde die Steuerung von "Grim Fandango" übernommen und weiterentwickelt. Folglich braucht man auch keine Maus mehr für dieses Spiel. Gesteuert wird Guybrush mit den Pfeiltasten der Tastatur, einem Gamepad oder einem Joystick. Immer, wenn unser Held in die Nähe eines für ihn interessanten Gegenstands kommt, bewegt er seinen Kopf in Richtung des Objekts, und ein kurzer Kontext erscheint auf dem Bildschirm. Alle die, die "Grim Fandango" kennen, werden mit der Steuerung schnell zurechtkommen. Auch das Inventar ist neu. Es sieht so aus, als hätte man es von Lara Croft aus "Tomb Raider" kopiert. Alle im Inventar befindlichen Gegenstände sind in einem großen Kreis angeordnet, den man durch betätigen der Pfeiltasten drehen kann. Das Objekt ganz vorne ist das momentan aktuelle. Selbstverständlich können und müssen alle Objekte im Inventar untereinander kombiniert werden, um an die Lösung eines Rätsels zu kommen.

Carla und Otis, bekannt aus Teil 1Carla und Otis, bekannt aus Teil 1

Grafikengine aus Grim Fandango

Grafisch macht das Spiel einen recht guten Eindruck. Die Figuren sind allerdings "nur" aus Polygonen zusammengesetzt, wodurch sie etwas kantig und unrealistisch wirken. In diesem Punkt ist die Grafikengine alles andere als aktuell. Diesen Mangel machen die Hintergründe allerdings wieder wett. Sie sind, wie schon aus den anderen Teilen bekannt, im Comicstil gezeichnet, und die 3D-Figuren bewegen sich in dieser 2D-Welt. Die Grafiken untermalen das Spiel und fangen den Flair der Karibik sehr gut ein. Ein absoluter Hammer ist dagegen der Sound. Der Soundtrack zu "Monkey Island" ist länglich bekannt und geht durch Mark und Bein. Auch die anderen Soundtracks während des Spiels suchen Ihresgleichen. Die Sprachausgabe von "Monkey Island" rundet das Ganze harmonisch ab. Sie ist gut verständlich, und wirkt in keinster Weise überbetont oder erzwungen deutlich. Ein absoluter Hochgenuss für jedes Ohr.

Meinung von Frank Hinken

"Monkey Island" ist zwar nicht das beste Spiel dieses Jahres, aber mit Abstand das kultigste. Wer die anderen Teile kennt, wird viel Spaß mit "Monkey Island 4" haben. Für Einsteiger wirken die Dialoge zwischen den Figuren manchmal etwas unlogisch, da sie sich auf bestimmte Schlüsselpunkte aus den vorherigen Teilen beziehen. Die Rätsel in diesem Adventure sind auf Fortgeschrittene zugeschnitten, obwohl manche auch Profis an die Grenzen treiben, da einfach die Hinweise zur Lösung fehlen. Ansonsten macht es riesig Spaß, jede Kleinigkeit in diesem Spiel auszuprobieren, da alles mit einem sarkastischen Kommentar belohnt wird. Nur an die 3D-Engine muss man sich gewöhnen. Aber nach einiger Zeit geht einem die neue Steuerung so gut von der Hand, dass man der alten keine Träne mehr nachweint. Für alle "Monkey Island"-Fans ist dieses Spiel ein absolutes Muss, aber auch die, die "Monkey Island" noch nicht kennen, werden hierbei ihren Spaß haben.

80

meint:

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