Test Wolfenstein - New Order - Meinung von Onkel Jo und Wertung

Fakten:

  • Nachfolger zu Wolfenstein
  • entwickelt von dem neuen Studio Machine Games aus Schweden, das aus ehemaligen Starbreeze-Mitarbeitern besteht
  • erneut ist der Faschist "Totenkopf" der Gegenspieler von B.J. Blazkowicz
  • Grafik mit "id Tech 5"-Engine
  • 5 Schwierigkeitsgrade
  • spielt zunächst im Zweiten Weltkrieg
  • nach der Einführung erfolgt ein Zeitsprung in ein fiktives 1960
  • neben Ballereinlagen viele ruhige Sequenzen, die auf Dialog setzen
  • Charakter wird im Lauf des Spiels stärker
  • Geheimgänge und -räume auffindbar
  • Schleichen oft möglich
  • um die Ecke lehnen und Rutschen als Bewegungselemente
  • Übersichtskarte auf Knopfdruck
  • deutsche Version komplett in deutscher Sprache und ohne direkte Nazi-Bezüge
  • Pixelblut enthalten, identisch zur internationalen Fassung
  • Leichen lassen sich nicht mehr bewegen
  • Künstliche Intelligenz nur durchschnittlich
  • freies Speichern nicht möglich
  • kein Mehrspieler-Modus vorhanden
  • erhältlich für PC, PS4, PS3, Xbox One und Xbox 360
  • Achtung, Fassungen für PC, Xbox 360 und PS3 lagen nicht zum Test vor!
  • Zugang zur Beta des nächsten Teils der Doom-Serie enthalten
  • Wolfenstein - The New Order bei Amazon bestellen, Vorbesteller hatten zusätzlich die Neumond-Soundtrack-CD erhalten
Dieses Video zu Wolfenstein - New Order schon gesehen?

Dezember 2014: Nachbetrachtung des Spiels

Wer Wolfenstein spielt, der hat am Ende ein paar Fragen. Ist es das Ende? Wer stirbt, geht es weiter? Im Gespräch mit Tommy Tordsson Björk, dem Verantwortlichen bei Entwickler Machine Games, geht Onkel Jo diesen Fragen auf den Grund. Und verrät auch die Geheimnisse der deutschen Version:

Meinung von Joachim Hesse

Meine Fresse, trägt Wolfenstein am Ende dick auf. Und ich liebe es! Wolfenstein liefert gekonnte Erwachsenen-Unterhaltung. Das ist mehr als die meisten Spiele von sich behaupten können. New Order weckt wohlige Erinnerung an Zeiten, in denen mir Ego-Shooter generell noch Freude bereitet haben. Kein Geschiss mit „Second Screen“, kein aufgesetzter Mehrspieler-Modus, keine überernste Militärpropaganda. Brillant!

Wolfenstein destilliert die Essenz der Ego-Shooter aus der Brühe komplizierter Ideen und kreiert durch diese Rückbesinnung auf das Wesentliche tatsächlich etwas Neues, Modernes. Ich berausche mich an der eines George Orwell würdigen Atmosphäre, den überlebensgroßen Charakteren und dem Hang ins Unglaubliche. Das hat etwas von Half-Life 2. Ich möchte euch die Vorfreunde auf die Geschichte nicht verderben, deshalb nur so viel: Spannend!

Wolfenstein ist eines der wenigen Spiele, in denen sogar ich leidenschaftlich gerne herumschleiche. Nicht weil es ein geniales Schleichspiel wäre, sondern weil es unkompliziert funktioniert und die Stimmung mich gefangen nimmt. Ich beobachte bei New Order fast genauso gerne, wie ich die Sturmgewehre sprechen lasse. Sogar die herumliegenden Zeitungsschnippsel lese ich und bewundere Plakate und Schilder. „Werden Sie Mondsoldat!“ steht auf einem, und in einem Artikel dass die Londoner jetzt Sauerkraut am liebsten mögen. Das Spiel überrascht einfach mit einen dichteren Drumherum, als sie Ego-Shooter gewöhnlich bieten. Dafür zolle ich ihm Respekt. Auch der deutschen Fassung. Das alles wäre wenig wert, wenn die Spielmechanik nicht funktionieren würde. Doch das tut sie. Ihr dürft ballern bis sich auch der letzte nicht mehr bewegt. Laden, zielen, feuern und die Gegend absuchen, bis sich der nächste Gegnersturm vor euch entlädt.

34.411 Schüsse habe ich laut Spielstatistik im ersten Durchlauf abgefeuert und 982 Pixel-Feinde damit getötet. Ist Blazkowicz jetzt so viel besser als diese entstellten Ungeheuer in Menschengestalt, die er im Spiel bekämpft? Vermutlich nicht. „In meinem Lager ist jeder gleichermaßen wertlos“, heißt es zynisch an einer Stelle im Spiel. Das ist ja auch eine Form von Gleichberechtigung. Großes Kino, Freunde!

90 Spieletipps-Award

meint: Brachiales Ballerspiel mit exzellent präsentierter Einzelspieler-Geschichte. Stoppt als B.J. Blazkowicz das faschistische Regime und rettet die Welt!

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Tags: Singleplayer  

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