Vorschau Evil Within - Das Spiel mit der Wahrnehmung + Meinungen

Das Spiel mit der Wahrnehmung

Selbst wenn sich keine Feinde in der Nähe aufhalten, weiß der Entwickler, wie er euch auf Trab hält. The Evil Within spielt mit eurer Wahrnehmung. Gänge die endlos weiterführen, ohne dass Castellanos je an sein Ziel zu gelangen scheint. Schnell umgedreht, steht er plötzlich vor einer Wand.

Grafikfilter ändern zusätzlich eure Wahrnehmung des Spiels.Grafikfilter ändern zusätzlich eure Wahrnehmung des Spiels.

Nett ist auch, dass ihr - ähnlich wie in einem Traum - ab und zu das Gefühl vermittelt bekommt, nicht vom Fleck zu kommen. Immer wieder rennt ihr in den gleichen Raum. Dieses Spiel mit der Wahrnehmung verstärkt Tango Gameworks mithilfe von Grafikfiltern. Manchmal ist alles Schwarz-Weiß und manchmal alles grobkörnig. Ein weiterer Vorteil dieser Grafikfilter ist auch, dass sie die (bislang?) eher durchschnittliche Grafik und Auflösung von The Evil Within verdecken.

Oft begegnet euch auf eurem Abenteuer ein Mann namens Ruvik, der in einen Kapuzenmantel gehüllt ist. Er scheint eine wichtige Rolle zu spielen. So taucht er auch immer zu den unpassendsten Gelegenheiten auf, jagt euch, spielt mit eurer Wahrnehmung und verschwindet plötzlich wieder.

Ständig stellt sich die Frage, was Realität ist und was Fiktion. Durch die einzelnen Aspekte erzeugt das Spiel so eine Spannung, die Schockmomente alleine niemals aufbauen könnten. Und darin liegt wohl eine der Stärken von The Evil Within. Hoffentlich gibt es bald mehr zu sehen!

Hat etwas von Silent Hill, oder?Hat etwas von Silent Hill, oder?

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Fakten

  • Horror-Spiel von Shinji Mikami (Resident Evil, Dino Crisis)
  • Ihr spielt aus der Verfolgerperspektive
  • als Waffen benutzt ihr Nah- und Fernkampfwaffen
  • dichte Atmosphäre, einige Schockmomente
  • lehnt sich an Horror-Spiele wie Resident Evil an
  • spielt mit eurer Wahrnehmung
  • begrenzter Munitionsvorrat
  • Möglichkeit zu schleichen
  • Rätsel
  • Ihr flieht öfter statt zu kämpfen
  • Sebastian Castellanos Fähigkeiten können aufgewertet werden
  • ihr sollt mit Materialien eure Ausrüstung verbessern können
  • The Evil Within erscheint voraussichtlich am 24. Oktober 2014 für PC, Xbox 360, Xbox One, PS3 und PS4

Meinung von Onkel Jo

Wie macht Bethesda das nur immer? Mit The Evil Within scheint bereits die nächste Spielspaß-Bombe vom Himmel zu fallen. Zwei Levels durfte ich jetzt ausprobieren. Und die waren erschreckend! Im bestmöglichen Sinn.

Da tappe ich des Nachts nichtsahnend auf eine Hütte zu, als plötzlich deren Tür aufspringt und mir eine brennende Frau schreiend entgegen stürmt – Horror! Meine Finger- und Fußnägel ließen sich danach nur schwer aus dem Deckenputz lösen. Es sind oft die billigen Effekte, die am besten funktionieren. So wie damals die Hunde, die in Resident Evil durch die Glasscheibe springen.

An sich bin ich kein großer Freund davon, mit vom Mund abgesparter Munition durch düstere Gange zu stapfen. Aber gut, es dient dem Gesamtbild. Ich erwarte hinter jedem wehenden Vorgang das nächste Ungeheuer. Dann sollte Chefentwickler Shinji Mikami aber bitte auch auf die übrigen Details achten. Mich persönlich stört es kolossal, wenn ich eine Kiste mit Munition finde, vor der auch noch deutlich sichtbar drei Kugeln stehen, und mir das Spiel dann mitteilt, dass es angeblich nur zwei gewesen sein sollen. Oder wenn sich Hauptdarsteller Sebastian Castellanos weigert mehr als fünf Streichhölzer einzustecken. Hallo? Ich erwarte ja nicht, dass der Mann wie eine Ameise das 30-fache seines Körpergewichts tragen kann. Aber Streichhölzer? Wie soll ich da den Rest des Spiels ernst nehmen?

