10 Skandale der Videospiel-Geschichte - In der Haut eines Terroristen, Weltall-Sex in Mass Effect

(Special)

In der Haut eines Terroristen

Call of Duty gehört seit Jahren zu den Dauerbrennern im "Ego Shooter"-Genre. Doch aufgrund ihrer Militärthematik verursacht die Reihe nicht selten Kontroversen. Nicht nur in Sachen Spielqualität, sondern vor allem bei fragwürdigen Inhalten wie dem Flughafenabschnitt in Call of Duty - Modern Warfare 2.

Im Flughafen-Level erlebt ihr ein Massaker an Zivilisten hautnah mit.Im Flughafen-Level erlebt ihr ein Massaker an Zivilisten hautnah mit.

In der internationalen Version des Spiels von 2009 agiert ihr als Spion in einer russischen Terroristengruppe. Um eure Tarnung nicht auffliegen zu lassen, sollt ihr in der Mission "Kein Russisch" an besagtem Flughafen massenhaft Zivilisten erschießen.

Der Hersteller Activision pocht darauf, dass man hiermit die Abscheulichkeiten und Kaltblütigkeit des Terrorismus zeigen will. Allerdings konfrontiert euch diese Spielsequenz mit keinerlei Auswirkungen eures Tuns und macht euch im Grunde selbst zum Mittäter - zum Terroristen. Im Gegenteil: Es kommt der Verdacht auf, dass diese Sequenz einfach nur zur schieren Provokation eingebaut wurde.

In der deutschen Fassung des Spiels sind diese Exekutionen übrigens nicht möglich: Sobald ihr das Feuer auf Zivilisten eröffnet, bricht das Spiel mit einem "Game Over" ab. Und das obwohl Activision zuvor versichert, dass Modern Warfare 2 in Deutschland ungeschnitten erscheint". So seid ihr in der Mission zum Mitläufer verdammt und dürft nicht einmal den Oberbösewicht erschiessen, um diesem Grauen ein Ende zu machen!

Weltall-Sex in Mass Effect

Sex zum Zweiten: In der Mass Effect-Trilogie gibt es vielleicht mehr Liebeleien als im gesamten Rollenspiel-Genre. In jedem Teil lässt der wahlweise männliche oder weibliche Hauptdarsteller Shepard keine Romanzen mit Nebendarstellern aus, die manchmal auch im Bett enden.

Viel Aufregung um nackte Haut: Die Sexszenen werden jedoch nur angedeutet.Viel Aufregung um nackte Haut: Die Sexszenen werden jedoch nur angedeutet.

Schon in Teil 1 macht ihr erste Erfahrungen mit Menschen oder Außerirdischen. Allerdings nur, wenn ihr wortgewandt die Angebetete oder den Angebeteten um den Finger wickelt. In Mass Effect 2 führt ihr diese Liebelei weiter oder bandelt mit neuen Partnern an.

Was schon für die erste Episode gedacht war, setzt Mass Effect 3 schließlich konsequent um: Denn hier ist auch gleichgeschlechtliche Liebe möglich. Erdreporterin Diana Allers ist beispielsweise für männliche wie weibliche Beziehungen offen. Doch Vorsicht: Potentielle Partner sind schnell eifersüchtig und stellen euch vor die Wahl.

Mit ihren komplex gestalteten Liebeleien spielt die Serie eine Vorreiterrolle, wenn auch eine skandalträchtige. Manche Medien, wie der amerikanische Sender Fox, wollten Mass Effect fälschlicherweise gar als pornografisch darstellen. Allerdings beschränken sich Bettszenen nur auf kurvenreiche Aussichten ohne echte anzügliche Inhalte.

Dennoch ist der erste Teil in Singapur und Indonesien wegen Romanzen zwischen Frau und Außerirdischem verboten. Die Nachfolger sind wegen homosexuellen Inhalten dagegen in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten.

Weiter mit: Kreuzzug des Anwalts Jack Thompson, Kaputtes Stadtleben in Sim City

Tags: Politik   Gamescom 2015  

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