10 Skandale der Videospiel-Geschichte - Sexuelle Übergriffe auf Indianerinnen, Meuterei beim "Call of Duty"-Macher

(Special)

Sexuelle Übergriffe auf Indianerinnen

Sex zum Dritten: Die schönste Nebensache ist in der Videospielgeschichte älter als manche glauben wollen. Anfang der Achtziger Jahre macht sich vorrangig der Hersteller Mystique einen Namen für erotische Spiele, die sogar auf Konsole herauskommen. Doch dieses Beispiel ist an Geschmacklosigkeit kaum zu übertreffen.

Zügellos im Wilden Westen: General Custer vergreift sich an einer Squaw.Zügellos im Wilden Westen: General Custer vergreift sich an einer Squaw.

Der Titel Custers Revenge von 1982 erscheint unter dem Motto "Swedish Erotica" für die Konsole Atari 2600. Man könnte zunächst vermuten, dass das Spiel reale Ereignisse um General Custer und seinen historischen Krieg gegen die Indianer erzählt. So oder so ähnlich sind dann auch die Ereignisse im Spiel. Doch tut das Custer's Revenge weitaus anders als erwartet. Denn hier steuert ihr den General höchstpersönlich. Und zwar nackt. Mit einer gigantischen Erektion. Mitten in der Prärie.

Das Ziel für den Spieler: Eine an einen Pfahl gefesselte Indianerfrau erreichen und sie vergewaltigen. Die historische Figur des General Custer ist zwar als Feind der Ureinwohner Amerikas bekannt, doch das Spiel übertrifft in Sachen Geschmacklosigkeit und politische Unkorrektheit locker jeden GTA-Teil. Zudem führt ihr eine Gewalthandlung an einem wehrlosen Opfer aus. Trotz oder vielleicht auch wegen Klagewellen und Protesten in Amerika verkauft sich das Spiel 80.000 Mal.

Von dem Spiel gibt es auch einen Ableger namens "General Retreat", in dem ihr statt Custer die Rolle der Frau übernehmt. Dennoch ist es wenig verwunderlich, dass das Softwarehaus Mystique nur drei Spiele auf den Markt bringt und danach in der Versenkung verschwindet.

Meuterei der Macher von Call of Duty

Bei der Shooter-Serie Call of Duty gibt es nicht nur auf dem Bildschirm brenzlige Situationen und Konflikte, auch hinter den Kulissen kracht es manchmal gewaltig. So geschehen 2010 beim Erfinder der Reihe - dem amerikanischen Entwickler Infinity Ward.

"Call of Duty"-Erfinder Jason West und Vince Zampella meutern und gründen ihr eigenes Studio."Call of Duty"-Erfinder Jason West und Vince Zampella meutern und gründen ihr eigenes Studio.

Das von Vince Zampella und Jason West 2002 gegründete Studio ist nicht nur der Urheber der Erfolgsballerei, sondern auch für sechs der zehn Hauptteile verantwortlich. Eigentümer Activision könnte also höchst zufrieden mit ihrer Gelddruckmaschine Infinity Ward sein. Schließlich hat sich allein Call of Duty - Modern Warfare 3 über 26 Millionen Mal verkauft.

Doch im März 2010 (mitten in der Entwicklung zu selbigem Hit) werden die beiden Chefs Zampella und West wegen angeblichem Vertragsbruch entlassen. Der genaue Grund bleibt bis heute geheim. Und nicht nur das: Activision stellt kurz darauf Sicherheitswachen im Studio auf. Wahrscheinlich, um den ehemaligen Bossen den Zutritt zu verwehren.

Zampella und West verklagen daraufhin Activision wegen ausbleibender Gewinnbeteiligungen von Call of Duty - Modern Warfare 2. Eine Gegenklage wegen Insubordination folgt umgehend. Doch es geht noch weiter: In den folgenden Wochen kündigen 46 weitere Angestellte von Infinity Ward aus ebenso unbekannten Gründen. Sie folgen ihren ehemaligen Chefs zu deren neu gegründetem Studio Respawn Entertainment, das von Electronic Arts (dem Erzkonkurrenten Activisions) mitfinanziert wird. Ihr bisher einziges Spiel ist Titanfall, das klar die Handschrift eines Call of Duty trägt.

Tags: Politik   Gamescom 2015  

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