Gut, irgendwie geht’s schon, dennoch scheinen die Entwickler noch einiges an Feinschliff vor sich zu haben. Die Rücksetzpunkte beispielsweise kamen mir teilweise vor, wie direkt aus der Hölle importiert. Im späteren Spiel soll es Speicherräume geben. Warum überlässt man mir nicht gleich selbst die Wahl, wann und wo ich das Spiel speichern und vielleicht sogar später weiterspielen will? Erzieht doch bitte eure Kinder und nicht mich! Aber ich möchte dann auch mal ein Detail lobend hervorheben: The Evil Within ist endlich mal ein Spiel, bei dem die Spielfigur Türen auch mit Waffe in der Hand glaubhaft öffnet und nicht wirkt, als hätte man eine Animation in eine fremde Welt geklebt. Halleluja, dass ich das noch erleben darf!

Düstere Atmosphäre, gepaart mit Rätseln und überzeugenden Kämpfen – The Evil Within könnte die Art von Grusel-Abenteuer werden, das Serien wie Resident Evil oder Silent Hill seit einigen Jahren vermissen lassen. Dafür drücke ich beide Daumen … schon alleine, damit sie nicht mehr schlottern.

Meinung von Daniel Kirschey

Es ist nur ein kleiner Ausflug in die Welt von The Evil Within, aber ein eindrucksvoller. Weniger wegen der eher durchschnittlichen Grafik, besser soll sie ja noch werden. Auch nicht wegen der Handlung, von der ich in den zwei Levels nicht wirklich viel mitbekommen habe. Sondern wegen der Atmosphäre und die damit verbundenen Emotionen, die das Spiel in mir auslöst.

Neben ein paar Schockmomenten, überzeugt mich zuallererst der Stil und die Anspannung. Ich schleiche durch ein Herrenhaus und weiß nicht was mich erwartet. Anstatt mir ständig Schockeffekte zu bieten, spielt der Entwickler mit meiner Erwartung. "Um die nächste Ecke kommt bestimmt gleich irgendetwas", denke ich. Doch da ist nichts. Die Unberechenbarkeit des Spiels untergräbt meine eigenen Erwartungen. Kommt bei der nächsten oder übernächsten Ecke aber doch etwas, trifft es mich.

Nervig ist jedoch, wenn diese Anspannung auf eine unpassende Weise gebrochen wird. Wie etwa, wenn der Doktor einen Satz ständig wiederholt und das in wirklich ungelegenen Momenten. Damit Horror funktioniert, ist es jedoch wichtig, dass ich daran glaube. Ich hoffe, dass Tango Gameworks einige Aspekte überdenkt und überarbeitet. Das bedeutet aber nicht, dass das Spiel nicht bereits funktioniert.

Neben dem Spiel mit meinen Erwartungen beeindruckt mich besonders ein anderes Spiel. Nämlich das mit der Wahrnehmung. Was ist Realität, was ist Fiktion? Wird Castellanos langsam aber sicher verrückt oder verändern sich einige Gänge wirklich.

So finde ich einige ikonische Szenen aus bekannten Horror-Filmen in The Evil Within wieder. Wie etwa aus "Shining": Ein Gang, der mit Blut geflutet wird. Oder der sich ewig ziehende Gang aus "Poltergeist". Auch die Frage nach Realität oder Fiktion ist beispielsweise aus "Die Mächte des Wahnsinns" bekannt. The Evil Within kupfert aber nicht stumpf ab, sondern orientiert sich an diesen Filmen. Als Liebhaber dieser Streifen, fühle ich mich in The Evil Within direkt wohl. Na ja, vielleicht nicht unbedingt wohl, aber heimisch.

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Tags: Singleplayer   Horror  

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