Vorschau Destiny - Sammelspaß für Prügelknaben

Eine Klasse für sich

"In seinem Kern handelt es sich bei Destiny um ein Action-Spiel", betont Dague. Das klingt zwar nach einer simplen Erkenntnis, doch mit dem ganzen Drumherum, war das nicht von vornherein klar. Denn einen Großteil seiner Faszination möchte Destiny aus dem Sammelaspekt ziehen.

Der Jäger mit einer prunkvollen Rüstung.Der Jäger mit einer prunkvollen Rüstung.

Ähnlich wie Diablo hinterlassen euch besiegte Gegner neue Waffen und Rüstungsteile - vom Helm mit Prunkbürste über den "Crest of Alpha Lupi", einem Brustpanzer wie von einem römischen Feldherrn, bis zum schweren Maschinengewehr "Super Good Advice" (Supertoller Rat). "Jedes Teil kann aufgerüstet werden“, versprechen die Entwickler.

Viele Beuteteile könnt ihr auch erst mit einem höheren Rang tragen. Bis ihr den durch Aufträge und Missionen erreicht, bunkert ihr die guten Stücke in eurer Basis, dem sogenannten "Tower" (Turm). Unbegrenzt ist der Platz hier zwar wohl auch nicht, doch etwas Spielraum habt ihr sicherlich.

Immerhin sollt ihr ja wie in einem Online-Rollenspiel dort herumhängen und euch in der Verfolgerperspektive an euren Ausrüstungsgegenständen, Waffen und Abzeichen erfreuen. Behaupten zumindest die Entwickler, gezeigt haben sie diesen Bereich bisher nicht.

Dieses Video zu Destiny schon gesehen?

Es wird Zeit, Bungie

Die gezeigte Version von Destiny läuft flüssig, sieht gerade in Bezug auf Licht und Schatten prima aus. Besonders lebendig wirkt die Landschaft allerdings nicht. Nicht, weil die Gegend so verlassen aussieht, sondern weil sie eine offensichtliche Kulisse darstellt. Hin und wieder klappt ihr ein Schatzkistchen auf oder öffnet eine Schleuse, das war's bis jetzt. Gibt es nicht mehr oder zeigt Bungie einfach nicht mehr?

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Destiny - das neue Bungie-Spiel im Überblick

Die Pläne für Destiny klingen immerhin toll. "Wir haben die Welt voller Geheimnisse und Abenteuer gepackt", verspricht Dague. Dadurch, dass ihr für das Spiel permanent online sein müsst, sollt ihr im fertigen Spiel vielerorts andere Spieler sehen, die gerade Missionen erledigen. Denen dürft ihr euch spontan anschließen oder auch euren Weg weitergehen, die Kampagne weiterverfolgen, wie auch immer. Zu sehen gab es davon bisher jedoch nichts.

Spätestens zur Spielemesse E3 sollte Bungie hier mal den Astronauten aus dem Sack lassen. Immerhin sollen ja angeblich über Jahre hinaus weitere Inhalte folgen. Insofern legt die Karten auf den Tisch und zeigt bitte, was ihr habt, verehrte Entwickler! Denn ohne das versprochene Drumherum präsentiert sich Destiny bislang zwar als angenehmer, dennoch eher biederer Ego-Shooter. Der bereitet durchaus Ballerfreude, doch das Spiel scheint ja mehr zu sein als das.

Es existiert immerhin kein Plan B. Kein zweites Spiel, an dem nebenbei geschraubt wird. Scheitert Destiny, scheitert Bungie. Die Last ist groß, die auf den Schultern der Verantwortlichen ruht. Dass sie das Risiko trotzdem eingehen zeigt, wie überzeugt sie von ihrem Werk sind. Das gibt Hoffnung.

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Tags: Online-Zwang   Science-Fiction   Multiplayer   Koop-Modus  

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