Test Wolfenstein - New Order - Wyatt-Zeitline oder Fergus-Zeitlinie

Virtuelle Faschisten

Dabei lassen die Herren und Damen kein Klischee aus. Es gibt die rassistische Regime-Braut, den unterwürfigen Speichellecker, die im Rollstuhl sitzende Widerstandskämpferin, die Basis auf dem Mond, die in Sex gipfelnde Krankenschwester-Romanze, den sadistischen Arzt im Konzentrationslager, der Hauptdarsteller, der mit letzter Kraft aus einem für die Freiheitsstatue verfassten Sonett zitiert … also im Grunde alles, was sich aus der und in die Regime-Thematik quetschen lässt. Und das beste daran: Das ist gut so!

Solch stählerne Giganten greifen euch an.Solch stählerne Giganten greifen euch an.

Mit der Regime-Thematik trägt der Entwickler von Anfang und besonders gegen Ende hin dick auf. Geschickt und sparsam setzen die Macher dabei Musikstücke ein, die euren Puls in die jeweils passenden Regionen treiben. Auch ein paar in den Trailern und unserem Anspiel-Video veröffentlichte Schätze des deutschen Liedguts tauchen im Spiel auf. Hört mal rein:

Durch das ernste Szenario und die überzeichneten Darsteller entstehen auch lustige Momente. Etwa wenn ihr aus Versehen von einer Brücke in den Abgrund stürzt und Blazkowicz „das ist wirklich ein dummer Tod“ zu sich selbst sagt. Oder ihr steigt in ein demoliertes Auto, dreht am Lenkrad, brummt, drückt die Hupe und ruft in die leere Fabrikhalle: „Hey Schätzchen, Lust auf 'ne Spritztour?“ Wer die Augen offen hält, entdeckt zahlreiche Gags, die mit der alternativen, deutschen Realität der Weltgeschichte spielen. Etwa wenn ihr „Pflaumen“-Computer statt „Apple“ nutzt.

Wyatt-Zeitline oder Fergus-Zeitlinie

Erinnert ihr euch an die eingangs dieses Tests beschriebene Folterszene mit General Totenkopf? In besagter Situation entscheidet ihr euch, den jungen Soldat Wyatt oder den alten Haudegen Fergus Reid zu retten. Je nach Wahl habt ihr fortan die Fähigkeit Schlösser zu knacken oder elektrische Türen kurzzuschließen. Ihr erreicht dadurch an einigen Stellen leicht unterschiedliche Areale und könnt dadurch andere Wege gehen. Das soll einen Anreiz bieten, Wolfenstein erneut durchzuspielen.

Große Konsequenzen entstehen dennoch nicht, da Wyatt und Fergus austauschbar bleiben. Immerhin ändert sich dadurch aber auch eine der Nebenfiguren im Rebellenlager. Mit Fergus baut ihr eure Panzerung bis zu 140 Punkten auf, mit Wyatt lernt ihr Messerwerfen früher.

Das Geschütz könnt ihr auch herumtragen, doch nur in der Halterung lädt sich die Munition wieder auf.Das Geschütz könnt ihr auch herumtragen, doch nur in der Halterung lädt sich die Munition wieder auf.

Wenn ihr euch ranhaltet, schafft ihr an einem Wochenende das Regime zu stürzen. Einen Mehrspieler-Modus wie im Vorgänger Wolfenstein gibt es nicht. Da das Spiel allerdings wirklich Laune macht, lohnt sich durchaus ein weiterer Durchgang. Wählt hierfür ruhig den anderen Kamerad aus.

Grafisch transportiert New Order die Bombast-Architektur der Faschisten exzellent, auch wenn die Qualität der Texturen aus der Nähe keine Maßstäbe setzt. Dafür läuft es auf PS4 und Xbox One flüssig mit 60 Bildern pro Sekunde. So machen Ego-Shooter Spaß!

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Tags: Singleplayer  

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